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Thursday, September 25, 2014

4 Mein Lieblingslehrer, Herr F.

Mein Lieblingslehrer ist mein Physiklehrer, Herr F. Er macht immer auf höchst seriöse Weise Unterricht, indem er uns erzählt, wie er in seiner Jugend Drogen geraucht hat, von seiner Frau und Kindern und was er sonst noch tolles in seinem Leben angestellt hat. Gleichzeitig schafft er es, trotz allem (wenn auch... dürftig) Unterrricht zu machen und uns etwas beizubringen, so, dass wir alles verstehen und nichts vergessen (Alles ist mit einer Geschichte aus seinem Leben verbunden.)
Da gibt es sehr viel, vermutlich könnte man endlos über Herr F erzählen, ebenso wie Herr F endlose, aber unterhaltsame Abschweifungen in den Unterricht einbaut. Beispielsweis über seine Faszination über den "Darwin-Award" für den dümmsten Tod des Jahres und er erzählt immer von Leuten, die er für geeignete Kandidaten hält. So beispielsweise von einem Ehepaar, das an einer Klippe über das Geländer stieg, um dort ein Selfie zu machen, und das dann zu weit rückwärts ging und dabei in die Tiefe stürzte, sodass die beiden Kinder nun Waisen sind. Höchst amüsant, ebenso wie der Tod eines Mannes, der eines Tages beschloss, nicht mehr von der Toilette aufzustehen, dabei an der Toilette festwuchs und schließlich vermutlich an mehreren Faktoren, wie beispielsweise Maden, die sich in seinem lebenden Fleisch am Hintern eingenistet hatten, Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Schäden starb.
Am meisten faszinieren besagten Herr F außerdem Jugendliche, die so dumm sind, auf Kesselwagen oder an Stromleitungen hochzuklettern und dabei an den Stromschlägen sterben. Schließlich hätten die spätestens in Physik lernen können, dass das gefährlich ist! Darum fordert er auch immer höchste Kondensation in seinem Unterricht.
Außerdem sind seine schlimmsten Albträume Schüler, die nicht rechnen können. Letztes Jahr war er nicht nur für Physik, sondern auch für Mathematik verantwortlich und wenn man Klassenkameraden hat, die wortwörtlich den Satz: "Sechs plus drei ist doch Sieben?" zum besten geben, wundere ich mich auch nicht mehr darüber.
Nebenbei unterrichtet auch innerhalb des Schulfachs NwT (Naturwissenschaft und Technik) Astronomie (nicht zu verwechseln mit Astrologie) und jeder Planet und jede Sonne wird gerne als "Eumel" bezeichnet. Hat außerdem die Angewohnheit, Abkürzungen wie Bsp. und usw. so auszusprechen, wie sie geschrieben werden.

Herr Fs Spruchblödeleien

  • "Ich bin nicht nachtragend. Nach 'nem halben Jahr höre ich auf"
  • "Als mein erster Schreibtisch voll war, habe ich mir einen zweiten gekauft"
  • "Das war im Prinzip die Archidee des Archimedes"
  • (Während er ein Klötzchen Blei in der Hand hält): "Das ist Blei. Das sollte man nicht anfassen."
  • "Lehrer sind eigentlich Drogendealer"
  • "Hier im Raum gibt's nur einen Mann. Alles andere sind Buben."
Und er hat wirklich Humor. Das bestätigte mich erst heute mal wieder ein Erlebnis in Herr Fs Physikunterricht, als er meinte: "Ich bin eine ganz seriöse Persönlichkeit. Wenn man die ganzen unseriösen Teile meiner Persönlichkeit weglässt, bin ich eine ganz seriöse Person."
Ich erwiderte spontan (bei Herr F habe ich was solche Sätze angeht einfach keine Hemmschwelle mehr): "Dann müssen sie aber eine ziemlich kleine Persönlichkeit sein."
Er nahm es mit Humor. Es war auch gar nichts besonderes, dass er es mit Humor nahm. Denn er hatte den ersten Satz selber nicht ernstgemeint (denn der erste Satz war einer seiner hochseriösen Sätze) und die ganze Klasse brach dabei in Lachen aus. Eine ganz normale Situation Herr Fs Unterricht und auch wenn man leider nicht das lernt, was man lernen sollte, ist Herr F mein Lieblingslehrer. Die Welt braucht mehr Menschen wie ihn.

