↓ Geschreibsel aus der Schublade für: Mittelsee
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Monday, September 29, 2014

2 Kareloj Murasemmek und das Omnideon

Die Küstenstadt Kareloj Murasemmek ist die religiöse Hauptstadt Lateiniens. Die Verehrung der alten römischen Götter findet dort ihren Höhepunkt auf der religiösen Landkarte Lateiniens. Es ist allerdings auch allgemein ein religiöser Brennpunkt, denn die verschiedensten verbohrten, mehr oder weniger religiösen Splittergruppen finden dort ihren Platz. Darunter der Islam, das Christentum, das Judentum, der Kuckucksklan, die Verehrung des fliegenden Spaghettimonsters (oder auch Pastafarianismus), der SAP-Zen-Puscheligkeits-Buddhismus, das Bekenntnis des unsichtbaren rosafarbenen Einhorns, der Diskordianismus, der Schlumpfismus der Jediismus, die Iglesia Maradoniana, der Last Thursdayism, der Schlumpfismus, der Chantalismus, sowie außerdem der Kapitalismus, der Kommunismus und natürlich die allernervigste, furchtbarste, schrecklichste und verbohrteste aller Religionen: Der Nationalsozialismus. Und unzählbare andere nettere und weniger nette Glaubensgemeinschaften. Lateinien ist ein multireligiöses Land -wenn auch nirgends gesetzlich garantiert -aber in Lateinien darf jeder glauben was er mag, auch wenn es nicht immer so scheint.

Und als religiöse Hauptstadt Lateiniens ist der Sammelort für all diese Seltsamkeiten. Wenn man die Stadt betritt, wird man sofort von Grabmälern, Tempeln, Schreinen, Götzen, Gemeindehäusern, Kirchtürmen, Minaretten und Banken (für die Kapitalisten und den Vatikan) begrüßt. Es gibt verwinkelte Ecken der Stadt für die großen Gemeinschaften, für die kaum noch Platz ist, weitläufige, in denen die Gläubigen die absurden Bauvorschriften ihres Glaubens durchsetzen können und weitläufige Götterhaine, die entweder dazu dienen, um dort bei den Göttern zu sein und ihnen zu opfern, oder die heiligen Früchte der Religion anzubauen (Schlumpfbeeren, Limetten). Viel Platz ist den römischen Säulentempeln eingeräumt, die Leia und Mulan in der ganze Stadt an bedeutenden Plätzen aufgebaut haben, runde und viereckige und aus Liebhaberei Mulans existieren außerhalb der Stadt in den Hügel sogar einige griechische Tempel. Ach ja, und natürlich Statuen. Während Jungingen-Schloppfingen, die Hauptstadt Lateiniens voller Statuen der Regierenden Politiker (Konsulin Leia und Konsulin Mulan, neben einigen eher unbedeutenden *muhahaha* anderen Politikern)
Während der Rest Lateinien den Modelaunen der Republik unterworfen ist, herrschen in Kareloj Murasemmek die verschiedenen Modevorschriften der verschiedensten Religionen vor (Von Mönchskutten bis zu schlumpfigen Zipfelmützen) und auf den Straßen ist anders als in der ruhigen Metropole Jungingen-Schloppfingen wo zwar von früh bis spät die Autos fahren, aber des nachts keine Straßenhändler mehr unterwegs sind, immer etwas los. Laufend kann man dies und das erwerben, Ablässe, Rosenkränze, Gebetsketten, Opfertiere, Bankverträge, Nudelsiebe, Laserschwerter, Caipirinha, Fußbälle,  was auch immer der Gläubige verehrt und begehrt. Von früh bis spät, auf fast allen Straßen und Plätzen, mal mehr, mal weniger, aber fast immer erfolgreich, denn es findet sich immer ein von Glauben beseelter, der bereit ist, sein ganzes Geld für seinen Glauben zu opfern.
Laufend gibt es allerdings Konflikte, wie es gar nicht anders sein könnte, wenn so viele verschiedene Personen* mit so unterschiedlichen Ansichten zusammenleben. Zum einen die Tempeltänze, auf der anderen Seiten gibt es auch einige dunkle Rituale, die teilweise auch unter den Anhängern innrhalb einer Glaubensgemeinschaft höchst umstritten sind und nicht selten müssen die Lictoren eingreifen, um streitende Glaubige, disputierende Theologen die ins obszöne abgerutsch sind und messerschwingende Extremisten außeinanderbringen, um Recht und Ordnung wiederherzustellen.
Im Großen und Ganzen ist die Bevölkerung Kareloj Murasemmeks jedoch friedlich und human und trotz allem Wahnsinn sind es ganz nette Leute.

