Monday, September 29, 2014

Kareloj Murasemmek und das Omnideon

Die Küstenstadt Kareloj Murasemmek ist die religiöse Hauptstadt Lateiniens. Die Verehrung der alten römischen Götter findet dort ihren Höhepunkt auf der religiösen Landkarte Lateiniens. Es ist allerdings auch allgemein ein religiöser Brennpunkt, denn die verschiedensten verbohrten, mehr oder weniger religiösen Splittergruppen finden dort ihren Platz. Darunter der Islam, das Christentum, das Judentum, der Kuckucksklan, die Verehrung des fliegenden Spaghettimonsters (oder auch Pastafarianismus), der SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus, das Bekenntnis des unsichtbaren rosafarbenen Einhorns, der Diskordianismus, der Schlumpfismus der Jediismus, die Iglesia Maradoniana, der Last Thursdayism, der Schlumpfismus, der Chantalismus, sowie außerdem der Kapitalismus, der Kommunismus und natürlich die allernervigste, furchtbarste, schrecklichste und verbohrteste aller Religionen: Der Nationalsozialismus. Und unzählbare andere nettere und weniger nette Glaubensgemeinschaften. Lateinien ist ein multireligiöses Land -wenn auch nirgends gesetzlich garantiert -aber in Lateinien darf jeder glauben was er mag, auch wenn es nicht immer so scheint.

Und als religiöse Hauptstadt Lateiniens ist der Sammelort für all diese Seltsamkeiten. Wenn man die Stadt betritt, wird man sofort von Grabmälern, Tempeln, Schreinen, Götzen, Gemeindehäusern, Kirchtürmen, Minaretten und Banken (für die Kapitalisten und den Vatikan) begrüßt. Es gibt verwinkelte Ecken der Stadt für die großen Gemeinschaften, für die kaum noch Platz ist, weitläufige, in denen die Gläubigen die absurden Bauvorschriften ihres Glaubens durchsetzen können und weitläufige Götterhaine, die entweder dazu dienen, um dort bei den Göttern zu sein und ihnen zu opfern, oder die heiligen Früchte der Religion anzubauen (Schlumpfbeeren, Limetten). Viel Platz ist den römischen Säulentempeln eingeräumt, die Leia und Mulan in der ganze Stadt an bedeutenden Plätzen aufgebaut haben, runde und viereckige und aus Liebhaberei Mulans existieren außerhalb der Stadt in den Hügel sogar einige griechische Tempel. Ach ja, und natürlich Statuen. Während Jungingen-Schloppfingen, die Hauptstadt Lateiniens voller Statuen der Regierenden Politiker (Konsulin Leia und Konsulin Mulan, neben einigen eher unbedeutenden *muhahaha* anderen Politikern)
Während der Rest Lateinien den Modelaunen der Republik unterworfen ist, herrschen in Kareloj Murasemmek die verschiedenen Modevorschriften der verschiedensten Religionen vor (Von Mönchskutten bis zu schlumpfigen Zipfelmützen) und auf den Straßen ist anders als in der ruhigen Metropole Jungingen-Schloppfingen wo zwar von früh bis spät die Autos fahren, aber des nachts keine Straßenhändler mehr unterwegs sind, immer etwas los. Laufend kann man dies und das erwerben, Ablässe, Rosenkränze, Gebetsketten, Opfertiere, Bankverträge, Nudelsiebe, Laserschwerter, Caipirinha, Fußbälle,  was auch immer der Gläubige verehrt und begehrt. Von früh bis spät, auf fast allen Straßen und Plätzen, mal mehr, mal weniger, aber fast immer erfolgreich, denn es findet sich immer ein von Glauben beseelter, der bereit ist, sein ganzes Geld für seinen Glauben zu opfern.
Laufend gibt es allerdings Konflikte, wie es gar nicht anders sein könnte, wenn so viele verschiedene Personen* mit so unterschiedlichen Ansichten zusammenleben. Zum einen die Tempeltänze, auf der anderen Seiten gibt es auch einige dunkle Rituale, die teilweise auch unter den Anhängern innrhalb einer Glaubensgemeinschaft höchst umstritten sind und nicht selten müssen die Lictoren eingreifen, um streitende Glaubige, disputierende Theologen die ins obszöne abgerutsch sind und messerschwingende Extremisten außeinanderbringen, um Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Im Großen und Ganzen ist die Bevölkerung Kareloj Murasemmeks jedoch friedlich und human und trotz allem Wahnsinn sind es ganz nette Leute.

*ich könnte auch "Daseinsformen" wie in Zamonien sagen. Was würdet ihr davon halten?

Sunday, September 28, 2014

Die eiskalte Hölle /The Ice Hell

Die folgende Kurzgeschichte ist furchtbar. Furchtbar deprimierend. Ich kam auf die Idee, als ich einen Traum hatte, in dem beinahe genau das drin vorkam, abgesehen davon, dass in meinem Traum noch Radioaktivität eine Rolle spielte und der Traum natürlich nicht so ausformuliert war. Wenn ihr gerade in bester Stimmung seid, dann lest den Text bitte nicht, sonst verderbt ihr euch die Laune. Es ist eigentlich nur ein Beschreibung eines Ortes aus einem Traum, (Und ich bitte auch alle Psychologen, den Drang, diesen Traum zu deuten bitte zu unterdrücken) deshalb hat der Text kein richtiges Ende und auch keine Handlung, aber ich möchte trotzdem wissen, was ihr davon haltet.

The following short story is horrible. Horribly depressing. I had the idea, when I had a dream where almost that appeared, let away that also radioactivity played a role in my dream and the dream of course wasn't that written out this way. When you're in a good mood at the moment, pleas don't read the text, it will ruin it completely. It's actually just a description of a place from a dream, (And I ask all psychologists to bear down your impulse to interpret this dream) so the text doesn't really come to a real end and has no plot, but I still want to know, what you think about it.

Saturday, September 27, 2014

Dominae Canes -die Hunde der Herrin

Trotz der Tatsache, dass Lateinien eine höchst matriarchalische Diktatur ist, besteht die Garde des Konsulnpalasts zu großen Teilen aus Männern. Das liegt daran, dass Mulan und Leia ausschließlich eine Garde von Gestaltwandlern aufgestellt haben, die sich ausgerechnet in Hunde verwandeln können und darum auch oft die "Dominae Canes" genannt werden -die Hunde der Herrin. Da die Hunde oder Wolfsgestalt bei Gestaltwandlern vorwiegend bei Männern und Jungen auftritt ist die Zusammensetzung der Garde entsprechend.
Immerhin gehören zur Führungsriege der Dominae Canes neben dem Rudelführer Dominik und Konsulin Mulans eigenem Bruder Mumian auch eine Hündin, namentlich die schöne Helena. In früheren Zeiten gehörte auch eine Wölfin namens Svenske zu den Dominae Canes, doch aus unbekannten Gründen zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, arbeitete (zumindest wird dies von nicht belegten Quellen berichtet) danach für den Geheimdienst Lateiniens, jedoch zerstritt sie sich schließlich mit der Konsulin und verschwand vollkommen von der Bildfläche, sodass heute nicht mehr bekannt ist, wo sich Svenske aufhält.

Allerdings waren die Aufgaben der Dominae Canes wohl nie sonderlich aufregend. Meist bestehen ihre Aufgaben darin, eindringende Schlümpfe aus dem Konsulnpalast oder aus der Kurie zu vertreiben, Männerdemonstrationen ihrer Schranken zu verweisen. Außerdem sind auf offiziellen Reisen der Konsulinnen immer mindestens zwei Begleiter aus den Reihen der Dominae Canes dabei.

Friday, September 26, 2014

Fünf am Freitag /Friday Five #11

Schnapszahl! Fünf am Freitag wächst und wächst schneller als ich gedacht hätte. Die letzten beiden Wochen sind immerhin langsamer vergangen. Das ist wohl normal in den ersten Schultagen, aber ich sollte wirklich lernen, die Artikel vorher schon zu verfassen und automatisch zu veröffentlichen, sonst habe ich Freitags immer diesen Riesendruck und komme letzten Endes trotzdem erst abends dazu, zu schreiben -auch, wenn ich festgestellt habe, dass Druck den Vorteil hat, dass man auch mal dazu kommt, Entwürfen endlich den letzten Schliff zu geben und endlich zu veröffentlichen, genau wie abstand von meinem Laptop dazu führt, dass ich endlich mal ein paar Stellen weiter bin mit der Geschichte an der ich schreibe- Aber das nur nebenbei. Das heutige Thema lautet:

Repdigit! Friday Five are growing faster and faster than I'd thought. The last two weeks at least went by slowlier. That's usual in the first school day, but I really should learn to write the article already before and publish automatically, otherwise I've got this pressure and at last still get to writing it in the evening -even though I've realized, that pressure has the benefit that you finally get to giving drafts a polish and to publish them. But this only by the way. Today's topic is:

Fünf Personen, die du persönlich kennst, und die dich inspirieren /Five people you know face-to-face and who inspire you

Zuerst wollte ich ja allgemein Fünf Personen nehmen, aber dann habe ich gemerkt, dass da total viele Schriftsteller dabei sind und das passt eher zu einer Buchwoche, also habe ich das Thema doch ein bisschen umgewandelt.
At first I wanted five people in general, but I realized, that there are a lot of writers and that fits more to a book week, so I changed the topic yet.

1. Mein Bruder, wie er leibt und lebt /My brother, as he lives and breathes
2. Meine Freundin, die auch Bücher schreiben will /My friend, who also wants to write books
3. Meine Freundin, deren Mutter Künstlerin ist /My friend whose mother is an artist
4. Meine Freundin, die für ein Jahr in die USA gegangen ist /My friend who has gone to the US for a year
5. Ein Junge, der im Musicalensemble in dem ich war mitaufgeführt hat /A boy, that performed in the musical ensemble I was in.