Wednesday, September 24, 2014

2 Tanzkurs

Jetzte bin ich ja in der zehnten Klasse (Meine Güte! In der Zehnten! Wie jedes Jahr muss ich mich erst mal dran gewöhnen, dass ich jetzt eine Klasse höher bin...
Und das heißt: Der Tanzkurs steht an. Ich habe mich zwar letztes Jahr angemeldet, aber abgesehen davon, dass die Tanzschule mich erstmal fälschlicherweise als Jungen deklariert hatte, musste ich mir nicht weiter Gedanken um den Tanzkurs machen. Bis jetzt. Bis mir in den letzten Tagen klar wurde, dass ich doch irgendwie einen Tanzpartner brauche. Meine Mutter macht mir seit Schulbeginn schon die ganze Zeit Stress, dass ich doch einen Tanzpartner brauche, dass ich doch einen Tanzpartner brauche, dass ich doch einen Tanzpartner brauche... heute war also die erste Tanzstunde und ich ging eben hin, ohne mir Sorgen zu machen. Und meine Mutter hatte sich auch echt zu viel Stress gemacht, denn es gab genügend Jungs die auch keine Tanzpartnerin hatte und ich bekam sogar einen zugeteilt, der letztes Jahr schon im Tanzkurs war und somit nicht so ein mieses Rhythmusgefühl hatte wie einige andere. Das war zwar nur für diese eine Tanzstunde, aber es war nicht so schlimm wie ich gedacht hatte. Im Gegenteil, dadurch dass ich vom Ballett her und er vom letzten Tanzkurs, also wir beide ein gutes Rhythmusgefühl und auch in der Lage waren, ein paar Schritte zu gehen, die mal nicht nur geradeaus waren, war es ganz okay mit ihm zu tanzen (Ich weiß nicht mal seinen Namen.)
Später habe ich dann einen, den ich von Kolping her kannte und der eigentlich nur zum zugucken kam, aber am Ende ganz alleine dasaß und wahrscheinlich am liebsten mitgemacht hätte, so wie er zugeguckt hat, gefragt, ob er vielleicht mein Tanzpartner wird. Er wird wahrscheinlich erstmal vorläufig eine ausgemachte Katastrophe sein, denn er kann nicht tanzen, aber der Sinn eines Tanzkurses ist es ja, das tanzen zu erlernen... egal, ich werde sehen wie es wird, mit ihm zu tanzen.
Puh, dabei war es doch mit dem Fremden Jungen ganz nett (abgesehen davon, dass er mir ständig seinen Atem ins Gesicht gepustet hat. Habe ich vermutlich auch getan, denn beim Tanzen kommt man ziemlich ins Schwitzen und Schnaufen, aber trotzdem.) Ich glaube allerdings noch lange nicht, dass die ganze Angelegenheit wirklich fruchtbar kompliziert ist. In ein paar Wochen hat sich alles eingerenkt und dann ist alles schon in Ordnung. :)
Tanzen ist bis jetzt ziemlich einfach, wir haben heute die Grundschritte imm Cha Cha Cha (Wie schreibt man das eigentlich?) im Walzer und im Discofox gemacht und ich hatte wirklich keine größeren Schwierigkeiten, mit den Schritten zurechtzukommen. Bis jetzt ist alles pipifax für mich. :)
Habt noch einen gute Nacht und auf wiedersehen!

Wednesday, September 17, 2014

2 Zweiter Schultag, Dritter Schultag und eine kleine Ergänzung zum ersten Schultag

Eigentlich wollte ich einen Teil dieses Beitrags schon vorgestern bringen. Und diesen Beitrag im speziellen gestern. Aber vielleicht lest ihr einfach selbst:

(Dienstagabend, kurz vor Neun)
Grr. Ich sollte endlich mal etwas beichten, das ich ziemlich lange unterm Tisch gehalten habe.

Ich habe nämlich meine Eltern selber gebeten, bei mir eine Kindersicherung für's Internet einzustellen. Einfach, weil ich sonst nicht dazu komme, Nachts zu schlafen, oder einfach zu merken, wie lange ich eigentlich schon am PC war. Und auch wenn es inzwischen ziemlich nervig ist, da ich nur die Zeit bis um Neun Uhr zur Verfügung habe, um meinen Blog zu betreiben, funktioniert es recht gut. Nur leider hatte ich gestern das kleine Problem, dass ich noch gar nicht fertig war, als  es schon neun war. Trotzdem habe ich dann den Beitrag erstmal rausgehauen, denn nur am ersten Schultag kann man über den ersten Schultag berichten (Es sei denn, man macht einen Wochenbericht, aber das wäre zu viel auf einmal gewesen und hätte nie funktioniert.)

