Saturday, August 22, 2015

"Seeherzen" -Margo Lanagan

Dieses Buch war mein Buchpreis von letztem Schuljahr. Wenn man bei uns einen Eins-Komma Schnitt im Zeugnis hat, kriegt man zusammen mit seinem Preis (für hervorragende Leistungen) einen Buchgutschein geschenkt, und das hier war, was ich mir ausgesucht habe. Heißt, es lag ein Jahr lang rum, bis ich es zum ersten Mal aufgeschlagen habe. Ha, was für eine disziplinierte Schülerin ich letztes Jahr noch war. Dieses Jahr ist alles in Chaos versunken. Aber das hat nichts mit den Buch zu tun. Das Buch ist wirklich gut.

Normalerweise hasse ich es, fantastische Erzählungen zu lesen, in denen eigentlich nur ganz wenig Magie drin vorkommt. Außerdem von grauem Leben auf einer grauen Insel im grauen Meer... immerhin spielt die Geschichte nicht im Mittelalter, sondern schätzungsweise im 19. Jahrhundert. Normalerweise würde mich eine solche Geschichte überhaupt nicht reizen oder fesseln und allein von der Beschreibung her habe ich mich, als ich es ausgesucht habe, gefragt, warum zum Teufel ich meinen Buchgutschein dafür hergebe. Aber diese Geschichte ist gerade, weil sie sich gar nicht wirklich darum bemüht, besonders fantastisch zu sein, so schön. Margo Lanagan erzählt einfach einen Roman mit einem kleinen fantastischen Element, das ist aber auch schon alles. Aber deswegen war es für mich auch okay, dass es wenig Magie und Merkwürdigkeiten gab. Also, es hat sich wirklich gelohnt, meinen Buchgutschein letztes Jahr dafür auszugeben.

Wednesday, August 19, 2015

"Allerseelenkinder" -Diandra Linnemann

Die Geschichte, wie ich an dieses Buch gekommen ist, ist ja auch schon witzig. Es beginnt mit dem Welttag des Buches, als ich es bei Diandra Linnemann auf ihrem Blog, Diandras Geschichtenquelle gewonnen habe. Halt, nein! Das ist langweilig. Es beginnt damit, dass mein Vater mit mir diskutierte, als ich das Silmarillion las, weil er meinte, ich solle das aber nicht allzu ernst nehmen und das sei ja alles nur unrealistischer Quatsch. Mein Bruder und ich fingen nämlich an, über diverse Begebenheiten in Mittelerde zu diskutieren, wie das denn gewesen sei, ob Arda eigentlich rund ist (Arda war zunächst flach und wurde dann später verwirrenderweise rund) und so weiter und unsere Eltern finden natürlich, dass doch alles vollkommen unfruchtbar und schlecht für ihre Kinder ist (weil da Gewalt drin vorkommt und es unrealistisch ist. Sie schauen aber trotzdem beide ganz gern James Bond mit uns und meine Mutter fand Legolas schon immer total gut aussehend und hat deswegen sogar Herr der Ringe durchgehalten) und solche Diskussionen bloß ins Leere laufen. Vielleicht ist da ja auch was dran, dass man sich nicht so sehr auf fiktiv Welten fixieren sollte, bloß, für mich macht das auch keinen Unterschied, ob man sich auf Fantasien in der realen Welt fixiert oder in einer anderen Welt und wenn ein bisschen Magie drin vorkommt, kann man doch viel schneller unterscheiden, ob etwas real ist, oder? Aber ich schweife ab.

Ich weiß jedenfalls, dass mein Vater zwar schon Jahrelang den "Hobbit" und den "Herr der Ringe" in seinem Regal stehen hatte, aber nie wirklich weit gekommen ist, genausowenig wie meine Mutter bei Harry Potter weiterkam. Und dann sagen die Leute, die nie irgendetwas Fantastisches lesen, dass man da vorsichtig sein muss und sich nicht in fantastischen Welten verlieren darf. Meinetwegen, aber ich persönlich glaube ja, dass sie das sagen, weil sie noch viel mehr Probleme haben, mit Realität und Fiktion umzugehen.

