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Sunday, October 19, 2014

2 Herbstspaziergang

Ein Spaziergang, der alle meine Gedanken durchwehte -die allerdings jetzt schon wieder sehr beschwert vom sitzen am PC sind. Irgendwie gehen mir einige Dinge, die ich in den letzten Tagen gelesen habe, nicht aus dem Kopf. Ein paar Gedankenwolken voller Fragen.

Zum Beispiel:
Der Mensch ist immer noch Jäger und Sammler und das moderne Leben macht uns kaputt. Die Geschichte hat uns im Fortschritt vorangetrieben, sodass wir uns die Welt so einrichten konnten, dass wir und nicht bewegen müssen, aber leider sind wir nichts dazu geschaffen, uns nicht zu bewegen. Und wir können und kaum wehren, denn der Zeitdruck zwingt uns meistens auch, Auto zu fahren, den Bus zu nehmen, nicht zu laufen, kurzatmig zu sein. Was wäre, wenn wir morgens genug Zeit hätten, gemächlich unserer Wege zu gehen? Würden wir nicht uns gerade dann mehr bewegen, schließlich haben wir Zeit dazu? Nein, vermutlich nicht, denn wir würden uns vor ein internetfähiges Gerät setzen, die Zeit bis wir kurz vor knapp losmüssen vertrödeln und schließlich doch nicht laufen. Leben wir nicht irgendwie in einer Zeitfalle? Muss wirklich alles zeitlich organisiert und gemanaged sein? Müssen wir unbedingt unser Leben managen?
Das Paradoxe heute ist, dass wenn wir niedrigere medizinische Standards und weniger Überfluss an Nahrungsmitteln hätten, würde es uns gesundheitlich besser gehen. In Brasilien essen die Menschen im Durchschnitt mehr Zucker als Europäer, aber brasilianische Kinder haben längere Schulwege. Heute noch wie in der Steinzeit lebende Menschen, die eine gute medizinische Versorgung bekommen, haben eine höher Lebenserwartung, als wir mit unserem Lebensstil.
Tief in unserem Inneren sind wir das ausdauerndse Lebewesen auf Erden und Jäger und Sammler, dafür geschaffen, tagelang einer Antilope hinterherzurennen. Nehmen wir an, ein Sonnensturm würde die elektrische Stormversorgung auf der Erde global lahmlegen und unsere ganze Zivilsation zerstören, inklusive des Internets und beinahe der gesamten Industrie, würden wir wieder Holzhacken, Rinder züchten und jagen, denn etwas anderes bliebe uns nicht übrig und wir würden sehr schnell wieder zu Jägern und Sammlern werden. Eine andere Wahl als sterben hätten wir kaum noch.
Haben vielleicht viele Krankheiten daher ihren Ursprung? Wenn Leute Depressionen bekommen, süchtig nach etwas werden, einen Burnout haben, liegt es vielleicht daran, dass das Bedürfnis einfach mal zu rennen und die Zeit zu vergessen, nicht ausreichend befriedigt werden kann?

Zum Beispiel:
Ich denke immer die Zeit rennt mir davon, weil ich mir nie einfach ein bisschen davon nehme. Weil ich nie sage: So, und jetzt denkst du mal nicht über Zeit nach und tust einfach mal irgendwas. Denke nicht zu viel über etwas nach, wenn du dabei deine Zeit verplemperst und ich tue es doch, weil es wichtig ist und eigentlich alle Menschen mal drüber nachdenken sollten. Warum muss unsere Welt so durchgeplant sein? Warum müssen so viele Menschen ihr Leben bis ins kleinste Detail planen, macht das denn wirklich glücklich? Warum lassen wir uns nicht einfach vom Leben leiten, warum sind wir nicht zufrieden? Warum gibt uns keiner die Zeit, einfach etwas zu finden, mit dem wir glücklich sind. Von mir als Gymnasiastin erwartet man, dass ich naturgemäß studiere, wenn ich dieses Jahr ein Praktikum mache, darf ich nicht bei einem Maler oder Schreiner arbeiten, denn dann nehme ich Hauptschülern ihre Praktikumsplätze weg. Ich bin nicht dumm und wäre in einem solche Fall überqualifiziert, aber wer sagt denn, dass ich als Schreinerin nicht glücklich wäre? Als Handwerkerin? Ich liebe Handarbeit, ich liebe es mit einfachen Dingen zu arbeiten, die nicht allzu kompliziert sind und bei denen man sich trotzdem etwas denken kann. Ich liebe es, meine Gedanken durch meine Hände fließen zu lassen, wie beim Schreiben, nur dass daraus Form wird und nicht die Zeichen einer Idee. Ich willl lieber konkrete Dinge aufbauen, eine Idee entwickeln, die man erklären kann. Was will ich mit Wirtschaftslehre und Bankenlehre, wenn es keinen Menschen gibt, der einem sauber von vorner bis hintern durchrechnen kann, ie die Wirtschaft funktioniert und wenn es ständig Lücken im System gibt, die keiner schließen kann? Warum werden wir gezwungen, ständig an morgend und übermorgen gezwungen, Warum macht man unsere solche Angst um Geld und Zukunft? Warum dürfen wir nicht einfach in unserer Gegenwart sein, nicht irgendwohin unterwegs in einer diffuse unbestimmte Zukunft, sondern im hier und jetzt, einfach da und nicht in irgendeiner Unsicherheit? Warum Gedanken um die nächsten Miete? Warum erlaubt man den Menschen nicht mehr, sich einfach ein eigenes Haus zu bauen und dort bis ans Ende ihrer Tage zufrieden Leben? Warum gehört fast alles, dass es in dieser Welt gibt, inzwischen irgendjemandem? Ich bin auf der Suche nach dem Niemalsland, auf der Suche nach Mittelerde, auf der Suche nach einer einfachen Welt, in der alles Sinn ergibt. Kein Wunder, dass es so viel Fantasy gibt, wer hätte nicht gerne eine einfache Welt, in der es nicht ständig um die Zukunft geht? Was wäre, wenn wir nicht mehr für die Zukunft planen würden? Wenn wir planen, kommt es sowieso anders als geplant, als ist es egal. Wir könnten auch einfach nur aufmerksam sein, ohne wirklich einen Plan zu machen.

