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Wednesday, October 08, 2014

2 Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #4

Die Männer mit den Maschinengewehren kreisten uns regelrecht ein, aber ich blieb ruhig stehen.
"Ich bin Konsulin Mulan." sagte ich
Der Anführer der Männer lachte und schüttelte den Kopf.
"Du bist minderjährig, allein, fliegst mit einem Fluggerät, das weit jenseits aller aktuellen technologischen Entwicklungen steht, landest plötzlich hier und behauptest allen ernstes, du wärst Herrscherin irgendeiner Bananenrepublik in der hintersten Ecke der Welt?"
Sie brachten mich
Mir wurde plötzlich klar, dass sie mich nur von außen betrachteten, weil ich eben schon seit der Gründung Lateiniens so aussah wie ich aussah und ich für immer ein fünfzehnjähriges Mädchen bleiben würde. (Zumindest ich, Konsulin Mulan. Meine Schöpferin würde wohl Jahr für Jahr älter werden, aber für mich machte es nicht den geringsten Unterschied, was passierte, ich war eine Figur in der Fantasie. Und ich hatte mehr drauf als die plumpen Typen, die von oben herab auf mich starrten.)
"Mir wurde gesagt, dass es Butterbrezeln geben soll" bemerkte ich
Der Mann starrte mich an. So als hätte noch niemand jemand bei ihm nach Butterbrezeln gefragt. Dabei hatte ich das Recht, das zu fragen. Ich meine, ich war Konsulin Mulan von Lateinien und außerdem eingeladen.
"Schau dich an." sagte der Mann verächtlich. "Ein dummes Mädchen, das glaubt es könne sich einfach irgendwelche Geschichten ausdenken, die dann auch noch geglaubt werden."
Ach ja, mein Aussehen. Natürlich, das war ein Problem. Womöglich musste ich jetzt nachhelfen. Ich änderte mein Äußeres. Mal sehen, was der Mann dazu sagte.
Der Mann starrte mich weiter an, aber ich wusste, dass sich jetzt etwas änderte. Jetzt war er überrascht und völlig überrumpelt.
Ich wünschte ich hätte einen Spiegel, um die Veränderung zu begutachten, die ich bewerkstelligt hatte, aber ich wusste, dass der Mann allen Grund hatte, mich anzustarren. Ich sah jetzt wohl etwa wie dreißig aus.
"Ich bin Konsulin Mulan von Lateinien. Ich nehme an, dass ich erwartet werde?" sagte ich spitz.
Die Männer mit den Maschinengewehren um mich herum zuckten alle zusammen
"Ähm..." der Mann starrte mich an, als wäre ich vom Himmel gefallen. Er sah richtiggehend hilflos aus und fast tat er mir Leid.
Dann bemerkte er Schlumpfinia, die immer noch auf meiner Schulter stand, und für die er offenbar zu blind gewesen war, um sie zu bemerken. Seltsamerweise gewann er gerade jetzt die Fassung wieder.
"Es gab keine Vereinbarung, dass sie anders als alleine kommen würden." sagte er jetzt und ich bemerkt, wie seine Gesichtsmuskeln verrückt spielten, weil er ganz offensichtlich mit Schlumpfinias Existenz haderte.
"Das ist Schlumpfinia Schlau, Mitglied der Schlumpfpartei und Chefredakteurin des Kurierkuriers. Sie vertritt die Opposition meines Landes." bemerkte ich
Himmel ja, eigentlich war Schlumpfinia Schlau so etwas wie meiner Erzfeindin, ber das Gesicht des Mannes, als ich das sagte war einfach so unbezahlbar, dass ich fast Sympathie für die Schlumpfine, die wütend wurde, als der Mann deswegen sie anzustarren begann.
"Starren sie mich etwa an, weil ich blaue Haut habe?" fragte sie ihn scharf
"Nun..ja..." sagte er
"Dann sage ich ihnen mal was: Es ist völlig normal, blaue Haut zu haben und es macht mich nicht zu einem schlechteren Schlumpf als sie. Und wenn sie mich wegen meiner blauen Haut diskriminieren dann können sie mich mal."
"Nun mal langsam, junge Dame." sagte der Mann "ich wollte gar nichts von ihnen."
"Dann starren sie mich nicht so an." schnaubte Schlumpfinia und funkelte ihn an
Ich würde diese Schlümpfe wohl trotz allem nie verstehen können
 
"Ich hätte nicht gedacht, dass sie bereitwillig die Opposition als Begleitung mitnehmen." sagte der Chef der RWE, als ich sein Büro betrat.
"Endlich mal ein Mensch mit Bildung." seufzte ich erleichtert
"Ich bin ein weitgereister Mann." sagte er "ich hatte allerdings eine fünfzehnjährige erwartet."
"Ihre Männer hatten ein reiferes Erscheinungsbild erwartet." erwiderte ich "Stört es sie?"
"Oh, aber nein." sagte der RWE-Chef "Ich finde es ist weit weniger verwirrend als sonst. Möchten sie Kaffee?"
"Ich hätte gerne Butterbrezeln."
"Kommen wir zur eigentlichen Frage zurück: Warum nehmen sie ihre Opposition so bereitwillig mit?" fragte er und musterte Schlumpfinia.
"Starren sie mich nicht so an!" fauchte sie
"Ich tue es nicht freiwillig. Aber behandeln sie die werte Schlumpfine bitte freundlich, ja?" sagte ich
"Selbstverständlich" sagte der RWE Chef