Ich hoffe, dass diejenigen, die gemeint sind, sich angesprochen fühlen :) Die Personen stehen in keiner bestimmten Reihenfolge und es gibt noch hunderte andere Personen, die mich inspirieren, aber leider sind es halt nur fünf freie Plätze ;) Nächste Woche bei den Schriftstellern werde ich dann wieder ein bisschen ausführlicher.
Und wer inspiriert euch? Wer aus eurem persönlichen Umfeld ist euch so wichtig, dass ihr ihn unbedingt -ob namentlich oder umschrieben -einmal auf eurem Blog ehren wollt? Schreibt in die Kommentare oder schreibt auf eurem Blog einen Post dazu :)

I exspect that those who are meant feel adressed :) the people don't stand in a special order and there a hundreds of other people who inspire me, but there are only five free places ;) Next week with the writers I'll be a bit more detailed.
Who inspires you? Who from you environment is so important for you, that you anyway -whether with name or circumscribed -want to honor them on you blog once? Write to the comment or write a post about it :)

Thursday, September 25, 2014

Mein Lieblingslehrer, Herr F.

Mein Lieblingslehrer ist mein Physiklehrer, Herr F. Er macht immer auf höchst seriöse Weise Unterricht, indem er uns erzählt, wie er in seiner Jugend Drogen geraucht hat, von seiner Frau und Kindern und was er sonst noch tolles in seinem Leben angestellt hat. Gleichzeitig schafft er es, trotz allem (wenn auch... dürftig) Unterrricht zu machen und uns etwas beizubringen, so, dass wir alles verstehen und nichts vergessen (Alles ist mit einer Geschichte aus seinem Leben verbunden.)
Da gibt es sehr viel, vermutlich könnte man endlos über Herr F erzählen, ebenso wie Herr F endlose, aber unterhaltsame Abschweifungen in den Unterricht einbaut. Beispielsweis über seine Faszination über den "Darwin-Award" für den dümmsten Tod des Jahres und er erzählt immer von Leuten, die er für geeignete Kandidaten hält. So beispielsweise von einem Ehepaar, das an einer Klippe über das Geländer stieg, um dort ein Selfie zu machen, und das dann zu weit rückwärts ging und dabei in die Tiefe stürzte, sodass die beiden Kinder nun Waisen sind. Höchst amüsant, ebenso wie der Tod eines Mannes, der eines Tages beschloss, nicht mehr von der Toilette aufzustehen, dabei an der Toilette festwuchs und schließlich vermutlich an mehreren Faktoren, wie beispielsweise Maden, die sich in seinem lebenden Fleisch am Hintern eingenistet hatten, Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Schäden starb.
Am meisten faszinieren besagten Herr F außerdem Jugendliche, die so dumm sind, auf Kesselwagen oder an Stromleitungen hochzuklettern und dabei an den Stromschlägen sterben. Schließlich hätten die spätestens in Physik lernen können, dass das gefährlich ist! Darum fordert er auch immer höchste Kondensation in seinem Unterricht.
Außerdem sind seine schlimmsten Albträume Schüler, die nicht rechnen können. Letztes Jahr war er nicht nur für Physik, sondern auch für Mathematik verantwortlich und wenn man Klassenkameraden hat, die wortwörtlich den Satz: "Sechs plus drei ist doch Sieben?" zum besten geben, wundere ich mich auch nicht mehr darüber.
Nebenbei unterrichtet auch innerhalb des Schulfachs NwT (Naturwissenschaft und Technik) Astronomie (nicht zu verwechseln mit Astrologie) und jeder Planet und jede Sonne wird gerne als "Eumel" bezeichnet. Hat außerdem die Angewohnheit, Abkürzungen wie Bsp. und usw. so auszusprechen, wie sie geschrieben werden.

Herr Fs Spruchblödeleien

  • "Ich bin nicht nachtragend. Nach 'nem halben Jahr höre ich auf"
  • "Als mein erster Schreibtisch voll war, habe ich mir einen zweiten gekauft"
  • "Das war im Prinzip die Archidee des Archimedes"
  • (Während er ein Klötzchen Blei in der Hand hält): "Das ist Blei. Das sollte man nicht anfassen."
  • "Lehrer sind eigentlich Drogendealer"
  • "Hier im Raum gibt's nur einen Mann. Alles andere sind Buben."
Und er hat wirklich Humor. Das bestätigte mich erst heute mal wieder ein Erlebnis in Herr Fs Physikunterricht, als er meinte: "Ich bin eine ganz seriöse Persönlichkeit. Wenn man die ganzen unseriösen Teile meiner Persönlichkeit weglässt, bin ich eine ganz seriöse Person."
Ich erwiderte spontan (bei Herr F habe ich was solche Sätze angeht einfach keine Hemmschwelle mehr): "Dann müssen sie aber eine ziemlich kleine Persönlichkeit sein."
Er nahm es mit Humor. Es war auch gar nichts besonderes, dass er es mit Humor nahm. Denn er hatte den ersten Satz selber nicht ernstgemeint (denn der erste Satz war einer seiner hochseriösen Sätze) und die ganze Klasse brach dabei in Lachen aus. Eine ganz normale Situation Herr Fs Unterricht und auch wenn man leider nicht das lernt, was man lernen sollte, ist Herr F mein Lieblingslehrer. Die Welt braucht mehr Menschen wie ihn.

Wednesday, September 24, 2014

Tanzkurs

Jetzte bin ich ja in der zehnten Klasse (Meine Güte! In der Zehnten! Wie jedes Jahr muss ich mich erst mal dran gewöhnen, dass ich jetzt eine Klasse höher bin...
Und das heißt: Der Tanzkurs steht an. Ich habe mich zwar letztes Jahr angemeldet, aber abgesehen davon, dass die Tanzschule mich erstmal fälschlicherweise als Jungen deklariert hatte, musste ich mir nicht weiter Gedanken um den Tanzkurs machen. Bis jetzt. Bis mir in den letzten Tagen klar wurde, dass ich doch irgendwie einen Tanzpartner brauche. Meine Mutter macht mir seit Schulbeginn schon die ganze Zeit Stress, dass ich doch einen Tanzpartner brauche, dass ich doch einen Tanzpartner brauche, dass ich doch einen Tanzpartner brauche... heute war also die erste Tanzstunde und ich ging eben hin, ohne mir Sorgen zu machen. Und meine Mutter hatte sich auch echt zu viel Stress gemacht, denn es gab genügend Jungs die auch keine Tanzpartnerin hatte und ich bekam sogar einen zugeteilt, der letztes Jahr schon im Tanzkurs war und somit nicht so ein mieses Rhythmusgefühl hatte wie einige andere. Das war zwar nur für diese eine Tanzstunde, aber es war nicht so schlimm wie ich gedacht hatte. Im Gegenteil, dadurch dass ich vom Ballett her und er vom letzten Tanzkurs, also wir beide ein gutes Rhythmusgefühl und auch in der Lage waren, ein paar Schritte zu gehen, die mal nicht nur geradeaus waren, war es ganz okay mit ihm zu tanzen (Ich weiß nicht mal seinen Namen.)
Später habe ich dann einen, den ich von Kolping her kannte und der eigentlich nur zum zugucken kam, aber am Ende ganz alleine dasaß und wahrscheinlich am liebsten mitgemacht hätte, so wie er zugeguckt hat, gefragt, ob er vielleicht mein Tanzpartner wird. Er wird wahrscheinlich erstmal vorläufig eine ausgemachte Katastrophe sein, denn er kann nicht tanzen, aber der Sinn eines Tanzkurses ist es ja, das tanzen zu erlernen... egal, ich werde sehen wie es wird, mit ihm zu tanzen.
Puh, dabei war es doch mit dem Fremden Jungen ganz nett (abgesehen davon, dass er mir ständig seinen Atem ins Gesicht gepustet hat. Habe ich vermutlich auch getan, denn beim Tanzen kommt man ziemlich ins Schwitzen und Schnaufen, aber trotzdem.) Ich glaube allerdings noch lange nicht, dass die ganze Angelegenheit wirklich fruchtbar kompliziert ist. In ein paar Wochen hat sich alles eingerenkt und dann ist alles schon in Ordnung. :)
Tanzen ist bis jetzt ziemlich einfach, wir haben heute die Grundschritte imm Cha Cha Cha (Wie schreibt man das eigentlich?) im Walzer und im Discofox gemacht und ich hatte wirklich keine größeren Schwierigkeiten, mit den Schritten zurechtzukommen. Bis jetzt ist alles pipifax für mich. :)
Habt noch einen gute Nacht und auf wiedersehen!

Monday, September 22, 2014

Dort singen, wo keiner zuhört und im Regen singen... /Singing where nobody listens and singing in the rain...

Gestern und heute war ich endlich wieder spazieren. Es ist seltsam. Kaum ist der Sommer vorbei gehe ich ständig raus, während ich im Sommer kaum den Hintern aus dem Haus bewegt war -wenn wir nicht gleich ganz in den Urlaub oder zum Wandern gefahren sind.
Ich finde Sonnenuntergänge im Herbst schöner und trauriger als im Sommer. Im Sommer ist die Sonne auch nicht ständig da, aber wenn, dann knallt sie heiß vom Himmel. Dafür ist sie im Frühling wirklich viel angenehmer und im Herbst und Winter ist sie aufgrund ihrer Seltenheit einfach viel wertvoller. Da ist die Luft auch kühler. Deshalb gehe ich im Herbst vermutlich auch mehr nach draußen -auch, wenn ich nach einem durchregneten Winter ohne Schne dann doch die Sonne vermisse, aber so geht es wohl jedem ständig...
Wenn ich alleine spazieren gehe -okay, zugegeben tue ich das auch in Gesellschaft, aber da wird es meist unterbunden -beginne ich meist zu singen. Und auch wenn ich es hier nicht beweisen kann, ich singe nicht laut und falsch, aber ich kann stundenlang die gleichen Lieder immer wieder singen und insgeheim kann ich schon verstehen, dass das den meisten Leuten auf den Keks geht, wenn ich aber eben mal vor anderen singe, bin ich zu aufgedreht, um das zuzugeben...

Yesterday and today I finally went a again for a walk. It's strange. Just wenn summer has passed by I go outside often, while I couldn't get my butt out the windoe all summer -if we didn't go completely on vacation or trekking.
I think sunsets in autumn are more beautiful and with rather a blue feeling than in summer. In summer the sun isn't always there either, but if, it burns hot from the sky. Therefor it's much more comfortable in spring and in autumn and winter it's because of it's rareness so much more worth. Also the air is cooler then. That's why in autumn I go more often outside in autumn -even though after a rainy winter without snow I start missing summer, but I think that's the way everybody feels...
When I go for a walk alone -okay, I admit I do that also in company, but then it's prohibited -I start singing. And even though I can't proof it here, I don't sing loudly and out of tune, but I sing the same songs for hours again and again and secretly I understand that it drives most people up the wall, but when I then sing in front of others I'm too high to admit that...