Zum Beispiel:
Der Herbst. Die Abendsonne. Die kühle Luft, die es im Sommer nicht gab, das Gefühl, dass die Welt gerade ein wenig stirbt, um sich zu erneueren. Spinnenfäden, die teilweise auf der Höhe meines Kopfes sind. Ich kann kaum zwei Schritte gehen, ohne mich in ihnen zu verfangen. Herbstblätter. Die Erinnerung an einen Laubhaufen, in dem ich mich versteckt hielt. Dieses Gefühl gerne einfangen wollen. Das Gefühl nach dem rennen, dass ich nicht umsonst lebe, weil ich gerannt bin und nicht nervös auf das ungewisse Etwas gewartet habe. Weil ich nicht gewartet habe, sondern einfach gerannt und gerannt bin. Der Wunsch, Flügel zu haben und fliegen, nicht an einen Ort gebunden zu sein. Der Wunsch, ein Nomade zu sein und nicht jeden morgen am selbern Ort aufzuwachen. Nicht in ein festes System oder einen Alltag gebunden zu sein, sondern einfach in die Wirklichkeit, nicht an den Ort, sondern nur an die Welt gebunden zu sein, die ja wirklich groß genug ist. Die freie Wahl zu haben, wo man als nächstes hingeht. Heute ist die Welt bis in alle Ecken und Enden erschlossen, und gerade deshalb ist kein Mensch mehr frei, einfach dorthinzugehen, wo er will, sondern gezwungen, durch Flughafenkontrollen und Grenzen zu gehen, mit Pässen und Papieren, die man braucht, um zu existieren, denn es reicht nicht mehr, dass man ein Mensch ist. Die ersten Menschen, die den Mount Everest bestiegen, den Mond betraten, Amerika oder Australien entdeckten, den Süd oder Nordpol erreichen, sie waren auch die letzten. Sie waren die letzten, die die Möglichkeit gehabt hatten diese Orte zu entdecken. Manchmal fühle ich mich, als wäre die Erde zu klein  und eng für mich, obwohl ich doch nicht viel Platz brauche und noch nicht viel von ihr gesehen habe. Aber ich muss die Erde mit sieben Milliarden anderen Menschen teilen, mit denen ich klarkommen und Frieden halten sollte, mit denen ich die Ressourcen teilen sollte. Alle Menschen haben das gleiche Recht auf Erde, doch die Erde ist nicht gerecht verteilt, sie ist nicht logisch aufgebaut und wird nie gerecht sein. Und doch halte ich den Frieden nicht. Meinetwegen verhungern andere, meinetwegen werden Krieg geführt und meinetwegen ist die Welt ungerecht und verschmutzt, weil ich nicht bereit bin, die Welt mit sieben Milliarden Menschen zu teilen. Wenn wir "meinetwegen" sagen, meinen wir ja, dass wir es akzeptieren, dass wir es hinnehmen und dass es in unserem Willen geschieht. Meinetwegen werden Kriege geführt, aber ich will trotzdem nicht darüber nachdenken. Lass die Rüstungsindustrie ruhig ihre Waffen exportieren, denn ich kann nicht davon loslassen, dass wir Exportweltmeister waren und will unbedingt, dass Deutschland wirtschaftlich stark ist. Meinetwegen sollen die Leute woanders verhungern und verdursten, aber ich will trotzdem bei Megges essen und dort meine Cola trinken und ich will trotzdem eine Plastiktüte nehmen, denn ich habe keine Lust, ständig eine Baumwollhandtasche mit mir rumzuschleppen, obwohl ich die ja sowieso ständig bräuchte. Meinetwegen passiert das alles, Hauptsache, ich krieg mein Stück vom Kuchen ab. Das bittere ist: Das ist ernst, das ist Realität. Wenn die Welt gerettet werden könnte, nur dass ich dabei sterben müsste, wäre ich bereit, dies zu akzeptieren? Ist die Menschheit bereit, Platz für den Rest der Evolution zu machen?