*ich könnte auch "Daseinsformen" wie in Zamonien sagen. Was würdet ihr davon halten?

Monday, August 25, 2014

0 Die Insel Wuschel

Die Insel Wuschel ist eine große, wuschelförmige Insel im Mittelsee und wird von den Flauschies und Pommelchen bewohnt. Wuschel ist die wuscheligste, kuscheligste und puscheligste Insel der Welt und die Bewohner sind sowohl von Lateinien als auch von Französien unabhängig. Sie haben keine Regierung sondern leben einfach.

Auf Wuschel ist alles entweder wuschelig, kuschelig, puschelig oder alles zusammen, darum ist Wuschel der ungefährlichste Ort auf Erden, es sei denn man hat eine Pucheligkeitsallergie, was äußerst selten, dann aber eine sehr ernstzunehmende Diagnose ist. Selbst die Kokosnüsse am strand sind so puschelig, dass sie noch nie jemanden erschlagen haben. Haie, Orcas und Delphine werden direkt handzahm sobald sie in die Nähe der Insel kommen und fressen den Touristen, die überhaupt nach Wuschel finden, aus der Hand. Was jedoch selten vorkommt, denn auf Wuschel herrscht noch weniger Fremdenverkehr als bereits im gesamten nicht-existenten Tal, denn Wuschel hat kein Tourismusamt, sodass meistens nur Ausflügler von de Lateinischen und Französischen Küste ab und zu auf die Insel finden.

Die Pommelchen sind kleine, pommelige Zwerge, die wie große Orangen aussehen und meistens als Fischer an den Küsten leben, oder Salzmelonen im Meer anbauen. Einige ernten auch Kokosnüsse von den Bäumen oder züchten Fische oder Meeressäuger. Durch ihre Pommeligkeit sind sie ideal als Fischer oder Fischzüchter denn Pommelchen können von Natur aus nicht ertrinken. Außerdem gehören sie zu den wenigen Säugern, die eine Schwimmblase haben und sich Wasser ähnliche wie U-Boote bewegen können.

Flauschies sind so flauschig, dass sie sich im Wasser sofort vollsaugen und untergehen würden, darum halten sie sich vom Meer fern, auch wenn sie fliegen können und leben lieber im Inneren der Insel, wo sie große Obstgärten pflanzen. Dort wachsen dann Feuermelonen, Himmelbeeren, Wuschäpfel, Johannabeeren und Schlumpfbeeren, aber die liebste Speise der Flauschies sind die grünen Wuschelerbsen, denen sie selber sehr ähnlich sind, abgesehen davon, dass Wuschelerbsen nicht fliegen können.

Dort, wo auf Wuschel niemand wohnt liegt die Wildnis und es wachsen auf Wuchel riesige Buchel- und Eicheckerwälder, in denen hunderte von wuscheligen, kuscheligen und puscheligen Tieren leben, darunter Einhörner mit Plüschhorn und Teddybären. Am legendärsten sind jedoch immer noch Plüschbäume und jene wilden Wuschelbüsche, an denen die Wuschelbeeren wachsen, die bei den Flauschies zwar hochbegehrt sind, sich aber nicht in gezähmter Umgebung anpflanzen lassen, sodass viele Flauschies am Wochenende im Wald spazieren gehen, nur um Wuschelbeeren zu sammeln. Die Plüschbäume haben die wunderbare Eigenschaft, dass sie Kletterer auffangen, wenn diese von ihnen herunterfallen, weshalb kleine Flauschies oft in Plüschbäumen klettern, bevor sie sich an die gefährlicheren Bäume heranwagen.