P.S. Inzwischen werden die Verhältnisse in Gundremmingen immer unrealistischer und unrealistischer geschildert und natürlich habe ich keinen Plan mehr, wie es weitergehen soll. Und ja, die Dialoge sind grottig :P

Saturday, September 27, 2014

0 Dominae Canes -die Hunde der Herrin

Trotz der Tatsache, dass Lateinien eine höchst matriarchalische Diktatur ist, besteht die Garde des Konsulnpalasts zu großen Teilen aus Männern. Das liegt daran, dass Mulan und Leia ausschließlich eine Garde von Gestaltwandlern aufgestellt haben, die sich ausgerechnet in Hunde verwandeln können und darum auch oft die "Dominae Canes" genannt werden -die Hunde der Herrin. Da die Hunde oder Wolfsgestalt bei Gestaltwandlern vorwiegend bei Männern und Jungen auftritt ist die Zusammensetzung der Garde entsprechend.
Immerhin gehören zur Führungsriege der Dominae Canes neben dem Rudelführer Dominik und Konsulin Mulans eigenem Bruder Mumian auch eine Hündin, namentlich die schöne Helena. In früheren Zeiten gehörte auch eine Wölfin namens Svenske zu den Dominae Canes, doch aus unbekannten Gründen zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, arbeitete (zumindest wird dies von nicht belegten Quellen berichtet) danach für den Geheimdienst Lateiniens, jedoch zerstritt sie sich schließlich mit der Konsulin und verschwand vollkommen von der Bildfläche, sodass heute nicht mehr bekannt ist, wo sich Svenske aufhält.

Allerdings waren die Aufgaben der Dominae Canes wohl nie sonderlich aufregend. Meist bestehen ihre Aufgaben darin, eindringende Schlümpfe aus dem Konsulnpalast oder aus der Kurie zu vertreiben, Männerdemonstrationen ihrer Schranken zu verweisen. Außerdem sind auf offiziellen Reisen der Konsulinnen immer mindestens zwei Begleiter aus den Reihen der Dominae Canes dabei.