Ein paar ungeordnete Gedankenstürme, weil ich mich frage, was dabei herauskommt, wenn ich meine Gedanken direkt in die Tastatur fließen lasse. Und dass alles kommt mir in den Sinn, wenn ich einfach nur laufe und laufe.

Monday, September 22, 2014

5 Dort singen, wo keiner zuhört und im Regen singen... /Singing where nobody listens and singing in the rain...

Gestern und heute war ich endlich wieder spazieren. Es ist seltsam. Kaum ist der Sommer vorbei gehe ich ständig raus, während ich im Sommer kaum den Hintern aus dem Haus bewegt war -wenn wir nicht gleich ganz in den Urlaub oder zum Wandern gefahren sind.
Ich finde Sonnenuntergänge im Herbst schöner und trauriger als im Sommer. Im Sommer ist die Sonne auch nicht ständig da, aber wenn, dann knallt sie heiß vom Himmel. Dafür ist sie im Frühling wirklich viel angenehmer und im Herbst und Winter ist sie aufgrund ihrer Seltenheit einfach viel wertvoller. Da ist die Luft auch kühler. Deshalb gehe ich im Herbst vermutlich auch mehr nach draußen -auch, wenn ich nach einem durchregneten Winter ohne Schne dann doch die Sonne vermisse, aber so geht es wohl jedem ständig...
Wenn ich alleine spazieren gehe -okay, zugegeben tue ich das auch in Gesellschaft, aber da wird es meist unterbunden -beginne ich meist zu singen. Und auch wenn ich es hier nicht beweisen kann, ich singe nicht laut und falsch, aber ich kann stundenlang die gleichen Lieder immer wieder singen und insgeheim kann ich schon verstehen, dass das den meisten Leuten auf den Keks geht, wenn ich aber eben mal vor anderen singe, bin ich zu aufgedreht, um das zuzugeben...

Yesterday and today I finally went a again for a walk. It's strange. Just wenn summer has passed by I go outside often, while I couldn't get my butt out the windoe all summer -if we didn't go completely on vacation or trekking.
I think sunsets in autumn are more beautiful and with rather a blue feeling than in summer. In summer the sun isn't always there either, but if, it burns hot from the sky. Therefor it's much more comfortable in spring and in autumn and winter it's because of it's rareness so much more worth. Also the air is cooler then. That's why in autumn I go more often outside in autumn -even though after a rainy winter without snow I start missing summer, but I think that's the way everybody feels...
When I go for a walk alone -okay, I admit I do that also in company, but then it's prohibited -I start singing. And even though I can't proof it here, I don't sing loudly and out of tune, but I sing the same songs for hours again and again and secretly I understand that it drives most people up the wall, but when I then sing in front of others I'm too high to admit that...


Ich finde, singen tut total gut. Vor allem zum Dampfablassen und um seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Deshalb gehe ich, wenn ich mal richtig Dampf ablassen muss, spazieren. Dort kann ich so laut singen wie es mir beliebt, ohne dass es mir irgendjemand verbietet. Oder auch schreien, wenn mir gerade kein Lied einfällt, das für meine Stimmung wirklich geeignet ist. Das ist besser als jegliche Therapie und noch besser als nur Musik zu hören. Musik, bei der ich nicht mitsingen kann, mag normaler ich trotzdem -ich habe furchtbar viel Filmmusik in meiner Mediathek- aber mir fehlt etwas bei Liedern mit Synthesizer, wo dann an manchen Stellen nur noch der Synthesizer zu hören ist.
Tja, und wenn wie heute der Himmel bedeckt ist und es immer mal wieder regnet, dann ist das am bestens. Da fühlt man sich dann wunderbar einsam, wenn man auf dem Feld steht, und keiner außer man selbst ist da. Und wenn man im Herbst unter einem grauen Himmel steht, an dem am Horizont die Sonne ein wenig gelblich durchscheint und die Farben unwirklich leuchten -das Gras hat so eine hellgrüne Farbe, die so gar nicht zu dem grau passt -und es nicht mehr so heiß wie im Sommer ist, sodass man es sogar als angenehm empfindet, wenn man inmitten des Regens ein bisschen schwitzt, dann ist das ein schönes Gefühl und ich entdecke meine Liebe zum spazierengehen wieder.