Monday, May 05, 2014

0 Der Mittelsee

Der Mittelsee ist der größte See Lateiniens und liegt genau in der Mitte zwischen Lateinien und Französien. Am linken Ufer liegt die lateinische Hauptstadt Jungingen-Schloppfingen, am rechten liegt die französische Hauptstadt Jungingen Jergersheim. Er ist größer als der Bodensee und man kann, wenn man weit genug hinausfährt, nicht mehr das Ufer sehen. Der Mittelsee ist ein Salzsee. Genau wie der Bodensee hat auch der Mittelsee tropisches Klima, darum wachsen an seinen Ufern Palmen an weißen Sandstränden. Es ist so warm, dass in der Gegend um den Mittelsee Bananen, Kakao, Ananase, Kokosnüsse, Zuckerrohr, Limetten und viele andere Früchte angebaut werden, die sonst nur in fernen Ländern wachsen. Leider sind die Lateinier sehr konsumfreudig, sonst müsste man in Deutschland und Österreich längst nicht mehr brasilianischen Zucker kaufen und die EU würde Südzucker nicht so hemmungslos subventionieren.

Der Grund für dieses warme Wetter ist die Tatsache, dass der Mittelsee in Lateinien trotz der Lage in den Alpen unter dem Meeresspiel liegt und somit durch den hohen Luftdruck ein heißes, tropisches Klima ermöglicht. Darum ist es in Lateinien total schwierig, die ringsumliegenden Berge zu besteigen: Sie sind so hoch, dass man im Winter Skifahren kann und da der Mittelsee unter dem Meeresspiegel liegt, ist eine Wanderung vom Mittelsee bis zum höchsten Gipfel in Lateinien, dem Mandirscho Kali die längste und anstrengendste Wanderung mit dem höchsten Höhenunterschied auf der auf der Welt möglich ist.
Viele Lateinier machen gerne Urlaub am Mittelsee, darum ist der Mittelsee in der Urlaubszeit häufig überfüllt und die Strände am Mittelsee stehen im Ruf, stets voller Müll und nicht sonderlich sauber zu sein, was gewöhnlich die Wahrheit ist. Es gibt jedoch einige stille, ruhige Stellen am Mittelsee, unter anderem unbekannte Stellen mit Fels- oder Steinstränden, an denen irgendwie niemand baden will und die mit Stacheldraht eingezäunten Privatstrände von Prinzessin Leia und Mulan.

Da Jungingen-Schloppfingen, die Haupstadt von Lateinien in der Nähe des Mittelsee liegt, wird fälschlicherweise häufig davon ausgegangen, dass sie direkt am Mittelsee liegt und dass es dort Strände gibt, jedoch liegt sie einige Kilometer davon entfernt. Jungingen-Schloppfingen hat allerdings eine Hafenstadt namens Aítso, die direkt am Meer liegt und Lateinien über den Seeweg mit Französien verbindet. Dort liegen auch die berühmten und berüchtigten Privatstrände von Leia und Mulan. Andere berühmte Hafenstädte und Küstenstädte Lateiniens sind Kareloj Murasammek, wo das berühmte Omnideon steht, Seipodon, die Hauptstadt der Fischerei, wo jährlich außerdem mehrere regelmäßige und unregelmäßige Regatten und andere Segelwettbewerbe stattfinden und Waiahi wo es die schönsten Strände von ganz Lateinien gibt.
Dann gibt es noch Städtchen wie Leyhen die zur Ferienzeit auf die zehnfache Größe wachsen, da plötzlich tausende von Touristen an den See strömen.