Thursday, September 11, 2014

0 Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #4

Ich schnappte mir also meinen Fluggleiter und entfernte mich diskret aus dem Konsulnpalast. Praktischerweise hatte mein Fluggleiter einen Unsichtbarkeitsschild. Recht nützlich, wenn einem demonstrierende Schlümpfe und Journalisten direkt vor der Haustür auflauern. Die Biester sind zwar winzigklein, aber sie haben es faustdick hinter den Ohren. Leider, und das muss ich ihnen zugutehalten, sind sie schlau. Und sie haben so oft recht! Wenn jemand anderes als ich recht hat, ertrage ich das nicht.
Ich flog in den Norden durch die süßen Provinzen, wo wirklich alles aus Keksen, Schokolade und Zucker ist. Irgendwie hätte ich gerne einen Abstecher gemacht, denn sonst kam ich nicht aus dem Haus, aber schließlich begnügte ich mich damit, kurz am Chocoly zu landen und ein bisschen heiße Schokolade zu trinken. Ich verbrannte mir aber nur dabei die Zunge, weil ich dabei zu hastig trank. Nun würde ich erstmal eine Weile nichts schmecken können. Toll. Dabei hatte ich mich doch schon so auf die Butterbrezeln gefreut, die es in Gundremmingen geben würde!
Wie auch immer, ich war schon bald weiter unterwegs, erreichte das Allgäu, den Bodensee und irgendwann überflog ich die Donau. Allerdings war ich ein bisschen zu weit im Westen, deshalb  musste ich erstmal ein bisschen dem Flusslauf hinunter um Gundremmingen zu finden.
Es machte Spaß, endlich mal draußen zu sein und mir den Wind um die Ohren pfeifen zu lassen, mich frei zu fühlen und endlich mal ein bisschen Spaß zu haben. Ich gab Gas. Es konnte mich ja keiner sehen und solange ich mit keinem Hubschrauber zusammenstieß konnte mir diese Deutschen ja nichts tun.
Dann sah ich das Atomkraftwerk mit seinen beiden riesigen Kühltürmen vor mir aufragen und beschloss, auf den letzten Metern noch einmal richtig Gas zu geben. Ich klappte das Paar Gleitflügel meines Fluggleiters aus und ließ mich im Sturzflug Richtung Atomkraftwerk fallen. Selbst mir machte das immer Angst (Naja. Ich war die einzige, die das jemals tat. Außer mir besaß niemand auf der Welt einen ähnlichen Fluggleiter und wenn Leia dabei war, wollte sie keine Sturzflüge machen. Was mich verwundert, denn sonst hat sie eigentlich keine Höhenangst. Im Gegenteil, ich bin eigentlich diejenige, die in der Höhe zittert.) aber es war der ultimative Kick den ich kriegen konnte. Beinahe ohne Kontrolle und mit jeder Menge Wind in den Haaren sauste ich auf den Boden und riskierte meine Leben. Allein dafür war es eigentlich schon wert, hierherzufliegen. Scheiß auf das Atomkraftwerk.
Plötzlich spürte ich ein heftiges Zwicken am Arm. So heftig, dass ich den Lenker losließ.
"Halt!" schrie eine Stimme "Willst du uns beide umbringen?"
Entgeistert musste ich feststellen, dass ich nicht alleine im Fluggleiter war. Ich hatte einen blinden Passagier. So viel zu Diskretion. Aber wie winzig musste das Wesen sein, das ich dabei hatte? Schließlich war das hier ein kleiner Fluggleiter ohne Verstecke. Ein Zuckerelfe? Ein Zwerg? Unwahrscheinlich.
Ich starrte auf meinen Arm, wo ein kleines blaues Wesen, das laut herumkreischte herumhüpfte, sodass ich eine Weile brauchte um es zu erkennen. Es war eine Schlumpfine.
"Anhalten!" schrie sie "verschlumpft nochmal, anhalten!" dabei wackelte sie derart mit dem Kopf, dass ihr die Mütze beinahe vom Kopf gefallen wäre, hätte sie diese nicht festgehalten.
Ich packte den Lenker wieder und zog an der Bremse. Wir hielten mitten in der Luft.
"So" sagte ich "Darf ich fragen, was der Scheiß soll?"
"Dasselbe würde ich dich gerne fragen" sagte die kleine Schlumpfine. Oh Gott. Sie sagte das so würdevoll, und dabei war sie so niedlich. Das war das Problem mit den Schlümpfen. Sie waren so furchtbar schlumpfig und machten doch einen Riesenärger. Wie Kinder.
"Ähm... warum?" fragte ich "du bist doch der blinde Passagier, oder nicht?" fragte ich
"Und du bist diejenige, die Atomkraftwerke in Neu-Schlumpfhausen bauen will!" schimpfte die Schlumpfine
"So ganz stimmt das aber nicht." bemerkte ich mit gerunzelter Stirn. Ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht lachen zu müssen. Sie sah so süß dabei aus.
"Wozu fährst du nach Gundremmingen? Warum willst du dich mit den Chefs der RWE treffen?" fragte sie
"Sie haben mich eingeladen" sagte ich "und ich interessiere mich für Atommkraftwerke."
"Also willst du welche in Lateinien bauen" stellte sie fest. "du willst einmal mehr Lateinien mit deinen hirnverbrannten Ideen verseuchen und außerdem kümmert es dich
"Hey, jetzt mal langsam. Nur weil ich wissenschaftlich interessiert bin, heißt das noch lange nicht..."
"Das sind doch nur faule Politikerausreden." krakeelte die Schlumpfine und schüttelte den Kopf "selbst wenn sie erst fünfzehn sind und..."
"Es. wird. keine. Atomkraftwerke. in. Lateinien. geben." stieß ich zwischen den Zähnen hervor. "Wie schwer ist das eigentlich zu kapieren?"
Die Schlumpfine verstummte und starrte mich misstrauisch und verächtlich an, als wäre ich die schwerste Verbrecherin auf der Welt.
Unbelehrbar dachte ich wie der Rest der ganzen Schlumpfheit
Schlümpfe waren so ziemlich das nervigste Problem das man als Konsulin von Lateinien hatte. Sie wollten immer jede Kleinigkeit in meiner Regierungstätigkeit als Verbrechen hinstellen und witterten hinter allem Verschwörungen.
"Wer bist du eigentlich? Hmm?" fragte ich. Ich bemerkte dabei, dass ich schon fast anfing, mit der Schlumpfine wie mit einem kleinen Kind zu reden. Dabei ware die meisten Schlümpfe ziemlich alt. Was man ihnen nur nicht anmerkte.
"Ich bin Schlumpfinia Schlau" sagte die Schlumpfine
Ach du Scheiße. Ich hatte die Chefredakteurin des Schlumpfblatts höchspersönlich vor mir. Quasi meine politische Erzfeindin. Nun ja, es gab in Lateinien keine Opposition, dafür gab es eigentlich nur das Schlumpfblatt. Das ich eigentlich verboten hatte. Rein theoretisch war Schlumpfinia Schlau also gerade politisch verhaftet. Naja, soweit man davon reden konnte, dass es in Lateinien politische Haft gab. In Lateinien gab es keine Gefängnisse.
"Was willst du jetzt machen? " fragte ich "wolltest du mitkommen? Wolltest du mich davon abhalten, nach Gundremmingen zu gehen?"
"Ich wollte heimlich mitkommen." bemerkte Schlumpfinia ohne zu zögern "aber du wolltest ja einen Selbstmordversuch begehen."
"Ich hatte den Fluggleiter fest im Griff" sagte ich "kann es sein, dass ihr Schlümpfe einfach kein Risiko mögt?"
"Ich habe nichts gegen Risiko, aber ich suche es nicht" sagte sie "was du tust ist hochgradig fahrlässig."
"Nun, ich würde es nicht als fahrlässig bezeichnen" gab ich zurück "ich finde, nur wer wagt, gewinnt"
"Politiker sollten kein Risiko mögen" sagte Schlumpfinia Schlau
"Und Schlümpfe sollten keine Politik machen" entgegnete ich
Da wurde Schlumpfinia dunkelblau. Ja, es war genauso. Sie wurde dunkelblau und wütend.
"Das sagt genau die richtige" stieß sie zornig hervor
Ich seufzte und löste endlich die Bremse. Ich würde am Ende noch zu spät ankommen und dann würde man mir keine Führung mehr im Atomkraftwerk gewähren.
"Du wirst doch nicht etwa...?" fragte Schlumpfinia ohne den Satz zu beenden und als wäre es glasklar was sie meinte. Sie sprang mit einem Satz von meinem Arm auf das Steuerpult des Fluggleiters. Mann, wenn ich eine solche Sprungkraft hätte.
Dabei flogen wir noch gar nicht so schnell
"Ich werde das Atomkraftwerk besuchen und keinen Selbstmordversuch begehen." sagte ich "wenn du vorher aussteigen willst, kann ich dich ja fallen lassen." Ich war mir selber nicht mal sicher, ob ich letzteres ernst meinte oder nicht. Denn einerseits verspürte ich den Drang, sie hinunterzuwerfen, andererseits könnte es auch als Scherz gemeint sein.
"Ich komme mit" sagte Schlumpfinia "ich werde als Vertreterin der Schlumpfpartei und der Opposition dabei sein."
"Es gibt in Lateinien keine Opposition" bemerkte ich
"Die Schlumpfpartei" sagte Schlumpfinia
Ich hatte eigentlich keine große Lust, mit ihr zu streiten, als zuckte ich mit den Achseln und fuhr los. Dann würde ich endlich mal an dem verdammten Atomkraftwerk ankommen.
Ich landete sanft hinter dem Stacheldrahtbewehrten und Kameraüberwachten Zaun im Gras. Das Gras war platt gemäht und ich sah keine einzige Blume oder Biene darauf. Wald- und Wiesenfreunde waren die Leute hier demnach nicht.
Auf einmal gab es einen mordsmäßigen Lärm und von allen Seiten stürmten Männer mit Gewehren und Uniformen auf mich zu.
"Was willst'n du hier, hä?" fragte mich einer der Männer und musterte mich und meinen Fluggleiter. Schlumpfinia, die jetzt auf meiner Schulter hockte bemerkte er offenbar nicht