I think singing makes people feel better. Especially to let off steam and give full vent to one'e feelings. That's why I go, whenever I really need to let off steam, on a walk. There I can sing as loud as I want, without anybody forbidding it. Or even screaming when I can't think of a sing that really fits to my mood. That's better than any therapy and even better than just listening to music. I like music I can't sing to anyway -I've got loads of soundtracks in my music library -but there's somehing missing in songs with synthesizer where in some parts there's only the synthesizer you hear.
Well, and when the sky is as clouded as today and it once ina while rains, then everything is perfect. Then you feel wonderfully lonely, when you're standing on the field, and nobody except yourself's there. And if you're standing under a grey sky in autumn, where there's a bit of sun shining through at the horizon and colors are glowing insubstantially -the gras has some kind of light green color that just doesn't want to fit to the grey -and it's not as hot as in summer, so you even recognize it pleasant to sweat a bit in the midst of the rain, then it's a good feeling and I rediscover my love of going on walks.

Sunday, August 10, 2014

6 Fotostrecke von einer Fahrradfahrt /Photo Gallery of a Bike Tour

Meine Eltern sind jetzt dem Gruppenzwang gefolgt und haben nun auch ihrer Tochter ein Smaartphone gekauft. Eigentlich bin ich nich sonderlich aufgeregt darüber, aber zum ersten Mal seit langem habe ich endlich eine gescheite Kamera. Ich habe zwar vor Ewigkeiten einmal eine Digitalkamera bekommen, aber ich habe sie irgendwann einmal verloren. Meine Mutter wollte aber nicht einsehen, dass sie weg war, forderte immer nur, sie doch endlich mal zu suchen und weigerte sich, mir das Budget für eine neue Kamera zu überlassen, sodass die einzige behelfsmäßige Kamera die ich zur Verfügung hatte, an meinem Laptop war, und die ist verdammt unscharf und spinnt außerdem ständig.
Darum habe ich bei meiner letzten Fahrradfahrt (eine große Tour war es nicht) das Handy mitgenommen und die schönen Fotos genossen, die man damit schießen kann (so viel besser als das was mein Laptop zustande bringt)

My parents have followed-up the peer pressure and als bought their daughter a smaartphone. Actually I'm not that excited about that, but for the first time in a long time I've got a proper camera now. Ages ago I once actually got a digital camera, but I lost it at some time. My mother didn't want to realize that it was gone, demanded me to search for it an refused to give me the budget for a new camera, so that the only provisonal camera I had was the one on my  laptop and that one is damn blurred and also bonkers all the time.
So on my last bike ride (It wasn't really a big tour) I took the mobilephone and took the beautiful pictures you can take with it (so much better than what my laptop effects)




 Ich habe mich schon gefragt, ob Menschen, die hinter und zwischen so vielen Hügeln leben statt Hinterwäldlern Hinterhügler genannt werden müssten. So viele Hügel wie es bei uns gibt.
Hinterwäldler wären übrigens Transilvanier. Der Name Transilvanien ist nämlich überhaupt nicht vampirig sondern kommt vom lateinischen trans silva, was so viel wie "hinter dem Wald", bzw, eigentlich "jenseits des Waldes" heißt.

I actually already wondered if people living behind and between so much hills should be called backhillsmen instead of backwoodsmen. So hills as there are around. Backwoodsmen by the way would be Transylvanians. The name Transylvania is so much un-vampire like but comes from the Latine trans silva which means simply "behind the woods" or rather actually "beyond the woods".