Ich finde, singen tut total gut. Vor allem zum Dampfablassen und um seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Deshalb gehe ich, wenn ich mal richtig Dampf ablassen muss, spazieren. Dort kann ich so laut singen wie es mir beliebt, ohne dass es mir irgendjemand verbietet. Oder auch schreien, wenn mir gerade kein Lied einfällt, das für meine Stimmung wirklich geeignet ist. Das ist besser als jegliche Therapie und noch besser als nur Musik zu hören. Musik, bei der ich nicht mitsingen kann, mag normaler ich trotzdem -ich habe furchtbar viel Filmmusik in meiner Mediathek- aber mir fehlt etwas bei Liedern mit Synthesizer, wo dann an manchen Stellen nur noch der Synthesizer zu hören ist.
Tja, und wenn wie heute der Himmel bedeckt ist und es immer mal wieder regnet, dann ist das am bestens. Da fühlt man sich dann wunderbar einsam, wenn man auf dem Feld steht, und keiner außer man selbst ist da. Und wenn man im Herbst unter einem grauen Himmel steht, an dem am Horizont die Sonne ein wenig gelblich durchscheint und die Farben unwirklich leuchten -das Gras hat so eine hellgrüne Farbe, die so gar nicht zu dem grau passt -und es nicht mehr so heiß wie im Sommer ist, sodass man es sogar als angenehm empfindet, wenn man inmitten des Regens ein bisschen schwitzt, dann ist das ein schönes Gefühl und ich entdecke meine Liebe zum spazierengehen wieder.

I think singing makes people feel better. Especially to let off steam and give full vent to one'e feelings. That's why I go, whenever I really need to let off steam, on a walk. There I can sing as loud as I want, without anybody forbidding it. Or even screaming when I can't think of a sing that really fits to my mood. That's better than any therapy and even better than just listening to music. I like music I can't sing to anyway -I've got loads of soundtracks in my music library -but there's somehing missing in songs with synthesizer where in some parts there's only the synthesizer you hear.
Well, and when the sky is as clouded as today and it once ina while rains, then everything is perfect. Then you feel wonderfully lonely, when you're standing on the field, and nobody except yourself's there. And if you're standing under a grey sky in autumn, where there's a bit of sun shining through at the horizon and colors are glowing insubstantially -the gras has some kind of light green color that just doesn't want to fit to the grey -and it's not as hot as in summer, so you even recognize it pleasant to sweat a bit in the midst of the rain, then it's a good feeling and I rediscover my love of going on walks.

Saturday, September 20, 2014

"Ensel und Krete" /"Ensel and Krete" -Walter Moers

Hmmja. Ich bin ein Fan von Walter Moers. "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" habe ich verschlungen, ebenso wie "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der träumenden Bücher"
Aber mit Blick auf diese drei anderen Bücher war das hier eher eine Enttäuschung. Großer Wald und Buntbären, schön und gut, aber irgendwie hat etwas gefehlt. Das Witzige und irgendwie absurde waren da, konnten mich hier aber kaum zum Lachen bringen und ich glaube nicht, dass das nur daran liegt, dass ich keine Humor habe.

Uhmyeah. I'm a fan of Walter Moers. I've devoured "The 13 1/2 Lives of Captain Bluebear" as well as "The City Of Dreaming Books" and "The Labyrinth Of Dreaming Books"
But thinking of these three other books this one was rather an embarrassment. The Big Woods and Multicolored Bears, all well and good, but somehow something was missing. The funny and somehow absurd were there, but couldn't make me laugh and I don't think it's just because I don't have any humor.


Es war alles von anfang an zu düster. Ensel und Krete schlittern zwar genau wie Hildegunst von Mythenmetz in "Die Stadt der träumenden Bücher" von einer Gefahr in die nächste, aber der absurde schwarze Humor, den letzterer beweist und mit dem er jede Gefahr aufnimmt, fehlt bei diesen kleine Zwergen irgendwie... alles was versucht witzig ist, hat auf mich irgendwie diesmal... steif gewirkt, als versuchte Walter Moers etwas witziges hinzubekommen, das nicht da ist. Was gefehlt hat ist eine starke Figur, die die Geschichte irgendwie leitet. Ensel und Krete jedenfalls sind zu blass dafür. Halt -war da nicht noch was? Ach ja. Die "berühmten" mythenmetz'schen Abschweifungen. Klar, da wird wirklich kommentiert ohne Ende, aber ehrlich gesagt hat mich das nicht zum Lachen gebracht. Dadurch, dass manches was dort kam, so bescheuert und unnötig war, sehr viele Gedanken nicht zu Ende geführt wurden und da auf Dinge angespielt wurde, über die ich gerne mehr Details erfahren hätte (Details! Moers, das ist doch sonst so deine Stärke...)  finde ich, dass die Mythenmetz'schen Abschweifungen wohl doch eher der Fehlgriff eines verrückten Künstler waren. Naja, wirklich lustig war da eben nichts.

Everything was from begin to dark. Ensel and Krete slither the same as Optimus Yarnspinner from one danger to the next, but the absurd humor that he demonstrates and has when he's in danger is missing with these small dwarves somehow... everything tried to be funny, but this time seemed... stiff on me, as if Walter Moers tried to get something funny that isn't there. The missing thing was a strong character that somehow leads the story. Ensel and Krete are anyway too pale therefor. Wait, didn't I forget something? Yeah.Optimus Yarnspinners "famous" deviations. Of course there it's commented endlessly but honestly this didn't make me laugh. Because some that came there was so stupid and useless, many thoughts were never lead to a conclusion and there were allusions on things I'd like to get to know more details about (Details! Moers, usually that's your strength...) I think, that Optimus Yarnspinners deviations were rather the mistake of a crazy artist. Well, there wasn't really anything funny.

"Jeanne" -Ursula Flacke

Ich hätte echt nicht gedacht, dass mich ein historischer Roman mal soo langweilen kann. Vor allem, es geht um Jeanne d'Arc, das kann doch nicht so langweilig sein, oder? Und ich mag Geschichte. Geschichte ist interessant und aufregend, wenn es darauf ankommt.

I'd never thought that a historical novel can bore me so much. Especially since it's about Jeanne d'Arc, that can't be boring, can it? And I like history, history is interesting and exciting when it's about that.

Sorry für das verwaschene Bild... ich habe das
Buch leider nicht mehr, sonst würde ich ein
neues machen.
/Sorry for that washy picture... I don't
have the book anymore, otherwise I'd take
a new picture.
Aber das hat dieses Buch mich einfach gelangweilt. Problem: Überall sind Fußnoten. Ich hätte sie einfach ignorieren können, aber das habe ich nicht. Stattdessen habe ich auf jede einzelne Fußnote einen Blick geworfen. Vielleicht war das auch der Fehler, ich weiß es nicht. Jedenfalls, in den Fußnoten standen Zitate aus irgendeiner historischen Quelle. Als Beweis, dass alles sauber recherchiert war. Naja, auch wenn, soweit ich das verstanden hatte, alles einer einzigen Quelle entnommen war? Das Problem war, dass wenn in der Handlung irgendetwas passierte, dass dann in den Fußnoten eine Zeile aus irgendeiner historischen Quelle stand, in der exakt das gleiche drinstand. Nicht wortwörtlich. Aber um den Inhalt des Buches wiederzugeben, hätten die Fußnoten beinahe gereicht.

But this book simply bored me. Problem: Footnotes everywhere. I could have ignored them, but I didn't. Instead I looked up every sigle footnote. Maybe that was he mistake, I don't know. Anyway, the footnotes contained quotes from some historical source. To proof that everything had been researched properly. Well, even though, as far as I've got it, everything had been taken from one single source? The Problem was, that anytime when there was action, in the footnotes there was something from that historical source in which it by meaning said exactly the same. Not verbatim. But to depict the book's content the footnote could have already been enough.

Mein erste animiertes GIF /My first animated GIF


Nachdem in letzter Zeit irgendwie immer wieder von animierten GIFs die Rede war, war der Floh mir schon ins Ohr gesetzt und ich dachte mir also, das will ich auch. Am besten selbserdachte selbermachen. Also wollte ich unbedingt selber GIFs animieren. Also schnell an die Arbeit gemacht und eine kreiert. Und kreativ wie ich bin fällt mir nichts besseres ein, als meinen eigenen Namen zu animieren. So. Jetzt habe ich ein GIF animiert. Haltet ausschau nach weiteren, vermutlich werde ich künftig öfter mal welche verwenden, denn, wie es hier so schön heißt: GIFS KANN MANN NIE GENUG HABEN!!! Habt einen schönen Tag ihr lieben Leut!

After I heard so much about GIFs the idea hat already been put to my mind and I though by myself that I also want that. Best selfmade. So I absolutely wanted to to animate GIFs on my own. So I went down to business and created one. And since I'm so creative I don't have a better idea than animating my own name. So. Now I've animated a GIF. Look out for more, probably I'll make more in the future, because, you know, YOU CAN'T HAVE ENOUGH GIFS!!! Have a nice day guys!

"SOS aus dem Weltall" /"SOS from Space" (Or whatever the English title is) -Clark Darlton

Eher eine Minirezension... /More likely a short review...

Was ich habe ich erwartet? Von Perry Rhodan hatte ich irgendwie schon hin und wieder gehört. (Am eindrücklichsten war dieser Bericht den ich mal gelesen habe. Zum umwerfen witzig, egal ob man der gleichen Meinung ist oder nicht. Unbedingt irgendwann lesen!) Also, als ich am Bahnhof (schon eeewig her, in den Pfingstferien) im Zeitschriftengeschäft also einmal das Heftchen sah, dachte  ich, komm, probier mal was aus. Lies mal was verrücktes, das du sonst nicht liest. Also war es ein experimenteller Buchkauf. Es war nicht teuer (wobei es seinen Preis nicht ganz wert war) und ich wusste, dass ich es schnell durchhaben würde, deshalb bereue ich es nicht.

What did I exspect ? I've heard of Perry Rhodan before sometimes.
So when I saw at the train station (that's ages ago, it was in my pentecoste holiday) these booklets I though, hey, try soething out, read something crazy, that you usually don't read. So it was an experimantal book buy. It's wasn't expensive (though not completely worth it's price) and I knew that's I'd be through quickly, so I don't regret it.