Also habe ich heute aber gemerkt, dass einiges von dem, was ich berichten wollte, in dem Beitrag von gestern fehlt. Also haue ich jetzt, etwas zwanzig Minuten vor Neun Uhr und bevor meine Mutter mich zum Zähneputzen schickt (ja, ich schäme mich nicht dafür) noch einen Artikel raus. Hoffen wir mal, dass ich innerhalb von zwanzig Minuten etwas ordentliches zusammenkrampfe.

Was mir gestern vor allem wohl gefehlt hat, war wohl Organisation. Ich habe angesichts meines Kurzurlaubs im Allgäu ;-) total verpennt, irgendwie Tinte für meinen Füller und ein Hausaufgabenheft zu kaufen. Das mit dem Füller war schon die ganzen Sommerferien ein von mir selbst konsequent ignoriertes Problem, aber in der Schule kann man anders als bei Notizen nicht einfach einen Bleistift nehmen und ohne Hausaufgabenheft fühle ich mich total verplant. Erst als ich gestern am Nachmittag in Schreibwarenladen stand und die wichtigsten Schulsachen schon hatte, insbesondere mein geliebtes Hausaufgaben-Häfft (Ich mache hier schamlos Werbung, denn für Häfft muss man sich nicht schämen) und da fühlte sich der erste Schultag einfach großartig an. Da war ich selig, denn ich hatte aufheiternden Dummsinn, Organisation und jede Menge frisches Papier, das nun vollgekritzelt werden darf (Es kann schon passieren, dass ich in meinen Schulheften nebenbei noch irgendwelche anderen Geschichten unterbringe)

Was die Lehrer angeht, bringe ich wohl noch einen ausführlicheren Artikel, jeder Lehrer wird hier einen Ehrenplatz bekommen, besonders mein Lieblingslehrer Herr F.

(Ab diesem Moment weiß ich, dass ich es nicht mehr schaffe, den Artikel beizeiten zu Ende zu schreiben, weil ich mich schon viel zu sehr von Mira Bluhm und Julie habe ablenken lassen. Aber ich schreibe einfach weiter, jetzt im Editor)
Heute war eigentlich nichts besonderes. Ich war wieder etwas müde und zerstreut von der durchlesenen Nacht und die meisten Fächer knüpfen beinahe nahtlos an das letzte Schuljahr an, was mich im Gegensatz zu einigen meiner Klassenkameraden nicht so sehr stört, da es beruhigend ist, angesichts der Änderungen, die inzwischen eingetreten sind. In den meisten Fächern sitze ich allein oder ich saß in den letzten Jahren nicht mit ihr zusammen, aber in Latein saß ich neben meiner Freundin, die jetzt aber für ein Jahr in den USA ist und nun ist sie eben weg. Und ohne sie ist es furchtbar einsam. Klar, ich habe noch andere. Aber sie war eine ganz besondere, das sage ich ganz offen und ohne sie fehlt hier was.
Ballettraining war heute endlich mal eine weitere Routine, die gefehlt hat und die ich vermisst habe (Ja, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, auch wenn er sich an alles gewöhnt, aber er ist ein Gewohnheitstier, der auf Veränderungen reagiert...) und da war es wirklich mal gut, dass ich mich ein wenig bewegen konnte, ein wenig schwitzen (Ballett ist anstrengend. Allen Leuten, die Ballet für Kinderkram halten und sich Ballerinas in rosa Tutus vorstellen empfehle ich eine Balletstunde bei meiner Lehrerin. Ballett ist kein Barbiefilm und unsere Trikots und Schläppchen sind im übrigen Schwarz. Da kriegt man nämlich die Schweißflecken besser raus) und am Ende einfach mal den Kreislauf in Schwung bringen konnte, denn das fehlt mir in den Ferien am meisten von allem. Wie es morgen wird? Da wird morgen nachgetragen. Und dann hoffentlich endlich mal veröffentlicht ;-)