Sunday, May 11, 2014

0 Spaziergang auf dem Feld /Walk on the fields #5

Gestern, als ich wieder in dem Tal war, von dem ich neulich erzählt habe, kurz nachdem es geregnet hatte, und die Vögel wie wild alle zwitscherten, da saß ich auf so einem Felsvorsprung, der so weit ins Tal ging, dass ich eigentlich fast auf einem kleinen Hügel mitten im Tal saß. Und dann schienen plötzlich die Hügel um mich herum zu atmen, als wären sie lebendig und ich drehte immer wieder den Kopf, weil ich das seltsame Gefühl hatte, ein gewaltiger atmender Drache würde hinter mir stehen. Es war überhaupt irgendwie besonders gestern. Ich sah ein Reh und das Tal wirkte noch wilder als beim letzten Mal. Bei uns in der Nähe kam am morgen und am abend früher immer ein Fuchs vorbei und jetzt kann ich mir vorstellen, dass er vielleicht in einem Tal wie diesem einen Unterschlupf hatte. Und dann sah ich auf die Wälder weiter draußen und versucht, mir vorzustellen, dass sie einmal mit dem kleinen Waldgebüsch in dem Tal verbunden waren und dass alles einmal Wald war.

Yesterday I was again in the dell I lately told about,  awhile after it rained and the birds all tweeted I sat on a ledge reaching so far into the dell that I actually almost sat on a small hill in the middle of the dell. And then the hill around seemed to breath, as if they lived and I turned my head again and again, because I had this strange feeling, like a gigantic breathing dragon was standing behind me. At all it was special yesterday. I saw a deer and the dell seemed even wilde than the first time. Around our place there used to be a fox straying around and now I imagine that he had a hideout in a place like this. And I saw the woods far out there and tried to imagine, that they used to be connected with the small wood in the dell and that everything used to be wood.

Gestern hatte ich meine allererste Idee für eine Geschichte, die in der Realität spielt. Ja. Keine Fantasygeschichte wie die meisten, keine Dystopie wie "Der Junge mit den grünen Augen" -eine Geschichte, die als Schulaufgabe begann -sondern einfach eine ganz realistische Geschichte, die in unserer Welt spielt. Und außerdem eine Liebesgeschichte. Jetzt seid ihr baff, was? Okay, vielleicht nicht alle, aber zumindest die, die mich kennen. Und es geht einfach um Dinge, die in unserem Alltag passieren. Als ich auf den Feldern herumlief und darüber nachdachte, ob das Internet wirklich sozialer, oder ob es nur gefühllos ist und dann kam ich auf die Idee für die Geschichte, die jetzt ganz einfach und ganz klar in meinem Kopf steht. Ich will die Geschichte wirklich ganz für mich behalten, denn sie ist wirklich gut, deshalb will ich natürlich nicht, dass sie mir irgendjemand klaut :) Aber für mich ist es wichtig, dass es eine reale Geschichte ist, die sich sogar in der Realität abspielen könnte.

Yesterday I had my first idea for a story playing in reality. Yes. No fantasy story like most, no dystopia like "The boy with green eyes" -a story, that began as a work fo school .but just a really realistic story set in our world. And also a love story. Now you're gobsmacked, are you? Okay, maybe not everybody, but those who know me do. And it's about simple things happening in our everyday life. When I was walking on the fields and thought about whether the internet really is more social or if it's only emotionless and had the idea for the story that now stands clear and simple in my head. I really want to keep the story for myself, because it's really, really good, so I don't want anybody to steal it. But it's important for me, that it's a real story that could really happen.

Gestern war ich total kaputt, denn ich hatte schon wieder Stress mit meinen Eltern gehabt. Und ich frage mich, ob man vielleicht die besten Ideen immer dann hat, wenn es einem schlecht geht. Ob vielleicht nicht gerade Leiden, Probleme und all die anderen Dinge die einem das Leben schwer machen, es sind, die einen antreiben und inspirieren, weil sie einem den Willen geben, Dinge zu verbessern, weil wir ja nur deswegen Dinge haben, für die es sich zu kämpfen lohnt; weil es nämlich Probleme gibt, die man überwinden muss. Wenn wir rundum zufrieden sein könnten, hätten wir dann noch Gefühlsausbrüche und heftige Emotionen? (Ich denke dabei an das Buch "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley) Und in diesem Fall, könnten wir dann überhaupt noch Kunst schaffen? Würden wir dann noch darüber nachdenken, ob es sich lohnt zu leben und warum wir überhaupt leben? Nein. Also ist das vielleicht begründet, dass wir auch Probleme brauchen, um weiterzukommen. Wäre ja blöd, wenn die Menschheit nicht vorankommen würde, ich meine, wenn alle Menschen zwar glücklich wären, aber nichts mehr passieren würde. Wir müssen vielleicht doch ein bisschen leiden, damit sich die Welt verbessern kann.

Yesterday I was totally smashed because I again had stress with my parents. And I wondered if you maybe have the best ideas when you're feeling worse. Whether suffering, problems and everything else making our lives hard are what drives us forward, inspires and pushes us, because it gives us the will to make things better, because only of this we have things worth fighting for; because there are problems we have to overcome. If we were all around contented, would we ever have emotional releases or lose our temper? (I'm thinking of the book "Brave New World by Aldous Huxley) In this case, could we ever create art? Would ever think about whether life is worth living and wonder why we live? No. So maybe that's reasonable, that we also need problems to go. It would be a bit stupid, if humankind wouldn't go on, I mean if people would all be happy, but nothing happened. Maybe we need to suffer a bit so the world can get better.