Das hier soll irgendwie der Roman zu dem einzigen Perry Rhodan Film sein, den es je gegeben hat undsoweiter. Womöglich ist das alles für Fans ganz interessant. Irgendwelche Perry Rhodan Fans hier? (Wenn sich jemand angesprochen fühlt, möge er einen Kommentar schreiben) Wie auch immer.

This somehow should be the novel for the only Perry Rhodan movie there ever was and-so-on. Probably it's interesting for fans. Are there any Perry Rhodan Fans here? (If anybody feels like I'm talking about him he may write a comment) Whatever.

Friday, September 19, 2014

Fünf am Freitag /Friday Five #10

Und schon sind wir im zweistelligen Bereich. Man muss wirklich mal ins kalte Wasser fallen um zu wissen, dass man sich manchmal auf Sachen vorbereiten sollte... Jetzt ist die erste Schulwoche und ich hatte einfach kaum Zeit an diesen Blog zu denken. An Lateinien schon, aber da habe ich nicht ständig die Mühe, es ins Englische zu übersetzen und ich übe mich bei so etwas einfach in Konsequenz. Und jetzt fällt mir wieder nichts ein. Also, was soll ich heute tun? (Jeder, dem noch ein Kind zwischen den Ohren steckt, der denke sich hierbei bitte die Melodie der KiKa-Version von Pippi Langstrumpf. Wer's nicht kennt, der schaut es sich hier an. Ja, ich bin heute nostalgisch und ich weiß, dass es für ältere Leute die mit dem Spielfilm aufgewachsen sind ungewohnt sein mag.)

And so we're getting to the binary area. You really need to be thrown at the deep end to know, that you should be prepared for some things ins life... It's the first week of school and I merely had time to think about this blog. A bit of Lateinien, but there I haven't got the effort to translate everything to English and I'm practising in such things to be consequent. And now I can't think of anything. So, what shall I do today?

Die heutigen Fünf am Freitag also: /Today's Friday Five are:

Fantasie vs. Realität | Karl May gegen Sherman Alexie //Fantasy vs. Reality | Karl May against Sherman Alexie

Ich habe keine Lust, für jedes dieser beiden Bücher eine Extrarezension zu schreiben. Außerdem ist ein Vergleich von ihnen sehr interessant, deshalb packe ich beide Rezis in einen Post. Es geht
I don't want to write an extra review for both these books. Also a comparison of both is interesting, so I'll put them both in one post.

"Der Schatz im Silbersee" -Karl May

Karl May hatte ja mal eine Art von Deutungshoheit was den wilden Westen angeht, damals, als man noch nicht so viel Wert auf Authenzität legte. Und selbst heute stammen die deutschen Vorstellungen von Indianer und wilden Westen von seinen Büchern ab. Oder auch von amerikanischen Wildwestfilmen, aber die geben auch keine korrekte Auskunft darüber, wie es damals war.

Karl May had kind of a interpretation ex cathedra when it was about the wild west, back then, before anybody cared about authenticy. And even today most German conceptions about Indians (Native Americans. You know) and the Wild West from his books. Or from american Wild West movie, but they don't give proper advice about how it was back then.

Wednesday, September 17, 2014

Zweiter Schultag, Dritter Schultag und eine kleine Ergänzung zum ersten Schultag

Eigentlich wollte ich einen Teil dieses Beitrags schon vorgestern bringen. Und diesen Beitrag im speziellen gestern. Aber vielleicht lest ihr einfach selbst:

(Dienstagabend, kurz vor Neun)
Grr. Ich sollte endlich mal etwas beichten, das ich ziemlich lange unterm Tisch gehalten habe.

Ich habe nämlich meine Eltern selber gebeten, bei mir eine Kindersicherung für's Internet einzustellen. Einfach, weil ich sonst nicht dazu komme, Nachts zu schlafen, oder einfach zu merken, wie lange ich eigentlich schon am PC war. Und auch wenn es inzwischen ziemlich nervig ist, da ich nur die Zeit bis um Neun Uhr zur Verfügung habe, um meinen Blog zu betreiben, funktioniert es recht gut. Nur leider hatte ich gestern das kleine Problem, dass ich noch gar nicht fertig war, als  es schon neun war. Trotzdem habe ich dann den Beitrag erstmal rausgehauen, denn nur am ersten Schultag kann man über den ersten Schultag berichten (Es sei denn, man macht einen Wochenbericht, aber das wäre zu viel auf einmal gewesen und hätte nie funktioniert.)

Also habe ich heute aber gemerkt, dass einiges von dem, was ich berichten wollte, in dem Beitrag von gestern fehlt. Also haue ich jetzt, etwas zwanzig Minuten vor Neun Uhr und bevor meine Mutter mich zum Zähneputzen schickt (ja, ich schäme mich nicht dafür) noch einen Artikel raus. Hoffen wir mal, dass ich innerhalb von zwanzig Minuten etwas ordentliches zusammenkrampfe.

Was mir gestern vor allem wohl gefehlt hat, war wohl Organisation. Ich habe angesichts meines Kurzurlaubs im Allgäu ;-) total verpennt, irgendwie Tinte für meinen Füller und ein Hausaufgabenheft zu kaufen. Das mit dem Füller war schon die ganzen Sommerferien ein von mir selbst konsequent ignoriertes Problem, aber in der Schule kann man anders als bei Notizen nicht einfach einen Bleistift nehmen und ohne Hausaufgabenheft fühle ich mich total verplant. Erst als ich gestern am Nachmittag in Schreibwarenladen stand und die wichtigsten Schulsachen schon hatte, insbesondere mein geliebtes Hausaufgaben-Häfft (Ich mache hier schamlos Werbung, denn für Häfft muss man sich nicht schämen) und da fühlte sich der erste Schultag einfach großartig an. Da war ich selig, denn ich hatte aufheiternden Dummsinn, Organisation und jede Menge frisches Papier, das nun vollgekritzelt werden darf (Es kann schon passieren, dass ich in meinen Schulheften nebenbei noch irgendwelche anderen Geschichten unterbringe)

Was die Lehrer angeht, bringe ich wohl noch einen ausführlicheren Artikel, jeder Lehrer wird hier einen Ehrenplatz bekommen, besonders mein Lieblingslehrer Herr F.

(Ab diesem Moment weiß ich, dass ich es nicht mehr schaffe, den Artikel beizeiten zu Ende zu schreiben, weil ich mich schon viel zu sehr von Mira Bluhm und Julie habe ablenken lassen. Aber ich schreibe einfach weiter, jetzt im Editor)
Heute war eigentlich nichts besonderes. Ich war wieder etwas müde und zerstreut von der durchlesenen Nacht und die meisten Fächer knüpfen beinahe nahtlos an das letzte Schuljahr an, was mich im Gegensatz zu einigen meiner Klassenkameraden nicht so sehr stört, da es beruhigend ist, angesichts der Änderungen, die inzwischen eingetreten sind. In den meisten Fächern sitze ich allein oder ich saß in den letzten Jahren nicht mit ihr zusammen, aber in Latein saß ich neben meiner Freundin, die jetzt aber für ein Jahr in den USA ist und nun ist sie eben weg. Und ohne sie ist es furchtbar einsam. Klar, ich habe noch andere. Aber sie war eine ganz besondere, das sage ich ganz offen und ohne sie fehlt hier was.
Ballettraining war heute endlich mal eine weitere Routine, die gefehlt hat und die ich vermisst habe (Ja, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, auch wenn er sich an alles gewöhnt, aber er ist ein Gewohnheitstier, der auf Veränderungen reagiert...) und da war es wirklich mal gut, dass ich mich ein wenig bewegen konnte, ein wenig schwitzen (Ballett ist anstrengend. Allen Leuten, die Ballet für Kinderkram halten und sich Ballerinas in rosa Tutus vorstellen empfehle ich eine Balletstunde bei meiner Lehrerin. Ballett ist kein Barbiefilm und unsere Trikots und Schläppchen sind im übrigen Schwarz. Da kriegt man nämlich die Schweißflecken besser raus) und am Ende einfach mal den Kreislauf in Schwung bringen konnte, denn das fehlt mir in den Ferien am meisten von allem. Wie es morgen wird? Da wird morgen nachgetragen. Und dann hoffentlich endlich mal veröffentlicht ;-)

(Mittwochnachtmittag, verschwitzt, war gerade in der Stadt im Schreibwarenladen und habe außerdem eine erstaunliche Entdeckung gemacht, aber davon später)
Durch die Schule geschlafwandelt...
Heute bin ich am morgen total durch die Schule geschlafwandelt, ich musste mich ständig strecken und recken und gähnen damit ich überhaupt wach blieb. Dafür, dass ich kaum noch konnte, habe ich mich aber wacker durch den Schultag geschlagen :) Allerdings sollte ich endlich mal die Info in mein Gehirn prügeln, dass es nicht klug ist, bis Mitternacht aufzubleiben, weil man da unter Garantie noch eine ganze Stunde bleibt, bis man überhaupt einschläft. (Seltsam, ich bin trotzdem um 5:30 aufgewacht. Wie ich das geschafft habe ist mir selbst ein Rätsel.) Ein kurzer Schultag und ich fühle mich immer noch alleingelassen. Ohne etwas erwähnenswertes. Zu Lehrern jeglicher Art schreibe ich vielleicht einen Extrapost für jeden Lehrer. :)
Heute vorm Schreibwarenladen habe ich eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Es gibt da nämlich so eine ältere Frau, die oft bei uns an der Schule vorbeiläuft und sich dann immer beklagt, dass die Schüler so unhöflich sind, obwohl sie sich selbst ständig unter aller Sau benimmt. Jedenfalls, sie motzt ständig Schüler an, und natürlich machen sich manche Schüler auch einen Spaß drauß. Deshalb habe ich immer gemischte Gefühle, wenn sie mal wieder total unhöflich ist, weil ich vermute, dass sie einfach geistig nicht mehr ganz fit ist und es unverdient ist, wenn sich meine Mitschüler über sie aufregen.
Heute kam ich in der Stadt an ihr vorbei und begrüßte sie mit einem "Hallo". Ich weiß eigentlich, dass an nie höflich genug für die Frau ist. Sie regt sich immer auf. Und so war es wieder. Sie murmelte abfällig "Hallo" und "Was soll ich mit Hallo" und blickte düster umher.