Monday, September 01, 2014

0 Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1

Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #1
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #2
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #3
Die RWE will Atomkraftwerke in Lateinien bauen #4
Neulich saß ich allein im Büro in der Kurie. Naja, ich sitze fast immer alleine dort, weil Leia zu faul für den Papierkram ist. Sie testet Pizzasorten während ich hier die Regierung von Lateinien machen muss. In der Hinsicht eine lästige Aufgabe, dass ich mir schon überlege, ob ich mir nicht doch eine Sekretärin anschaffen sollte. Am besten hol ich mir C3PO, der beherrscht ja das rumjammern so gut, aber Leia ist irgendwie dagegen, sie meint aus irgendeinem Grund, dass sie ihm das Leben schuldig ist und er außerdem nicht als Sekretärin geeignet ist. Dabei hat das Profiling sogar bewiesen, dass wir beide 100% Klugscheißer und 100% Besserwisser waren und somt ideal zusammenpassten. Leia wollte trotzdem nix davon wissen, sie murmelte irgendwas von "Wenn die beiden auch noch zusammen..." Was sie dami wohl gemeint haben könnte?
Nun ja, ich erledigte also den Papierkram, den man so hat, wenn man Lateinien regiert und fand unter den vielen Briefen (zwischen der Fanpost und den Abrechnungen meiner Censorin die mir mal wieder den Geldhahn abdrehen wollte) eine Einladung der RWE:

Liebe Konsulinnen,
Wir haben die Entwicklung ihres kleinen Landes mit größtem Interesse beobachtet und möchten anfragen, ob sie Interesse an Klimaschonender Kernkraft hätten. Darum wollen wir sie einladen unser Kernkraftwerk Gundremmingen zu besichtigen. Die Anreise bezahlen wir natürlich für sie, ebenfalls stellen wir ihnen Getränke und Butterbrezeln zur Verfügung.