Friday, March 21, 2014

2 Spaziergang auf dem Feld #3 -von Sonnenuntergängen, Hunden und vom Frühling

Gestern war ich mal wieder spazieren, auf dem Feld. Das war einfach unverzichtbar, bei dem Wetter, die Sonne schien wunderbar und ich war kurz vor Sonnenuntergang unterwegs, deshalb hatte ich die ganze Zeit dieses wunderbare Gefühl, das man nur hat, wenn man bei Sonnenuntergang spazieren geht. Ein Sonnenuntergang ist vergänglich. Und er erinnert mich immer daran, dass der vergangene Tag nie wieder kommen wird und gibt mir auch immer das leise Gefühl, dass ich vieles, das ich hätte tun können, verpasst habe. Bei Sonnenuntergang ist die Sonne so viel farbiger und färbt auch die Erde viel interessanter. Alles wird leuchtend gelb und orange und erhält genau so viel Licht, wie nötig ist, damit man sowohl das Licht der Sonne, als auch die Schatten sehen kann, diese länglichen, dunklen abendlichen Schatten, die schon so oft beschrieben wurden.

Yesterday I was again for a walk on the fields. That really was indispensable, with that weather, the sun was shining wonderfully and I was around before sunset, so I had all this time this wonderful feeling, you only have, when you go on a walk by sunset. A sunset is fugacious. And it reminds me always, that the past day will never come again and gives me the slight feeling, that I missed many things I could have done. At sunset the sun is much more colourful and colours the earth much more interesting. Every becomes shining yellow and orange and gets just as much light, as necessary, so you can see the light of the sun as well as the shadowa, these longish, dark evening shadows, that were pictured so often.

Es waren auch viele Tiere unterwegs. Vögel sieht man ja bei uns häufig, meisten sind es bei uns die Raben, die auf den Feldern hocken und Samen aus der Erde klauben. Und ich habe eine ganze Bande von Elstern gesehen. Ich dachte immer, Elstern wären Einzelgänger, oder zumindest würden sie nur in Paaren leben, aber diese waren in einer größeren Gruppe unterwegs. Tatsächlich bilden Elstern, wenn sie nicht Brüten, so etwas wie Wohngemeinschaften und im Winter sogar Schwärme, die aus hunderten von Vögeln bestehen können. (Siehe hier und hier) Und wieder bin auf seltsamen Bezeichnung für einen Vogelruf gestoßen, nämlich das "Schäckern" der Elster. Ich verstehe nicht, warum man jeder einzelnen Vogelstimme einen anderen Begriff gibt. Es lässt sich erstens in keine anderen Sprachen übersetzen und zweitens reichen mir die Begriff "rufen", "schreien" und "zwitschern" für Vögel eigentlich vollkommen.

There were also a lot of animals around. You often see birds where we are, usually the ravens sitting on the fields and pick seeds out of the earth. And I've seen a whole bunch of magpies. I used to think magpies were loners, or at least they would only live in couples, but these were in a bigger group.Actually magpies form, when they don't breed, something like a flat share and in winter even swarms, consisting of hundreds of birds. (look on Wikipedia) And again I found a strange german word for a bird's call, the "Schäckern"(in German) of the magpie. I don't understand, why they give every single bird's call another name. First of all, you can't translate it, and secondly it's totally enough to have "call", "scream" and "tweet" for birds.



Wenn ich spazieren gehe, begegne ich manchmal den Gestalten meiner schlimmsten Albträume. Hunde. "Oh nein, Hunde sind doch totaaal süüüß!" werden da jetzt viele sagen. Tja. Hunde machen mich nervös, schon seit meiner Kindheit. Sehe ich einen, geht mein Puls sofort in die Höhe, da fangen meine Handflächen an zu schwitzen an und ich werde nervös. Vor allem auf dem freien Feld ist es schlimm. Als kleines Mädchen habe ich mich immer von Papa auf seinen Schultern tragen lassen, wenn mir ein Hund eine Heidenangste einjagte und ich mich nur noch in der Höhe in Sicherheit fühle. Auf dem Feld ist es wirklich schön, wenn alles hundefrei ist (kommt sehr selten vor), aber wenn ein Hund vorbeikommt, fühle ich mich total verängstigt. Versteht es nicht falsch. Ich hasse Hunde nicht. Aber macht es euch nicht nervös, wenn zum Beispiel so eine riesige sabbernde Dogge euch mit diesen leuchtend roten Augen anguckt? Also ich weiß ja nicht... Okay, es gibt auch schönere Hunde, aber selbst mit denen kann ich einfach nicht warm werden. Ich bin zufrieden damit, bei Hunden einfach auf Distanz zu gehen.