(Um viertel vor acht mit zittrigen Fingern, weil es schon wieder so spät ist)
"Guten Tag noch" sagte ich und hob die Hand. Da erstrahlte das Gesicht der Frau plötzlich und sie lächelte mich an.
"Guten Tag." sagte sie und war plötzlich ganz zufrieden und mir wurde klar, dass alles, was die Frau vermutlich irgendwo in ihren verqueren Gedanken stört die moderne Sprache war. Sodass ihr Hallo schon zu unhöflich erscheint, so wie ich auch nicht "Hi" zu meiner Oma sagen würde (okay, andere als ich vielleicht schon, aber ich nicht.)
Interessant, oder? Da denkt man, die ist doch besheuert und dann ist alles was sie braucht ein "Guten Tag" statt einem "Hallo". Schräg.

Und hiermit lasse ich endlich mal meine Post los... Und morgen muss ich endlich mal eine Rezi zu Ende kriegen. Macht's gut Leute :)

Monday, September 15, 2014

Erster Schultag -ein Rückblick

So jetzt schreibe ich hier also mal meinen ersten Beitrag der wirklich von Schule handelt.
Erster Schultag, gut, schlecht? Konnte ich erstmal nicht sagen. Irgendwie hatte ich die Depression des ersten Schultags, genau wie letztes Jahr. Ich freue mich immer auf den ersten Schultag, aber er beginnt immer erst mit einer Stinkbombe, bevor er besser wird. Erstmal sitze ich ziemlich allein. Zuerst saß eine, die sitzengeblieben ist neben mir (das sage ich ohne Bewertung, einfach als Fakt, um sie nicht groß beschreiben zu müssen) dann zog auch sie weg und ich sitze jetzt allein in der zweiten Reihe. Mein Gott, ich glaube, morgen ziehe ich ohne Vorankündigung vorne in die erste Reihe auf den einsamen leeren Platz. Wenn schon einsamer Streber, dann bitte richtig. Ich habe zwar Freunde, aber der Haken ist, dass ich nicht in der letzten Reihe sitzen will. Ich möchte schon gerne einen Platz mit guter Aussicht, an dem man den Lehrer sieht. Dass man mich dort bei meinen heimlichen Schreibereien oder beim Lesen unterm Tisch erwischen könnte? Das ist mir egal. Bei den meisten Lehrern, die darauf achten, ob man nebenher noch was macht, macht mir der Unterricht auch Spaß, deshalb spielt das für mich eine untergeordnete Rolle. Es gibt wenige Fächer, die ich wirklich hasse. Selbst an Mathe (und das will schon was heißen) kann ich noch etwas gutes finden.
Wie gesagt, das hier ist die Schule aus der Sicht einer Streberin, deshalb kann das hier durchaus andere Ansichte enthalten als die üblichen "Die doofe, doofe Schule-Meinungen". Verrückt? Klar.
Was mich am Vormittag noch am meisten gefreut hat war die Bücherausgabe. Jep. Nein, es ist nicht der Geruch von Büchern. Kommt mir bloß nicht mit der Scheiße. Der Geruch von Büchern ist ziemlich irrelevant für mich. Ich interessiere mich schlichtweg für ihren Inhalt. Für Geschichte, Deutsch, Englisch, Latein Chemie egal was. Der Inhalt ist toll.

Friday, September 12, 2014

Über Markenscheiße und Geld

Heute war ich beim REWE (Nicht zu verwechseln mit RWE ;-). Ja, scheißegal, dass ich hier Werbung machen. Ich meine, glaubt irgendjemand, dass die mir Geld dafür zahlen würden? Schön wär's. Und wenn ich schon über Marken reden will muss ich das hier nicht unnötig kompliziert umschreiben.
Ich stand also beim REWE an der Kasse. Ich hatte ein Packung Smarties, eine Packung Nimm2 und ein Lustiges Taschenbuch mitgenommen. Hinter mir stand ein Mann mit einer ganze Ladung von JA-Produkten. Ihr wisst schon, die billige Eigenmarke von REWE. Schokolade, Milch, Butter und noch ein paar andere Sachen, die in der Regel ganz unten ins Regal gestellt werden. Der Mann sah nicht gut aus. Er hatte einen Bart, der schon ziemlich dicht war, aber nicht wirklich gepflegt. Und er sah noch ungepflegter als ich aus. Wenn ich das mal so sagen darf. Ich bin ein Stubentier und achte nicht so sehr darauf, gut auszusehen. Manchmal dusche ich eine Woche nicht, obwohl ich mich unwohl fühle, einfach weil ich gerade mit etwas beschäftigt bin, mit einem Buch, mit meinem Blog. mit dem schreiben meiner Geschichten. Was auch immer. Aber der Mann sah regelrecht verwahrlost aus. Er hat wohl im Gegensatz zu mir keine überfürsorgliche Mutter, die ihm hinterherrennt und zu diesem oder jenem zwingt. Ich glaube, manchmal braucht man schon jemanden, der einen antreibt.
Er hatte vermutlich Mengenmäßig sehr viel mehr in seinem Einkaufskorb als ich. Was man halt so braucht.
Aber während mein Einkauf (LTB und Süßigkeiten) mehr als neun Euro gekostet hat, hat seiner am Ende gerade mal ca. 2.80€ gekostet.
Bumm. Das hat mir ziemlich zu denken gegeben.
Zum einen, entweder ist der Mann einfach sehr, sehr sparsam, lebt allein und ist einfach ein Eigenbrötler, oder er ist einfach arm und versucht so wenig wie möglich auszugeben. Und ich tippe auf letzteres. Und da habe ich mich schon ziemlich geschämt. Wenn ich, ein fünfzehnjähriges Mädchen zum Spaß einfach mal gut zehn Euro für Comics und Süßigkeiten auf den Tisch knallen kann, weil ihre Eltern ihr eben so viel Taschengeld geben (Und, falls ihr es noch nicht mitgekriegt habe, ich habe meinen Wochenendjob als Prospektverteilerin aufgegeben und verdiene kein eigenes Geld mehr) und der Mann für sich selbst denn vermutlich lebt er allein (Ich sag das jetzt mal ganz vorverurteilend. Aber es ist sehr, sehr wahrscheinlich) nur das billigste kaufen kann (auch, wenn es nicht schlechter als die normale Schokolade ist. Bloß wegen der dämlichen Verpackung zahlen wir für viele Dinge mehr Geld als das Zeuch wert ist. (Bioprodukte ausgeschlossen, die sind zwar ihren Preis wert, aber nur Bio und Fairtrade zu essen, wenn's nicht aus dem eigenen Garten ist geht ziemlich ins Geld. Weiß ich, weil meine Mutter immer jammert, wenn ich damit anfange und leider hat sie recht)
Dann ist schon etwas seltsam. Nicht, weil ich denke, dass fünfzehnjährige Mädchen nicht auch mal selbstständig Geld ausgeben sollten. Ich gehöre definitiv nicht zu den Leuten, die das glauben. Aber es ist irgendwie traurig, daran zu denken, dass nicht alle Menschen die gleichen Möglichkeiten in ihrem Leben haben.

Der Gedankengang, dass die JA-Produkte und die andere Eigenmarke von REWE sich nicht voneinander unterschieden hat mich außerdem noch zu etwas anderem gebracht, über das ich oft nachdenke. Nämlich, dass Milka sich die Farbe Lila für Schokolade schützen lässt. Deshalb darf (zumindest in Deutschland, wie ist das eigentlich in anderen Ländern?) niemand außer der Firma Milka Schokolade in Lila Verpackungen stecken. Geht mal in den Supermarkt und sucht lila Schokoladenverpackungen, auf denen nicht Milka draufsteht.

P.S. Wäre es nicht interessant, wenn ich künftig, wenn ich von Milka erzähle, Mähka hinschreibe? Das wäre doch ein erster, kleiner Insidergag...

    Fünf am Freitag /Friday Five #9

    Und mal wieder ist es Freitag und ich muss mir etwas neues ausdenken, damit euch nicht langweilig wird... Ah! Katastrophe! Und ich bin schon wieder so gar nicht darauf vorbereitet. Aber gut, mir fällt schon was ein. Diese Woche zu einem nicht-Buchthema:

    And again it's Friday and I have to think of something new, so you won't get bored... Ah! What a disaster! And again I'm not prepared. But well, I'll think of something. This week about a non-book topic:

    Liste deine fünf irrationalsten Ängste auf /Make a list of your five most irrational fears


    1. Ich habe im Schwimmbecken Angst von Haien gejagt zu werden /The fear of getting chased by sharks in the swimming pool

    2. Die Angst, ich könnte mich in E.T. oder Gollum verwandeln /The fear to turn into E.T. or Gollum

    3. Die Angst davor, in automatischen Schiebetüren im Supermarkt oder am Aufzug eingeklemmt zu werden. /The fear to get jammed between sliding doors in the supermarket or in the elevator

    4. Die Angst, dass im Dunkeln etwas hinter mir ist. Deswegen fühle ich mich im Dunkeln nur wohl, wenn ich bekleidet bin /The fear that there's something behind me in the dark. That's why I only feel okay in the dark when I'm vested

    5. Die Angst, von Hunden in den Hintern gebissen zu werden /The fear of getting bitten by dogs in my bottom

    Was haltet ihr davon? Was sind eure irrationalsten Ängste? Schreibt in die Kommentare oder auf eurem Blog! Kreative und blödsinnige Ideen erwünscht! -wenn auch natürlich kein muss :D [Mehr Informationen zu "Fünf am Freitag"]
    /What do you think about this? What are you most irrational fears? Write it to the comments or on your blog! Creative and stupid ideas are welcome! -though no necessity :D [More Information on "Friday Five"]

    Thursday, September 11, 2014

    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2

    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3
    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #4