(Mittwochnachtmittag, verschwitzt, war gerade in der Stadt im Schreibwarenladen und habe außerdem eine erstaunliche Entdeckung gemacht, aber davon später)
Durch die Schule geschlafwandelt...
Heute bin ich am morgen total durch die Schule geschlafwandelt, ich musste mich ständig strecken und recken und gähnen damit ich überhaupt wach blieb. Dafür, dass ich kaum noch konnte, habe ich mich aber wacker durch den Schultag geschlagen :) Allerdings sollte ich endlich mal die Info in mein Gehirn prügeln, dass es nicht klug ist, bis Mitternacht aufzubleiben, weil man da unter Garantie noch eine ganze Stunde bleibt, bis man überhaupt einschläft. (Seltsam, ich bin trotzdem um 5:30 aufgewacht. Wie ich das geschafft habe ist mir selbst ein Rätsel.) Ein kurzer Schultag und ich fühle mich immer noch alleingelassen. Ohne etwas erwähnenswertes. Zu Lehrern jeglicher Art schreibe ich vielleicht einen Extrapost für jeden Lehrer. :)
Heute vorm Schreibwarenladen habe ich eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Es gibt da nämlich so eine ältere Frau, die oft bei uns an der Schule vorbeiläuft und sich dann immer beklagt, dass die Schüler so unhöflich sind, obwohl sie sich selbst ständig unter aller Sau benimmt. Jedenfalls, sie motzt ständig Schüler an, und natürlich machen sich manche Schüler auch einen Spaß drauß. Deshalb habe ich immer gemischte Gefühle, wenn sie mal wieder total unhöflich ist, weil ich vermute, dass sie einfach geistig nicht mehr ganz fit ist und es unverdient ist, wenn sich meine Mitschüler über sie aufregen.
Heute kam ich in der Stadt an ihr vorbei und begrüßte sie mit einem "Hallo". Ich weiß eigentlich, dass an nie höflich genug für die Frau ist. Sie regt sich immer auf. Und so war es wieder. Sie murmelte abfällig "Hallo" und "Was soll ich mit Hallo" und blickte düster umher.

(Um viertel vor acht mit zittrigen Fingern, weil es schon wieder so spät ist)
"Guten Tag noch" sagte ich und hob die Hand. Da erstrahlte das Gesicht der Frau plötzlich und sie lächelte mich an.
"Guten Tag." sagte sie und war plötzlich ganz zufrieden und mir wurde klar, dass alles, was die Frau vermutlich irgendwo in ihren verqueren Gedanken stört die moderne Sprache war. Sodass ihr Hallo schon zu unhöflich erscheint, so wie ich auch nicht "Hi" zu meiner Oma sagen würde (okay, andere als ich vielleicht schon, aber ich nicht.)
Interessant, oder? Da denkt man, die ist doch besheuert und dann ist alles was sie braucht ein "Guten Tag" statt einem "Hallo". Schräg.

Und hiermit lasse ich endlich mal meine Post los... Und morgen muss ich endlich mal eine Rezi zu Ende kriegen. Macht's gut Leute :)

Monday, September 15, 2014

1 Erster Schultag -ein Rückblick

So jetzt schreibe ich hier also mal meinen ersten Beitrag der wirklich von Schule handelt.
Erster Schultag, gut, schlecht? Konnte ich erstmal nicht sagen. Irgendwie hatte ich die Depression des ersten Schultags, genau wie letztes Jahr. Ich freue mich immer auf den ersten Schultag, aber er beginnt immer erst mit einer Stinkbombe, bevor er besser wird. Erstmal sitze ich ziemlich allein. Zuerst saß eine, die sitzengeblieben ist neben mir (das sage ich ohne Bewertung, einfach als Fakt, um sie nicht groß beschreiben zu müssen) dann zog auch sie weg und ich sitze jetzt allein in der zweiten Reihe. Mein Gott, ich glaube, morgen ziehe ich ohne Vorankündigung vorne in die erste Reihe auf den einsamen leeren Platz. Wenn schon einsamer Streber, dann bitte richtig. Ich habe zwar Freunde, aber der Haken ist, dass ich nicht in der letzten Reihe sitzen will. Ich möchte schon gerne einen Platz mit guter Aussicht, an dem man den Lehrer sieht. Dass man mich dort bei meinen heimlichen Schreibereien oder beim Lesen unterm Tisch erwischen könnte? Das ist mir egal. Bei den meisten Lehrern, die darauf achten, ob man nebenher noch was macht, macht mir der Unterricht auch Spaß, deshalb spielt das für mich eine untergeordnete Rolle. Es gibt wenige Fächer, die ich wirklich hasse. Selbst an Mathe (und das will schon was heißen) kann ich noch etwas gutes finden.
Wie gesagt, das hier ist die Schule aus der Sicht einer Streberin, deshalb kann das hier durchaus andere Ansichte enthalten als die üblichen "Die doofe, doofe Schule-Meinungen". Verrückt? Klar.
Was mich am Vormittag noch am meisten gefreut hat war die Bücherausgabe. Jep. Nein, es ist nicht der Geruch von Büchern. Kommt mir bloß nicht mit der Scheiße. Der Geruch von Büchern ist ziemlich irrelevant für mich. Ich interessiere mich schlichtweg für ihren Inhalt. Für Geschichte, Deutsch, Englisch, Latein Chemie egal was. Der Inhalt ist toll.