When I go walking, I  face the charakters of my worst nightmares. Dogs. "Oh no, dogs are soooo sweeet!" some of you might say. Well... Dogs make me nervous, since my childhood. When I see one, my pulse begins to quicken, my hand bbegin to sweat and I become nervous. Especially on the field its worse. As a little girl I let my daddy carry me on his shoulders, when a dog scared me to much and I only felt safe on high. On the fields it's really nice, when everything is dog-free (a certain case), but when a dog comes along, I fell totally frightened. Don't misunderstand. I don't hate dogs. But doesn't it make you nervous, when for example a big, drooling boarhound looks at you, with these glowing red eyes? I don't know... Okay, there are prettier dogs, even with those I don't get warm. I'm contented, to keep distance to dogs.

Gestern beim Spazieren hatte ich den größten Ideensturm in meinem Kopf seit langem. Die Resultate davon werden in den nächsten Wochen wohl nach und nach verarbeitet werden. Es regt mich fast manchmal schon auf, dass Ideen immer in Schüben kommen, dadurch hat man einerseits nämlich Flauten und andererseit aber wieder Zeiten, in denen man sie kaum abarbeiten kann und nicht mal dazu kommt, nachzudenken, ob es eigentlich gute oder schlechte sind.

Yesterday by walking I had the biggest idea inrush since long. The results will be finished in the next weeks. It almost upsets me, that ideas come in waves, so you have slacks on one side and on the other side times, in which you almost don't get to work then down, and don't even think about, whether they're good or bad ideas.

Frühling war ein anderer Gedanke, der mich beschäftigt hat. Frühling ist meine liebste Jahreszeit von allen. Ich mag den Winter, aber nur, wenn es Schnee gibt, sonst finde ich, lohnen sich die Kälte und die Dunkelheit nicht. Vor allem, es ist bei uns oft neblig und bedeckt im Winter, ohne dass es wenigstens regnet. Warum können diese Winterwolken nicht einfach konsequent sein und ihr Wasser auf die Erde regnen lassen? Es ist doch definitiv interessanter, Regen zu betrachten, als einen durchgehend grauen Himmel. Nur leider ist letzteres bei uns in der Gegend  eher der Fall. Und ab diesem Punkt wird es unerträglich. Dann kommt, dieses Jahr ja schon seit mitte Februar die Rettung: Frühling. Um es mit den Worten von Jean Paul auszudrücken: 

"Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht." 

Wirklich, das stimmt. Keine Jahreszeit kann schöner sein, als die Zeit, wenn die Blätter noch grün und frisch und zart sind und nicht ausgetrocknet von der Sommerhitze. Nichts ist schöner als ein Neubeginn und der Frühling steht zu recht für Neuanfang. Bei den Römern begann das Jahr im Frühling, im März, und ich finde, der Frühling ist eigentlich genau die richtige Jahreszeit für einen Neubeginn. Nicht der Winter, der vom Gefühl her viel eher auf warten und Fasten ausgelegt ist, als die tatsächliche Fastenzeit, in der alles schon nach Leben und wachsen ruft, wenn man wieder lebendiger wird. Winter ist eine schöne Lesezeit, aber der Frühling ist die Zeit, in der man noch nicht enttäuscht von ein bisschen Regen und von Wolken ist, weil man den viel dunkleren Winter noch in Erinnerung hat, anders als im Sommer, wo es entweder viel zu heiß ist, oder man schon wegen ein paar Tröpfchen Regen wieder hinein ins Haus geht. Der Frühling ist lebendig und gleichzeit kühl, frisch und doch warm und sonnig genug, um das Leben wieder schöner zu machen. Es lebe der Frühling!