    Ich schnappte mir also meinen Fluggleiter und entfernte mich diskret aus dem Konsulnpalast. Praktischerweise hatte mein Fluggleiter einen Unsichtbarkeitsschild. Recht nützlich, wenn einem demonstrierende Schlümpfe und Journalisten direkt vor der Haustür auflauern. Die Biester sind zwar winzigklein, aber sie haben es faustdick hinter den Ohren. Leider, und das muss ich ihnen zugutehalten, sind sie schlau. Und sie haben so oft recht! Wenn jemand anderes als ich recht hat, ertrage ich das nicht.
    Ich flog in den Norden durch die süßen Provinzen, wo wirklich alles aus Keksen, Schokolade und Zucker ist. Irgendwie hätte ich gerne einen Abstecher gemacht, denn sonst kam ich nicht aus dem Haus, aber schließlich begnügte ich mich damit, kurz am Chocoly zu landen und ein bisschen heiße Schokolade zu trinken. Ich verbrannte mir aber nur dabei die Zunge, weil ich dabei zu hastig trank. Nun würde ich erstmal eine Weile nichts schmecken können. Toll. Dabei hatte ich mich doch schon so auf die Butterbrezeln gefreut, die es in Gundremmingen geben würde!
    Wie auch immer, ich war schon bald weiter unterwegs, erreichte das Allgäu, den Bodensee und irgendwann überflog ich die Donau. Allerdings war ich ein bisschen zu weit im Westen, deshalb  musste ich erstmal ein bisschen dem Flusslauf hinunter um Gundremmingen zu finden.
    Es machte Spaß, endlich mal draußen zu sein und mir den Wind um die Ohren pfeifen zu lassen, mich frei zu fühlen und endlich mal ein bisschen Spaß zu haben. Ich gab Gas. Es konnte mich ja keiner sehen und solange ich mit keinem Hubschrauber zusammenstieß konnte mir diese Deutschen ja nichts tun.
    Dann sah ich das Atomkraftwerk mit seinen beiden riesigen Kühltürmen vor mir aufragen und beschloss, auf den letzten Metern noch einmal richtig Gas zu geben. Ich klappte das Paar Gleitflügel meines Fluggleiters aus und ließ mich im Sturzflug Richtung Atomkraftwerk fallen. Selbst mir machte das immer Angst (Naja. Ich war die einzige, die das jemals tat. Außer mir besaß niemand auf der Welt einen ähnlichen Fluggleiter und wenn Leia dabei war, wollte sie keine Sturzflüge machen. Was mich verwundert, denn sonst hat sie eigentlich keine Höhenangst. Im Gegenteil, ich bin eigentlich diejenige, die in der Höhe zittert.) aber es war der ultimative Kick den ich kriegen konnte. Beinahe ohne Kontrolle und mit jeder Menge Wind in den Haaren sauste ich auf den Boden und riskierte meine Leben. Allein dafür war es eigentlich schon wert, hierherzufliegen. Scheiß auf das Atomkraftwerk.
    Plötzlich spürte ich ein heftiges Zwicken am Arm. So heftig, dass ich den Lenker losließ.
    "Halt!" schrie eine Stimme "Willst du uns beide umbringen?"
    Entgeistert musste ich feststellen, dass ich nicht alleine im Fluggleiter war. Ich hatte einen blinden Passagier. So viel zu Diskretion. Aber wie winzig musste das Wesen sein, das ich dabei hatte? Schließlich war das hier ein kleiner Fluggleiter ohne Verstecke. Ein Zuckerelfe? Ein Zwerg? Unwahrscheinlich.
    Ich starrte auf meinen Arm, wo ein kleines blaues Wesen, das laut herumkreischte herumhüpfte, sodass ich eine Weile brauchte um es zu erkennen. Es war eine Schlumpfine.
    "Anhalten!" schrie sie "verschlumpft nochmal, anhalten!" dabei wackelte sie derart mit dem Kopf, dass ihr die Mütze beinahe vom Kopf gefallen wäre, hätte sie diese nicht festgehalten.
    Ich packte den Lenker wieder und zog an der Bremse. Wir hielten mitten in der Luft.
    "So" sagte ich "Darf ich fragen, was der Scheiß soll?"
    "Dasselbe würde ich dich gerne fragen" sagte die kleine Schlumpfine. Oh Gott. Sie sagte das so würdevoll, und dabei war sie so niedlich. Das war das Problem mit den Schlümpfen. Sie waren so furchtbar schlumpfig und machten doch einen Riesenärger. Wie Kinder.
    "Ähm... warum?" fragte ich "du bist doch der blinde Passagier, oder nicht?" fragte ich
    "Und du bist diejenige, die Atomkraftwerke in Neu-Schlumpfhausen bauen will!" schimpfte die Schlumpfine
    "So ganz stimmt das aber nicht." bemerkte ich mit gerunzelter Stirn. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht lachen zu müssen. Sie sah so süß dabei aus.
    "Wozu fährst du nach Gundremmingen? Warum willst du dich mit den Chefs der RWE treffen?" fragte sie
    "Sie haben mich eingeladen" sagte ich "und ich interessiere mich für Atommkraftwerke."
    "Also willst du welche in Lateinien bauen" stellte sie fest. "du willst einmal mehr Lateinien mit deinen hirnverbrannten Ideen verseuchen und außerdem kümmert es dich
    "Hey, jetzt mal langsam. Nur weil ich wissenschaftlich interessiert bin, heißt das noch lange nicht..."
    "Das sind doch nur faule Politikerausreden." krakeelte die Schlumpfine und schüttelte den Kopf "selbst wenn sie erst fünfzehn sind und..."
    "Es. wird. keine. Atomkraftwerke. in. Lateinien. geben." stieß ich zwischen den Zähnen hervor. "Wie schwer ist das eigentlich zu kapieren?"
    Die Schlumpfine verstummte und starrte mich misstrauisch und verächtlich an, als wäre ich die schwerste Verbrecherin auf der Welt.
    Unbelehrbar dachte ich wie der Rest der ganzen Schlumpfheit
    Schlümpfe waren so ziemlich das nervigste Problem das man als Konsulin von Lateinien hatte. Sie wollten immer jede Kleinigkeit in meiner Regierungstätigkeit als Verbrechen hinstellen und witterten hinter allem Verschwörungen.
    "Wer bist du eigentlich? Hmm?" fragte ich. Ich bemerkte dabei, dass ich schon fast anfing, mit der Schlumpfine wie mit einem kleinen Kind zu reden. Dabei ware die meisten Schlümpfe ziemlich alt. Was man ihnen nur nicht anmerkte.
    "Ich bin Schlumpfinia Schlau" sagte die Schlumpfine
    Ach du Scheiße. Ich hatte die Chefredakteurin des Schlumpfblatts höchspersönlich vor mir. Quasi meine politische Erzfeindin. Nun ja, es gab in Lateinien keine Opposition, dafür gab es eigentlich nur das Schlumpfblatt. Das ich eigentlich verboten hatte. Rein theoretisch war Schlumpfinia Schlau also gerade politisch verhaftet. Naja, soweit man davon reden konnte, dass es in Lateinien politische Haft gab. In Lateinien gab es keine Gefängnisse.
    "Was willst du jetzt machen? " fragte ich "wolltest du mitkommen? Wolltest du mich davon abhalten, nach Gundremmingen zu gehen?"
    "Ich wollte heimlich mitkommen." bemerkte Schlumpfinia ohne zu zögern "aber du wolltest ja einen Selbstmordversuch begehen."
    "Ich hatte den Fluggleiter fest im Griff" sagte ich "kann es sein, dass ihr Schlümpfe einfach kein Risiko mögt?"
    "Ich habe nichts gegen Risiko, aber ich suche es nicht" sagte sie "was du tust ist hochgradig fahrlässig."
    "Nun, ich würde es nicht als fahrlässig bezeichnen" gab ich zurück "ich finde, nur wer wagt, gewinnt"
    "Politiker sollten kein Risiko mögen" sagte Schlumpfinia Schlau
    "Und Schlümpfe sollten keine Politik machen" entgegnete ich
    Da wurde Schlumpfinia dunkelblau. Ja, es war genauso. Sie wurde dunkelblau und wütend.
    "Das sagt genau die richtige" stieß sie zornig hervor
    Ich seufzte und löste endlich die Bremse. Ich würde am Ende noch zu spät ankommen und dann würde man mir keine Führung mehr im Atomkraftwerk gewähren.
    "Du wirst doch nicht etwa...?" fragte Schlumpfinia ohne den Satz zu beenden und als wäre es glasklar was sie meinte. Sie sprang mit einem Satz von meinem Arm auf das Steuerpult des Fluggleiters. Mann, wenn ich eine solche Sprungkraft hätte.
    Dabei flogen wir noch gar nicht so schnell
    "Ich werde das Atomkraftwerk besuchen und keinen Selbstmordversuch begehen." sagte ich "wenn du vorher aussteigen willst, kann ich dich ja fallen lassen." Ich war mir selber nicht mal sicher, ob ich letzteres ernst meinte oder nicht. Denn einerseits verspürte ich den Drang, sie hinunterzuwerfen, andererseits könnte es auch als Scherz gemeint sein.
    "Ich komme mit" sagte Schlumpfinia "ich werde als Vertreterin der Schlumpfpartei und der Opposition dabei sein."
    "Es gibt in Lateinien keine Opposition" bemerkte ich
    "Die Schlumpfpartei" sagte Schlumpfinia
    Ich hatte eigentlich keine große Lust, mit ihr zu streiten, als zuckte ich mit den Achseln und fuhr los. Dann würde ich endlich mal an dem verdammten Atomkraftwerk ankommen.
    Ich landete sanft hinter dem Stacheldrahtbewehrten und Kameraüberwachten Zaun im Gras. Das Gras war platt gemäht und ich sah keine einzige Blume oder Biene darauf. Wald- und Wiesenfreunde waren die Leute hier demnach nicht.
    Auf einmal gab es einen mordsmäßigen Lärm und von allen Seiten stürmten Männer mit Gewehren und Uniformen auf mich zu.
    "Was willst'n du hier, hä?" fragte mich einer der Männer und musterte mich und meinen Fluggleiter. Schlumpfinia, die jetzt auf meiner Schulter hockte bemerkte er offenbar nicht

    Friday, September 05, 2014

    Fünf am Freitag /Friday Five #8


    Fünf am Freitag. Wer's noch nicht kennt, möge dazu meine zehnseitige Regelwerk lesen (Scheerz. Es ist ein klein wenig kürzer :D) Diese Woche geht's wieder um Bücher :)
    Friday Five. Who doesn't know it yet, may read my ten-page manifest of rules (Well, it's not that long :D) This week it's again about books :)

    Fünf Bücher, die dir erst beim zweiten Anlauf gefallen haben /Five books you only liked when you read them a second time

    Dafür musste ich selber tief in mich gehen, konnte aber schließlich doch folgende fünf Punkte finden:
    Therefor I really had to crawl deep inside myself, but finally I could finde these five points:

    1.  "Sophies Welt" /"Sophie's World" -Jostein Gaarder
    Mit zehn war ich ein bisschen zu jung dafür.
    //When I was ten years old, I was a bit too young for it


    2. "Der Herr der Ringe" /"The Lord of the Rings" -J.R.R. Tolkien
    Ich habe mir den ganze Kram von vorne bis hinten Stück für Stück durchgelesen und dabei kaum überflogen. Dabei bekommt man aber die langweiligen, langatmigen Strecken mit voller Gewalt zu spüren
    //I read everything from the beginning to the end, chapter by chapter and didn't just scan anything. But then you get to know all the boring, longbreathed passages with all their forces.