ihre KGG & RWE

Also habe ich erst mal bei Leia angeklopft, weil ich sie fragen wollte, ob wir die Einladung annehmen sollten. Sie hat so eine Rieseloft in der Kurie anbauen lassen, damit sie dort, wenn sie mal hier in Jungingen-Schloppfingen ist, ihr großes Restaurant aufbauen kann. Sie nennt es ihr "Testlabor", aber es ist im Prinzip ihr großes Restaurant, in dem sie (sehr zum Leid unserer Angestellten) die Zeit verbringt, alle möglichen Sachen zu essen und dann zu entscheiden, ob es in Lateinien verboten oder ins öffentliche Speisenregister der ausdrücklich erlaubten Speisen kommt. Wenigstens wird in Lateinien viel wert auf Verbraucherschutz gelegt.
Es war mal wieder der helle Wahnsinn, wenn man nur durch die Tür von Leia Privatrestaurant trat. Schon die wilden Gerüche, die leeren Verpackungen die auf dem Boden herumlagen und nicht zuletzt die herumrennenden Zwerge, die Leia angestellt hatte, um sie dort zu bedienen reichten aus, um einen vom einen Moment auf den anderen in den Wahnsinn zu treiben (Falls man nicht schon wahnsinnig war)
Jedes Kind, das davon träumt, einmal ins Schlaraffenland zu reisen, wäre auch hier entzückt gewesen. Es gab lange Tischreihen, auf denen sich alle möglichen Speisen türmten, vom feinsten Gourmetmenü bis zum trashigsten Fast Food der Welt, Pizzakartons lagen auf dem Boden, in Eintracht mit Kaviardosen und Tellern voll von selbstgekochten vegetarischen Speisen (man sollte allerdings erwähnen, dass Leia nicht selbst kochte. Und dass Kaviar in der Regel auf der verbotenen Liste landete) Dazwischen hasteten die kleinen Zwerge in Kellnerschürzen und Kochmützen herum (sie mussten servieren und kochen) und mussten so schnell wie möglich auf Leias Launen reagieren. Genau wie die vielen Zuckerelfen die kreuz und quer durch die Luft schwirrten und Tabletts voller Süßigkeiten balancierten, um auf den kleinsten Fingerzeig Leias sofort zu reagieren. Und inmitten des Getümmels lag Leia auf einer Liege nach römischer Art und genoss ihr Leben.
Ich übertreibe vielleicht ein wenig, aber genau so wirkte es, wenn man ihre Bude betrat, was durch die Höhe der Decke in dem Raum verstärkt wurde.
Warum ich Papierkram machte und Leia sich entspannte? Nun ja, Leia hatte Lateinien erfunden und deshalb gebührten ihr natürlich alle Annehmlichkeiten. Was allerdings auch Leichtsinnigkeit war. Ich hätte dadurch, dass ich es war, die die eigentlichen Regierungsgeschäfte führt, jederzeit einen Putsch gegen Leia veranstalten können. Wär aber natürlich nicht so gut angekommen, deshalb ließ ich es sein. Ich hatte sowieso die Herrschaft über Lateinien, weil Leia ein bisschen zu faul war, um sich darum zu kümmern.
"Willst du meine neueste Kreation probieren?" fragte Leia, als ich auf sie zuging, zwischen dem Dreck und den putzenden Zwergen die darum scharten (Es wurde dort fast immer gleichzeitig beschmutzt und geputzt, so wie ein Zitronenbaum blüht und gleichzeitig Früchte trägt, auch wenn das ein seltsamer Vergleich ist). "Chipsbrötchen."
Sie hielt mir ein sinknormales Brötchen hin. Ich starrte das Brötchen an.
"Onions und Sour Cream Chips." erklärte sie.
"Hör mal, ich mag die Chips, aber ich habe grad keinen Hunger." sagte ich. "was hältst du davon, wenn wir ein Atomkraftwerk besuchen?"
"Wieso das denn?" fragte Leia und runzelte die Stirn
Ich hielt ihr den Brief hin.
"Da" sagte ich.
Leia las ihn, aber schon während ich ihn las, wusste ich, dass sie nicht begeistert war.
"Die Schlumpfpartei wird wieder heftig protestieren." sagte sie "und ich muss dann wieder alles ausbaden, weil du dich ja nie in der Öffentlichkeit zeigen willst"
"Na und?" fragte ich "muss doch keiner erfahren."
Leia seufzte.
"Ich bin auch kein Fan von Atomkraft, aber ich finde ds ganze eben wahnsinnig interessant." sagte ich. "Dir geht es immer nur um Publicity."
Leia seuzfte noch einmal tiefer.
"Wegen deinem verdammten wissenschaftlichen Interesse haben wir ständig die Schlümpfe am Hals." sagte sie.
Die paar Versuche, die ich in meinem Labor durchführte, konnte man doch nicht einmal als wissenschaftlich relevant bezeichnen, oder? Ich meine, natürlich waren sie seltsam und natürich war es nicht normal, dass das Wasser des Shantys sich in heiße Schokolade verwandelt hatte, sodass man ihn nun als den Chocoly kannte, und sicher war es seltsam, dass bei dem Versuch, Schmetterling zu klonen Feen und Zuckerelfen rausgekommen waren, aber das waren doch alles nur Spielereien, oder? Das war kein Grund sich aufzuregen. Die Schlümpfe sollte sich mal nicht so. Und im Gegensatz zu Leia erledigte ich manchmal auch richtige Arbeit.
"Du kümmerst dich auch nie darum." sagte ich. "Wenn es wirklich darum geht nachzudenken machst du nie mit. Selbst unsere Ministerinnen sind da fleißiger. Also jammer nicht rum. Du musst dich ja nicht ständig von der Menge bejubeln lassen."
Mehr musste ich nicht sagen. Die vielen Details, dass sie sich nie darum kümmerte, wenn eigentlich Straßen ausgebessert, Steuern eingetrieben, der Staatshaushalt geplant wurde, die alltägliche Propaganda und so weiter, das alles interessierte sie einfach nicht. Nur wenn mal wieder Feierlichkeiten waren, klinkte sie sich plötzlich ein, denn wenn sie mal nicht bejubelt wurde, bekam sie ihre Depressionen.
Leia sah mich finster an.
"Geh." sagte sie "Geh einfach. Ich halte es nicht aus wenn du da bist."
Also gut. Ich ging. Offenbar wollte sie, dass ich hier das Ruder in die Hand nahm.