Sunday, August 16, 2015

Mein allererster Manga: "Death Note 1"- Tsugumi Ohba und Takeshi Obata

Das ist der erste richtige Manga, den ich in meinem Leben gelesen habe. Oder überhaupt der erste Manga, wie man's nimmt. Ihr könnt euch denken, dass ich mich mit Mangas nicht so auskenne, meine Mutter ist Chinesin und hat mich eigentlich ziemlich zuverlässig von allem was aus Japan kommt ferngehalten... so viel also zu interkultureller Offenheit und Kompetenz.

Ich muss also erstmal dem Geschmack meiner kleinen Bibliotheksfreundin vertrauen, denn ich habe absolut keine Ahnung, wie Death Note im Vergleich anderen Mangas ist und was jetzt an diesem Manga speziell und was typisch ist und wie er überhaupt im Vergleich zu anderen Mangas steht. Ich musste ja nochmal nachgucken, wie denn überhaupt der Zeichner heißt, den Namen konnte ich mir nicht merken. Und ich habe das Buch natürlich erstmal vom falschen Ende her (also von Links) gelesen, obwohl eigentlich jeder Bescheid weiß, nur wenn man das Ding in der Hand hält, macht man den Fehler dann doch. Also lassen wir den Teil weg und springen gleich zu Handlung, Stimmung und wie ich die Zeichnung rein ästhetisch betrachtet fand.

Thursday, August 13, 2015

"Das Geheimnis von Bahnsteig 13" -Eva Ibbotsen (Und J.K. Rowlings kleines Nicht-Geheimnis)

Dass der Bahnhof King's Cross in London etwas besonderes auf sich hat, das wisst ihr ja schon (zumindest diejenigen die Harry Potter gelesen haben und das sind ja nicht wenige, oder?). Wusstet ihr aber auch, dass sich alle neun Jahr auf der Herrentoilette von Bahnsteig 13 ein Gügel in eine andere Welt öffnet? Und kommt euch das nicht auch bekannt vor?
Falls ja: Es ist kein wirkliches Geheimnis, dass dieses Buch eine der wichtigsten Inspirationen für J.K. Rowling war, Harry Potter zu schreiben. Es wurde etwa drei Jahre vor Harry Potter geschrieben.

Wegen der deftigen Parallelen ist es auch richtig schwer, irgendetwas über die Handlung preizugeben, ohne gleich heftig zu spoilern. Aus kleinen Details lässt sich eigentlich schon ziemlich gut die Handlung vorhersagen... Interessant, wie viel J.K. Rowling einfach übernommen hat und wie wenig es trotzdem stört, weil die Geschichte letztendlich doch irgendwie anders ist.

Es öffnet sich also alle neun Jahre der Gügel, der auf eine Zauberinsel führt, genau neun Tag lang. Einmal wird dabei allerdings der kleine Königssohn der Insel entführt (der gerade mal ein Jahr alt ist) und erst neun Jahre später kann man ein Rettungsteam in unsere Welt schicken, um den Prinzen zurückzuholen. Dabei stellt sich aber vieles gleich komplett anders dar, als es wirklich ist und eigentlich ist alles sehr verwirrend und täuschend, allerdings sind die Wendungen und Spannungsbögen in diesem Buch leider schon vorhersehbar, wenn man Harry Potter gelesen hat. Zu viele Ähnlichkeiten. Man kann ziemlich gut herauslesen, was alles aus diesem Buch stammt. Wobei eigentlich die gesamte gröbere Handlung von diesem Buch bei Harry Potter nur den Ausgangspunkt der Geschichte darstellt.

Wednesday, August 12, 2015

Viele Worte im Kopf...

...aber keine Zeit und nicht mal die Erlaubnis dazu, sie aufzuschreiben >.<
Nur so viel, ich fahre in einer Stunde zum Bahnhof und von dort über Stuttgart nach Frankfurt zum Flughafen. Ich lasse ziemlich viel unvollständig zurück. Wundert euch nicht, wenn in den nächsten Wochen trotzdem Posts kommen; ich hab mal ein bisschen mit der "Planen"-Funktion rumgespielt. Ich kann auch keine Kommentare beantworten und jede Menge Dinge, die ich erledigen wollte, sind untergegangen.