    3. "Mehr von uns Kindern in Bullerbü" /"Cherry Time At Bullerby"-Astrid Lindgren
    Das erste Buch, bei dem ich zwischendrin schlappgemacht habe. Im nachhinein frage ich mich, warum eigentlich?
    //The first book ever where I had to stop reading inbetween. In retrospective I'm wondering why?

    4. "Siddhartha" -Herrmann Hesse
    Zur Firmung bekommen, aber erst ein Jahr drauf (also dieses Jahr) habe ich es geschafft, das Buch zu Ende lesen
    //I got it for my confirmation, but only a year after it (So this year) I manage to read the book until the end

    5. "Star Wars -die dunkle Seite der Macht" /"Star Wars -the Dark Force" -Timothy Zahn.
    Kein literarisches Meisterwerk und auch als Fan dürfte nicht jeder gleichermaßen begeistert sein. Beim ersten Mal war ich allerdings Star Wars Verächterin, beim zweiten Mal Fan
    //It's no literary masterpiece, and even as a fan not everybody might be excited about it. But the first time I was a Star Wars dispraiser, the second time I was a fan

    Und wie sieht es bei euch aus? Hattet ihr auch Bücher, die euch erst beim zweiten lesen gefallen haben?
    And how does this look out for you? Did you also have books you only liked when you read them the second time?

    Thursday, September 04, 2014

    Rumschlumpferei /Smurfing around

    Ein allerletztes mal will ich noch hier statt in Lateinien über Schlümpfe berichten. Ich habe jetzt meinen Beschluss in die Tat umgesetzt und gelernt wie man Schlümpfe zeichnet (oder probiere gerade so rum) und da man Bilder auch relativ wortlos posten kann, bringe ich hier nun einfach ein paar abfotographierte Zeichnungen von Schlümpfen. Teils noch nicht so recht gelungen, teils sind es noch abgezeichnete Schlümpfe, aber das gibt sich noch :)

    For the last time I want to report here instead of Lateinien about smurfs. I've put my decision into practice and learned how to draw smurfs ( or actually I'm trying around) and since it's quite easy to post pictures without too much words, here are some photos of my smurf drawings. Partly not quite felicitous, partly they're just copied smurfs, but that's it :)


    Hier seht ihr links meinen allerersten Schlumpf mit viel zu dünnen Armen und rechts einen Schlumpf von vorne
    //Here's on the left my very first smurf with too thin arms and on the right a smurf from the front


    Meine beiden Lieblingsschlümpfe. Sassette dieses kleine, niedliche Schlumpfmädchen ist mir so viel sympathischer als Schlumpfine. Und Schlaubi Schlumpf, mein Bruder im Herzen ;-)
    //Both my favorite smurfs. Sassette, this cute little smurf girl is so much more sympathic than Smurfette. And Brainy Smurf, brother of my heart ;-)



    Links noch einmal ein Schlumpf und rechts Schlumpfkäppchen, das Schlumpfbeeren zu Omaschlumpf bringt (Und dabei dem großen, bösen Schlumpf begegnet)
    //On the left again a smurf and on the right Smurf Riding Hood, who is bringing smurfberries to Nanny Smurf (And meanwhile meets the big bad Smurf)



    Das furchtbare Kreuz, das es ist, zweisprachig zu bloggen, oder: Noch ein Blog? /The awful crux it is to blog bilingual, or: another blog?

    Wie ihr wisst (und es direkt vor eurer Nase habt) blogge ich zweisprachig. Jeder kleinste Scheiß (von ein paar dunklen Ecken mal abgesehen) ist komplett auf Deutsch und Englisch. Als ich damit angefangen habe, wusste ich nicht, was alles auf mich zukam. Ich hatte zwar eine Ahnung, dass es anstrengend werden würde, aber was ich nicht ahnte war: Es hält auf. Man kann nicht mal nebenbei noch einfach etwas raushauen was einem in den Sinn kommt. Jeder einzelne Beitrag braucht die doppelte bis dreifache Zeit die er normal bräuchte, um geschrieben zu werden. Ich versuche zwar auch immer wieder mal einfach spontan etwas zu schreiben, aber dann veröffentliche ich es doch Tages später, weil ich in dem Moment keinen Bock habe, alles noch einmal zu übersetzen. Um meine verrückten Gedankengänge schnell mal zusammenzufassen ist einfach keine Zeit. Wenn schnell mal was ist, das mich total interessiert? Tja. Ich hatte es schon öfters, dass ich irgendetwas aktuelles kommentieren wollte, aber als ich Wochen später den Entwuf dafür wieder entdeckt habe, war alles schon wieder kalter Kaffee. Weil ich genau an dem Tag wieder keine Zeit zum übersetzen hatte.

    As you know (and as you're having it right in front of you) I'm blogging bilingual in both German and English. Every single shit (except of a few dark corners) is completely in German and English. When I began with that, I didn't know all the stuff that was coming up to me. I slightly had an idea, that it would be exhausting, but what I didn't know was: It impedes. You can't blog anything by the way, just because it come up to your mind. Every single entry needs twice or threefold the time it usually needed to be written. I'm actually trying to write something spontanously, but then again I still publish it days later, because at that moment I'm not up to translating everything again. To centralize my crazy chains of thoughts quickly there's no time. What if there's something inbetween I'm really interested to? Yeah. I had that often, that  wanted to comment some of the latest news, but when I discovered the draft weeks later, it was only the new that queen anne was dead. Because on that day I didn't have the time to translate.

    Wednesday, September 03, 2014

    Meine Vorstellung von Glück /This is what happy looks like for me

    [Eindrücke aus dem Urlaub und den letzten Tagen:] am Strand stehen und die Wellen betrachten /barfuß im Wasser laufen /einen Berg besteigen und das Gefühl, wenn man ganz oben angekommen ist /morgens früh aufstehen /Sonnenaufgänge betrachten /das letzte Sommergefühl /melancholisches Herbstgefühl /abends auf dem Sofa sitzen /Freunde treffen /tanzen /träumen /tiefe Sehnsucht nach irgendetwas haben /

    [Impressions from my vacation and the last days:] standing at the beach and watching the waves /walking barefoot through the water /climbing a mountain and the feeling when you reach the top /waking up early in the morning /watching sunsets /the last sense of summer /melancholical fall feeling /sitting on the sofa in the evening /meeting friends /dancing /dreaming /having a desire deep in you heart for something /

    Das letzte Gefühl von Sommer /The last sense of summer

    Gestern war ich spazieren. Ziemlich lange, ich glaube ich war zwei Stunden weg. Weiß ich aber nicht mehr so genau. Da hat die Sonne geschienen. Ja, jetzt kommt wieder die Zeit, in der so etwas erwähnenswert ist. Gestern hat bei uns die Sonne geschienen. Ich habe am Wegesrand ein paar riesige Pilze gesehen. Irgendwie auch traurig-herbstlich. Keine Bilder. Meine Mutter hat mich ("Du musst mal aus dem Haus") quasi rausgejagt, also kam ich gar nicht erst auf die Idee. Und als ich dann draußen war hatte ich in der herbstlichen Sonne das Gefühl, dass das das letzte Mal sein würde, dass ich in diesem Jahr Sommer spüren würde. Die Zeit ist mal wieder viel zu schnell vorübergegangen. Und heute morgen bei all dem Nebel war alles nur noch Herbst

    Yesterday I went for a walk. Very long, I think it was for two hours. I don't know that exactly anymore. Back then the sun was shining. Yes, now the time is coming, when something like that is worth to be mentioned. Yesterday around here the sun was shining. I saw some giant mushrooms on the roadside. Somehow sad and autumnal. No pictures. My mother chased me ("You need to got outside") quasi away, so I didn't even think about it. And when I was out there in the autumnal sun I felt that sense that this would be the last time that I'd feel summer this year. Time went again much too fast by. And this morning with all the fog everything was only autumn.

    Tuesday, September 02, 2014

    Gemeinsam Lesen /Reading Together


    Gemeinsam Lesen, das inzwischen von Steffie von den Schlunzenbüchern und Aleshanee Tawariell alias Alexandra von Weltenwanderer im Wechsel veranstaltet wird.

    Reading together, now hostet by Steffie from Schlunzebücher and Aleshanee Tawariell aka Alexandra from Weltenwanderer.