Monday, May 05, 2014

0 Der Mittelsee

Der Mittelsee ist der größte See Lateiniens und liegt genau in der Mitte zwischen Lateinien und Französien. Am linken Ufer liegt die lateinische Hauptstadt Jungingen-Schloppfingen, am rechten liegt die französische Hauptstadt Jungingen Jergersheim. Er ist größer als der Bodensee und man kann, wenn man weit genug hinausfährt, nicht mehr das Ufer sehen. Der Mittelsee ist ein Salzsee. Genau wie der Bodensee hat auch der Mittelsee tropisches Klima, darum wachsen an seinen Ufern Palmen an weißen Sandstränden. Es ist so warm, dass in der Gegend um den Mittelsee Bananen, Kakao, Ananase, Kokosnüsse, Zuckerrohr, Limetten und viele andere Früchte angebaut werden, die sonst nur in fernen Ländern wachsen. Leider sind die Lateinier sehr konsumfreudig, sonst müsste man in Deutschland und Österreich längst nicht mehr brasilianischen Zucker kaufen und die EU würde Südzucker nicht so hemmungslos subventionieren.

Der Grund für dieses warme Wetter ist die Tatsache, dass der Mittelsee in Lateinien trotz der Lage in den Alpen unter dem Meeresspiel liegt und somit durch den hohen Luftdruck ein heißes, tropisches Klima ermöglicht. Darum ist es in Lateinien total schwierig, die ringsumliegenden Berge zu besteigen: Sie sind so hoch, dass man im Winter Skifahren kann und da der Mittelsee unter dem Meeresspiegel liegt, ist eine Wanderung vom Mittelsee bis zum höchsten Gipfel in Lateinien, dem Mandirscho Kali die längste und anstrengendste Wanderung mit dem höchsten Höhenunterschied auf der auf der Welt möglich ist.
Viele Lateinier machen gerne Urlaub am Mittelsee, darum ist der Mittelsee in der Urlaubszeit häufig überfüllt und die Strände am Mittelsee stehen im Ruf, stets voller Müll und nicht sonderlich sauber zu sein, was gewöhnlich die Wahrheit ist. Es gibt jedoch einige stille, ruhige Stellen am Mittelsee, unter anderem unbekannte Stellen mit Fels- oder Steinstränden, an denen irgendwie niemand baden will und die mit Stacheldraht eingezäunten Privatstrände von Prinzessin Leia und Mulan.

Da Jungingen-Schloppfingen, die Haupstadt von Lateinien in der Nähe des Mittelsee liegt, wird fälschlicherweise häufig davon ausgegangen, dass sie direkt am Mittelsee liegt und dass es dort Strände gibt, jedoch liegt sie einige Kilometer davon entfernt. Jungingen-Schloppfingen hat allerdings eine Hafenstadt namens Aítso, die direkt am Meer liegt und Lateinien über den Seeweg mit Französien verbindet. Dort liegen auch die berühmten und berüchtigten Privatstrände von Leia und Mulan. Andere berühmte Hafenstädte und Küstenstädte Lateiniens sind Kareloj Murasammek, wo das berühmte Omnideon steht, Seipodon, die Hauptstadt der Fischerei, wo jährlich außerdem mehrere regelmäßige und unregelmäßige Regatten und andere Segelwettbewerbe stattfinden und Waiahi wo es die schönsten Strände von ganz Lateinien gibt.
Dann gibt es noch Städtchen wie Leyhen die zur Ferienzeit auf die zehnfache Größe wachsen, da plötzlich tausende von Touristen an den See strömen.