Tschau Leute, eure Mulan, überhaupt nicht überschwänglich.

Friday, August 07, 2015

Warteschleife

Eigentlich ist das Leben, was Schreiben betrifft, ziemlich gemein. Entweder man hat nichts interessantes zu erzählen. Oder man hat keine Zeit, irgendetwas aufzuschreiben, weil gerade so viele verrückte und interessante Sachen passieren. Und wenn man mal Zeit hat und sich denkt, man könnte ja endlich mal all das aufschreiben, das einem im Kopf rumgeht, dann kommt es einem schon so vergangen und verblasst vor und man vertrödelt seine viele freie Zeit doch wieder nur, obwohl man sie doch in Massen hätte. Genau so geht es mir gerade. Vor ein paar Tagen war ich voll von Worten, die nur darauf warteten, rauszukommen, aber jetzt fällt es mir ziemlich schwer, alles zusammenzufassen und zu entscheiden, was davon zu banal ist und was wirklih wichtig.

Ich war ja diesen Sommer ziemlich pessimistisch. Ich hatte ja noch den Sommer letztes Jahr in Erinnerung, der sich ziemlich exakt bis in die erste Ferienwoche hinein hielt und danach fünf Wochen lang trüb war. So, dass zwar ab und zu sogar die Sonne zwischen den Wolken hervorschien, aber man schon so eingeschlafen war, dass man nicht mehr rausgehen wollte. Da war ich fast den ganzen Sommer zu Hause und habe keine einzige Zeile an wichtigen Dingen aufgeschrieben. Ich hatte viel zu viel Zeit. Und jetzt habe ich diesen Sommer, der so heiß ist, dass man eigentlich nur noch schwimmen gehen oder in die Buchhandlung gehen kann, Spaziergänge und kleine Radtouren aber definitiv nicht drin sind. Es ist so heiß, dass man sich schon verbrannt fühlt, wenn man nur kurz rausgeht. Eigentlich warte ich nur noch auf nächsten Mittwoch. Wenn ich nach Paraguay fliege.

Vor den Ferien hatte ich noch riesigen Druck. Es ging darum, dass ich noch neben der Schule ein Podiumsdiskussion zu den Themen G7-Gipfel, TTIP und Flüchtlinge mitorganisiert habe. Bei der ich das Flüchtlingsthema moderiert habe. Mit drei Bundestagsabgeordneten. Heißt also, dass ich tatsächlich mit einem bayrischen SPD-Politiker und dem CDU-Abgeordneten ds Wahlkreises in dem ich wohne diskutiert habe. Im Nachhinein kommt mir das total verrückt und unwahrscheinlich vor und wenn ich daran denke, klopft mir wieder ziemlich das Herz. Aber ich habe es tatsächlich gemacht und die Podiumsdiskussion hat wirklich ziemlich Raum in meinem Leben eingenommen. Jetzt bin ich plötzlich so frei und habe mehr Zeit als ich brauche. Das einzige, was ich momentan tue, ist lesen, essen, schlafen und mich ab und zu mal an den PC zu setzen. Heute war ich schwimmen und Dienstag und Mittwoch war mein Vater mit mir auf dem Verkehrsübungsplatz, schon mal ein bisschen Autofahren lernen. Momentan kann ich nicht richtig kuppeln und am Dienstag war das Lenken mit Kurbeln und umgreifen und wasweißich noch die reinste Katastrophe. Aber ich habe mir fest in den Kopf gesetzt, dass ich eines Tages perfekt rückwärts, seitwärts und himmelwärts einparken kann, damit mein künftiger Ehemann richtig Angst vor mir hat. Aber ansonsten warte ich nur noch darauf, dass der nächste Mittwoch kommt, da fliege ich nämlich nach Paraguay. Wo es wahrscheinlich momentan, da es auf der Südhalbkugel liegt, sogar etwas kühler ist als bei uns :D aber trotz "Winter" im Durchschnitt 18°C hat.

Also, eigentlich passiert momentan total viel. Aber es ist nicht genug Zeit, um die Dinge zu tun, die ich wirklich tun will. Wie das in einer Warteschleife eben so ist.