    Heute stellt Aleshanee die Fragen /Today Aleshanee is asking the questions:

    Tom Collins und Colin Thompson

    Ich habe es nicht erwähnt, aber ich habe in den ersten Sommerferienwochen bei einem Musical gesungen (Einer der Gründe, weshalb ich damals einfach nicht zum bloggen kam). Das Musical war RENT und ich war eine Obdachlose in dem Stück. Wenn ihr euch mal über das Stück informiert (Wer hier nicht durchblickt, der lese den Wikipediaartikel zu dem Musical RENT von Jonathan Larson) dann kommt in dem Stück ein gewisser Tom Collins vor. (Bei uns gespielt von einem weißen Jungen, aber es ist halt ein bisschen schwer, einen schwarzen Jungen in einer deutschen Kleinstadt zu finden der obendrein singen kann) Der soll jetzt eine Ehrenrolle in Lateinien (bzw. eigentlich in Französien) bekommen, als das was er im Prinzip ist (ich zitiere hier mal den Dialog aus dem Musical RENT): „Computergenie, Philosoph, Anarchist, der nackt durch den Parthenon gelaufen ist“. Dafür, dass er die Welt um die Entdeckung der Nutellaphilosophie bereichert hat. Eine meiner Lieblingsrollen in dem Stück. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich entweder Tom Collins oder Mark Cohen in dem Stück gespielt, aber als Mädchen hat man normalerweise Pech (Naja, es sei denn, man ist bereit die Dragqueen Angel zu spielen, was der Figur Angel wiederum ziemlich den Witz nimmt, also wenn ein Mädchen eine Dragqueen spielt. Was bei uns geschehen ist, da wir keine andere Möglichkeit hatten.)  wenn es darum geht, männliche Rollen zu ergattern, selbst wenn der Bass der eine Tenorrolle singen soll, stellenweise etwas überfordert mit der Stimmlage seiner Rolle ist. (Einfach weil er trotzdem total geil singt, das muss man sagen)
    Das Stück basiert im Großen und Ganzen auf der Oper „La Bohéme“ aus dem Jahre 1896, die etwa hundert Jahre vor der Premiere von RENT uraufgeführt wurde. Dazu habe ich ein schönes Bild hier, dass man aber echt nur versteht, wenn man das Stück beinahe in- und auswendig kennt so wie ich:

    I haven't mentioned it, but I've sung in the first summer vacation weeks in a musical (one of the reasons why I simply couldn't get blogging at that time). The Musical was RENT and I was one of the homeless in the musical. If you inform yourself about the play (Who doesn't get it from now on may read the article on Wikipedia about the musical RENT) then there's a certain Tom Collins. (We had a white boy to play him, but it's quite difficult to find a black boy in a German Town who on top of that also can sing) He shall get a place of honor in Latinia (accordingly actually in Frenchia) as what he actually is (I'm citing a dialogue from the musical): "computer genius, teacher, and vagabond anarchist who ran naked through the Parthenon.". For enriching the world with the philosophy of nutella. One of my favorite roles in that play. If could have chosen, I could have either played Tom Collins or Mark Cohen in the play, but as a girl you usually aren't that lucky (Well, except you want to play Angel the Dragqueen, which takes that character much of it's spice, I mean if a girl plays a Dragqueen. Which happened in our performance, because we had no other possibility) when it's about snatching male roles, even if the bass who has to sing a tenor role is slightly overburden at some passages with the pitch of voice of his role. (Simply because he still sings really great I have to admit)
    The play is based generally speaking on the opera "La Bohéme" from the year of 1896, that was premiered about hundred year before the premiere of RENT. Therefor I've got a nice picture you really only understand if you know the play almost by heart like me:


    Monday, September 01, 2014

    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1

    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3
    Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #4
    Neulich saß ich allein im Büro in der Kurie. Naja, ich sitze fast immer alleine dort, weil Leia zu faul für den Papierkram ist. Sie testet Pizzasorten während ich hier die Regierung von Lateinien machen muss. In der Hinsicht eine lästige Aufgabe, dass ich mir schon überlege, ob ich mir nicht doch eine Sekretärin anschaffen sollte. Am besten hol ich mir C3PO, der beherrscht ja das rumjammern so gut, aber Leia ist irgendwie dagegen, sie meint aus irgendeinem Grund, dass sie ihm das Leben schuldig ist und er außerdem nicht als Sekretärin geeignet ist. Dabei hat das Profiling sogar bewiesen, dass wir beide 100% Klugscheißer und 100% Besserwisser waren und somt ideal zusammenpassten. Leia wollte trotzdem nix davon wissen, sie murmelte irgendwas von "Wenn die beiden auch noch zusammen..." Was sie dami wohl gemeint haben könnte?
    Nun ja, ich erledigte also den Papierkram, den man so hat, wenn man Lateinien regiert und fand unter den vielen Briefen (zwischen der Fanpost und den Abrechnungen meiner Censorin die mir mal wieder den Geldhahn abdrehen wollte) eine Einladung der RWE:

    Liebe Konsulinnen,
    Wir haben die Entwicklung ihres kleinen Landes mit größtem Interesse beobachtet und möchten anfragen, ob sie Interesse an Klimaschonender Kernkraft hätten. Darum wollen wir sie einladen unser Kernkraftwerk Gundremmingen zu besichtigen. Die Anreise bezahlen wir natürlich für sie, ebenfalls stellen wir ihnen Getränke und Butterbrezeln zur Verfügung.

    ihre KGG & RWE

    Also habe ich erst mal bei Leia angeklopft, weil ich sie fragen wollte, ob wir die Einladung annehmen sollten. Sie hat so eine Rieseloft in der Kurie anbauen lassen, damit sie dort, wenn sie mal hier in Jungingen-Schloppfingen ist, ihr großes Restaurant aufbauen kann. Sie nennt es ihr "Testlabor", aber es ist im Prinzip ihr großes Restaurant, in dem sie (sehr zum Leid unserer Angestellten) die Zeit verbringt, alle möglichen Sachen zu essen und dann zu entscheiden, ob es in Lateinien verboten oder ins öffentliche Speisenregister der ausdrücklich erlaubten Speisen kommt. Wenigstens wird in Lateinien viel wert auf Verbraucherschutz gelegt.
    Es war mal wieder der helle Wahnsinn, wenn man nur durch die Tür von Leia Privatrestaurant trat. Schon die wilden Gerüche, die leeren Verpackungen die auf dem Boden herumlagen und nicht zuletzt die herumrennenden Zwerge, die Leia angestellt hatte, um sie dort zu bedienen reichten aus, um einen vom einen Moment auf den anderen in den Wahnsinn zu treiben (Falls man nicht schon wahnsinnig war)
    Jedes Kind, das davon träumt, einmal ins Schlaraffenland zu reisen, wäre auch hier entzückt gewesen. Es gab lange Tischreihen, auf denen sich alle möglichen Speisen türmten, vom feinsten Gourmetmenü bis zum trashigsten Fast Food der Welt, Pizzakartons lagen auf dem Boden, in Eintracht mit Kaviardosen und Tellern voll von selbstgekochten vegetarischen Speisen (man sollte allerdings erwähnen, dass Leia nicht selbst kochte. Und dass Kaviar in der Regel auf der verbotenen Liste landete) Dazwischen hasteten die kleinen Zwerge in Kellnerschürzen und Kochmützen herum (sie mussten servieren und kochen) und mussten so schnell wie möglich auf Leias Launen reagieren. Genau wie die vielen Zuckerelfen die kreuz und quer durch die Luft schwirrten und Tabletts voller Süßigkeiten balancierten, um auf den kleinsten Fingerzeig Leias sofort zu reagieren. Und inmitten des Getümmels lag Leia auf einer Liege nach römischer Art und genoss ihr Leben.
    Ich übertreibe vielleicht ein wenig, aber genau so wirkte es, wenn man ihre Bude betrat, was durch die Höhe der Decke in dem Raum verstärkt wurde.
    Warum ich Papierkram machte und Leia sich entspannte? Nun ja, Leia hatte Lateinien erfunden und deshalb gebührten ihr natürlich alle Annehmlichkeiten. Was allerdings auch Leichtsinnigkeit war. Ich hätte dadurch, dass ich es war, die die eigentlichen Regierungsgeschäfte führt, jederzeit einen Putsch gegen Leia veranstalten können. Wär aber natürlich nicht so gut angekommen, deshalb ließ ich es sein. Ich hatte sowieso die Herrschaft über Lateinien, weil Leia ein bisschen zu faul war, um sich darum zu kümmern.
    "Willst du meine neueste Kreation probieren?" fragte Leia, als ich auf sie zuging, zwischen dem Dreck und den putzenden Zwergen die darum scharten (Es wurde dort fast immer gleichzeitig beschmutzt und geputzt, so wie ein Zitronenbaum blüht und gleichzeitig Früchte trägt, auch wenn das ein seltsamer Vergleich ist). "Chipsbrötchen."
    Sie hielt mir ein sinknormales Brötchen hin. Ich starrte das Brötchen an.
    "Onions und Sour Cream Chips." erklärte sie.
    "Hör mal, ich mag die Chips, aber ich habe grad keinen Hunger." sagte ich. "was hältst du davon, wenn wir ein Atomkraftwerk besuchen?"
    "Wieso das denn?" fragte Leia und runzelte die Stirn
    Ich hielt ihr den Brief hin.
    "Da" sagte ich.
    Leia las ihn, aber schon während ich ihn las, wusste ich, dass sie nicht begeistert war.
    "Die Schlumpfpartei wird wieder heftig protestieren." sagte sie "und ich muss dann wieder alles ausbaden, weil du dich ja nie in der Öffentlichkeit zeigen willst"
    "Na und?" fragte ich "muss doch keiner erfahren."
    Leia seufzte.
    "Ich bin auch kein Fan von Atomkraft, aber ich finde ds ganze eben wahnsinnig interessant." sagte ich. "Dir geht es immer nur um Publicity."
    Leia seuzfte noch einmal tiefer.
    "Wegen deinem verdammten wissenschaftlichen Interesse haben wir ständig die Schlümpfe am Hals." sagte sie.
    Die paar Versuche, die ich in meinem Labor durchführte, konnte man doch nicht einmal als wissenschaftlich relevant bezeichnen, oder? Ich meine, natürlich waren sie seltsam und natürich war es nicht normal, dass das Wasser des Shantys sich in heiße Schokolade verwandelt hatte, sodass man ihn nun als den Chocoly kannte, und sicher war es seltsam, dass bei dem Versuch, Schmetterling zu klonen Feen und Zuckerelfen rausgekommen waren, aber das waren doch alles nur Spielereien, oder? Das war kein Grund sich aufzuregen. Die Schlümpfe sollte sich mal nicht so. Und im Gegensatz zu Leia erledigte ich manchmal auch richtige Arbeit.
    "Du kümmerst dich auch nie darum." sagte ich. "Wenn es wirklich darum geht nachzudenken machst du nie mit. Selbst unsere Ministerinnen sind da fleißiger. Also jammer nicht rum. Du musst dich ja nicht ständig von der Menge bejubeln lassen."
    Mehr musste ich nicht sagen. Die vielen Details, dass sie sich nie darum kümmerte, wenn eigentlich Straßen ausgebessert, Steuern eingetrieben, der Staatshaushalt geplant wurde, die alltägliche Propaganda und so weiter, das alles interessierte sie einfach nicht. Nur wenn mal wieder Feierlichkeiten waren, klinkte sie sich plötzlich ein, denn wenn sie mal nicht bejubelt wurde, bekam sie ihre Depressionen.
    Leia sah mich finster an.
    "Geh." sagte sie "Geh einfach. Ich halte es nicht aus wenn du da bist."
    Also gut. Ich ging. Offenbar wollte sie, dass ich hier das Ruder in die Hand nahm.