Tuesday, March 18, 2014

0 Waffelbechereis™

Der berühmte Waffelbecher
Die lateinische Nationalspeise ist das Waffelbechereis, das in dem legendären (zumindest in Lateinien) von Mulan patentierten Waffelbecher serviert wird. Der Waffelbecher ist ein Eisbecher, der aus Waffelteig gebacken wird und stets einen gratis Waffellöffel enthält, der ebenfalls aus Waffelteig besteht.
Diese geniale Kombination von Eiswaffel und Eisbecher entstand durch einen Konflikt zwischen Prinzessin Leia und Mulan, als sie sich stritten, ob Eis im Becher oder Eis in der Waffel das bessere sei und welches nun die Nationalspeise von Lateinien werden solle. Leia vertrat die Ansicht, dass die Waffeln fade und trocken schmeckten und man bei einem Becher das Eis ohne unangenehmen Nebengeschmack genießen könne, während Mulan der Ansicht war, dass Waffeln einfach umweltschonender wären, während Becher unnötigen Müll produzierten.
Waffelbechereis /Cone Cup Ice Cream
 Daraufhin kreierten sie den Waffelbecher nach einem besonderen Rezept, das besser schmeckt, als alle jemals zuvor entstandenen Waffeln. Das lag unter anderem daran, dass Blaumilch von blauen Schafen für die Waffel verwendet wurde und diese dem Waffelbecher ein einzigartiges Aroma verlieh. Der Inhalt des Waffelbechers besteht stets aus drei Kugeln Eis nach original italienischem Rezept(mit Blaumilch) in verschiedenen Sorten.
Waffelbechereis darf in Lateinien nur von den lizensierten Waffelbechereisverkäufern angeboten werden. Anderes Eis ist in Lateinien verboten.

Monday, March 17, 2014

0 Die Lateinische Flagge

Zuerst beschloss Mulan, dass die lateinischen Nationalfarben orange, türkis und blau sein sollten. Also entwarf sie die folgende Flagge:
First of all Mulan decides, that the latinian flag should be orange, turquoise and blue. So she designed the following flag:



Leia gefiel das erst einmal nicht. Sie fand sie erst einmal langweilig, weil sie kein Wappen und nix enthielt, zweitens fand sie, dass die mittlere Farbe hellblau und nicht türkis war, deshalb legte sie Revision ein, Mulan sollte man ein Wappen entwerfen, dann könne man wieder reden. Mulan meinte, man könne die mittlere Farbe ja türkis nennen, auch wenn es eigentlich hellblau wäre, schließlich hieße die schöne gelbe Farbe auf der deutschen Flagge auch Gold. Was das Wappen anging, meinte Leia, sie solle einfach machen, hauptsache mehr als ein paar langweilige Streifen. Auf jeden Fall solle aber eine Leier auf dem Wappen drauf sein. Also kam folgendes Wappen heraus:


Leia hatte schließlich gesagt, sie solle einfach mal machen, also hatte Mulan einfach drauf losgemalt. Die Leier stand für Prinzessin Leia. Weil die sich das gewünscht hatte. Die rosa Blume sollte eine Magnolie sein und stand für Mulan. Und die Federn links und recht standen jeweils für den orangenen Fantasiefüller und für den legendären Pädofüller. Das war auf einem grünen Grund drauf und der stand äh, für die grünen Berghänge von dem nichtexistenten Tal? Der blaue Rahmen stand dann wohl für das Meer, dass alles Land umgibt, oder so ähnlich...
Schließlich kreuzte Mulan das ganze mit der lateinischen Flagge und die endgültige lateinische Flagge war jedenfalls nicht mehr langweilig:


Saturday, February 15, 2014

5 Lateinien, seine Gründungsgeschichte, Verfassung und Religion

Präambel

Lateinien liegt in einem nicht-existierenden Tal in den österreichischen Alpen. Es ist eine konstitutionelle Diktatur mit guten diplomatischen Beziehungen zu Französien. Das nicht-existente Tal, in dem die beiden souveränen  Staaten liegen ist der einzige Ort, an dem sich Gallier und Römer nicht prügeln (darum hat Obelix Hausverbot).

1. Die Gründungsgeschichte der Republik Lateinien


1 In den mystischen Urgründen der Mensa brodelte es schon seit langem. 2 In den Köpfen von Prinzessin Leia (Pardon) und Mulan brodelte es am heftigsten. 3 Das urgewaltige Monster Langeweile war trotz aller Schutzbarrieren aus Fantasie, Kreativität und selbst der vermeintlich unzerstörbaren Durchgeknalltheit in die Köpfe der mystischen Gründer gelangt. 4 Sie kam heimtückisch zur Mittagszeit, mit Hausaufgaben und Vokabeln in der Hinterhand und überfiel Prinzessin Leia und Mulan. 5 Zuerst war es ein verzweifelter Kampf, doch dann griffen Leia und Mulan zu ihren magischem Waffen: der orangene Fantasiefüller mit türkisfarbener Tinte und noch wichtiger, der legendäre Pädofüller der Prinzessin Leia. 6 Sie griffen sich Papier und Tintenpatronen und schufen etwas, von dem Langweile für immer vertrieben werden sollte: Lateinien. 7 Ein Ort an dem Lateinschüler ihre wildesten und genialsten Ideen ausleben sollte. 8 Ein Ort, der in einem nicht-existenten Tal in Österreich liegt. 9 Zuerst schufen sie das Tal mithilfe des magischen Füllers, dann eroberten sie mit dem Pädofüller die Hälfte des Tals, das komischerweise bereits von den Französiern bewohnt war, obwohl es doch gerade erst erschaffen worden war... Die Französier wurden also in den Westen zurückgedrängt. 10 Aus Angst vor Vergeltungsschlägen der Französier bauten sie eine kniehohe Mauer an der Grenze. 11 Die Französische Königin Klaroline aber lachte und sagte, ersten sei die Mauer viel zu niedrig und zweitens sei es den Französiern egal, ob die Lateinier einmal vorbeikamen, schließlich waren sie dankbar, dass Leia und Mulan dieses nicht-existente Tal erschaffen hätten und man wolle mal nicht so sein. 12 Leia und Mulan diskutierten erst einmal heftig. 13 Mulan war dafür, den Französiern erst mal heftig eine zu scheuern, jeden einzelnen und die Königin Klaroline gleich doppelt, dafür dass sie sich überhaupt schon in einem nicht-existenten Tal eingezogen waren, wenn es doch gerade erst erschaffen worden war, aber Leia eklärte, wenn die Französier die Klappe hielten und Lateinien in Ruhe ließen, sei das doch kein Problem. 14 Königin Klaroline die Zweiköpfige meinte, sie habe keine Problem damit, solange die Lateinier die Französier Französier sein ließen, dann würden die Französier die Lateinier Lateinier sein lassen. 15 Da die Mauer nach so kurzer Zeit nunmehr überflüssig wurde, ließen Leia und Königin Klaroline die Mauer von Obelix einreißen, sehr zum Ärger von Mulan, die die Mauer mit eigenem Händen(Und mit ihrem Fantasiefüller) erschaffen hatte. Sie fühlte sich beleidigt, weil sie ihr Werk nicht ausreichend gewürdigt sah. 16 Man einigte sich schließlich darauf, Obelix Hausverbot in dem nichtexistent Tal zu erteilen und nach Gallien zurückzuschicken. 17 Daraufhin fühlte sich Obelix beleidigt, weil man sein Zerstörungswerk nicht gewürdigt hatte und legte eine Verfassungsbeschwerde ein. 18 Da Lateinien zum damaligen Zeitpunkt noch keine Verfassung hatte, konnte man nichts für Obelix tun. 19 Seitdem sitzt Obelix am Taleingang, schmollt und jammert Idefix voll.

2. Die Lateinische Verfassung ("Lateinisches Dogma")


§1 Lateinien ist eine konstitutionelle Diktatur mit matriarchalischen Strukturen. Die einzige eventuell männliche Person, die gewürdigt wird, ist der Lehrer.

§2 Der Lehrer hat immer Recht. Er hat beratende Funktion
     §2b) Steht der Lehrer nicht zur Verfügung hat Mulan Recht. Wenn Mulan sich irrt hat Katze Recht.
     §2c) Bernd das Brot hat nur Recht, wenn kein anderer Recht hat.

§3 In der Schule wird Latein gelernt, es sei denn der Lehrer lässt sich zu anderem überzeugen
     §3b) Wenn sich der Lehrer zu anderem überzeugen lässt, wird in der Schule Werwolf gespielt, oder Sella, die lateinische Variante vom spanischen Silla(Wird Sia ausgesprochen)

§4 Lateinien wird von zwei Konsuln regiert. Sie regieren lebenslang, erst nach ihrem Tod werden neue Konsuln gewählt. Man hat die Wahl, sich mithilfe eine Putsches oder mithilfe von Bestechung als Kandidaten aufstellen zu lassen. Da momentan immer noch die legendären Gründerinnen in Lateinien regieren, trat bislang weder Fall ein noch Fall zwei ein.  Die Konsuln tun das, was sie wollen, egal was der Lehrer sagt.

§5 Im Verteidigungsfall ist §2 komplett außer Kraft gesetzt und das Recht des Stärkeren gilt.

3. Die Lateinische Staatsreligion


Die Lateinier verehren die römischen Göttinen, besonders Minerva, da sie die Göttin der Weisheit und Klugheit ist. Die männlichen Götter werden nur teilweise verehrt. Apollo, weil er der Gott der Kunst ist. Der griechische Ares wird verehrt, weil er von den Amazonen verehrt wurde, Mars dagegen wird nicht verehrt, weil er genauso ein Macho ist wie Ares, aber eben nicht von den Amazonen verehrt wurde. Darum wird im Fall von Ares die griechische und nicht die römische Form verehrt. Artemis und Athene klingt zwar auch viel schicker als Minerva und Diana, aber es heißt eben Lateinien und nicht Griechien.
Wenn es in einem Sachgebiet eine weibliche Göttin gibt, so wird diese verehrt. So wird z.B. Sunna, die keltische Sonnengöttin neben Sol verehrt und meist auch vorgezogen.
Jupiter wird auf keinen Fall von einer Lateinierin verehrt, weil er ein egoistischer Macho ist.
In Lateinien ist der Lehrer der Guru für alle religiösen Zeremonien. Die religiöse, politische und philosophische Verdummung findet in der Schule statt und wird vom Lehrer durchgeführt.