Spring was another thought, that concerned me. Spring is my favorite season of all. I like winter, but only when there's snow, otherwise the coldness and darkness don't pay out. Especially were we are, it's often misty and cloudy in winter, without even any rain. Why can't these winter clouds be consequent and rain their water to earth? It's definitely more interesting, to watch rain, rather than staring at a continuously gray sky. Only the last one is rather the case around here. And from this point on it becomes unbearable. Then there come, this year already since midth of february the rescue: Spring. To say it with the words of Jean Paul:

"The good thing of spring is that it always comes, when we need it most"

Really, that's true. No other season can be more beautiful, than the time, when the leaves are still green and fresh and tender and not dried out by the summer's heat. Nothing is more wonderful, as a restart, and spring stands for restart rightly. The ancient Romans had their new year in spring, in march, and I think, spring is actually exactly the right season for a restart. Not winter, which is emotionally more like waiting and feasting, rather than the actual fasting period, in which everything already calls for living and growing, when you become more vivid. Winter is a great reading time, but spring is the time, in whicch you don't get embarrassed by a little bit rain and clouds, because you still remember the much darker winter, different to summer, where everything is too hot, or you already go home again, just because of some raindrops. Spring is vivid and cool, fresh and still warm and sunny enough to make life better again. Long live spring!

Sunday, March 09, 2014

0 Spaziergang auf dem Feld #2

Heute habe ich beim Spaziergang auf dem Feld einen Habicht gesehen. Er hat gegickert, wie man das bei Habichten nennt, aber ich finde, bei Habichten hört sich der Schrei schon fast nach zwitschern an, so hoch ist er. Ich glaube bei uns in der Gegend ist es ideal für Habichte, es gibt nämlich freie Felder, aber einige Garten, in denen richtig hohe Bäume stehen, also genau richtig für einen Habicht. Bei uns im Garten haben wir über unserem größten Baum einen solchen Pfähle mit Sitzstangen für Vögel, damit sich die Vögel nicht auf den Baum draufsetzen. Letztes Jahr saß einmal ein Habicht auf der Sitzstange. Ich bin damals ganze nah rangegangen. Es ist total faszinierend, etwas anderes als Raben, Tauben oder Spatzen zu sehen, die man ja fast täglich sieht, wenn man mal draußen ist.
(Hier geht zu einer Aufnahme von Habichtrufen)

Today I've seen a hawk on the fields, as I was on a walk. It had this hawksound, that is so high, that it almost sounds like the usual bird tweeting. I think around our place it's ideal for hawks, since there a free fields, but some gardens, in which high trees stand, so exactly the right thing for a hawk. In our garden we have a sitting pole for birds on our highest tree, so that they won't sit on the tree. Last year there was once a hawk sitting on that pole. Back then I came really close. It's really fascinating to see something else than ravens, doves and sparrows, which  you see ever day if you go outside.
(Click here for a soundfile of a hawk)



Der Fuchs und die Raben/The Fox and the Ravens

Ich habe festgestellt, dass seit in unserer ganzen Straße Häuser stehen, die Wildtiere nicht mehr so nah rankommen. Früher konnte ich den Habicht von meinem Fenster aus beobachten, jetzt sehe ich ihn nicht mehr oft. Meine Mutter freut sich, dass bei uns bald weniger Unkraut wächst.
Früher ist bei uns auch der Fuchs oft im Garten herumgelaufen oder man hat im Winter Spuren von ihm gesehen, aber jetzt bleibt nur noch die Erinnerung daran und der Fuchs hält sich eher fern. Ich weiß noch, dass der Fuch früher einmal auf dem Feld mit den Raben gekämpft hat, um irgendeine Maus oder ähnliches, direkt neben unserem Garten und ich das ganze von meinem Fenster beobachten konnte. Jetzt bleiben eben nur noch die Spaziergänge.

I've recognized, that since there are houses in the whole street, the wild animals don't come closer anymore. Previously I could watch the hawk from my window, now I don't see it that often. My mother is glad, that there will grow less weed soon.
There was a fox which used to walk around the garden and sometimes you found tracks of it, but now there's only the memory of it and the fox keeps away from the street. I still remember that the fox once fought with the ravens, because of some mouse or whatever, beside our garden, and I could watch that from my window. Now there only remain the walks on the fields.

Sunday, February 23, 2014

0 Spaziergang bei Sonnenuntergang/Walk by Sunset

Heute war ich auf dem Feld spazieren. Die Sonne ging gerade unter und es war warm, aber das Feld war noch nass vom letzen Regen. Ich hörte, als ich da übers Feld lief, ständig seltsame Geräusche. Zuerst dachte ich, es wären meine Reißverschlüsse, die klapperten, oder vielleicht irgendwelche trockenen Halme, die von Wind bewegt wurden, angesichts der Nässe unwahrscheinlich, aber dann blieb ich stehen um zu lauschen und hörte, dass die Geräusche aus der Erde kamen. Unter der Erde waren hunderte von Würmern, Käfern und anderen Lebewesen, die sich regten und lebten und darauf reagierten, dass ich mit meinen Schritte ihre Welt zum Beben brachte. Unter der Erde war Leben. Es war ein faszinierender Gedanke, dass da unter der Erde, über die meine Füße traten, dass da eine ganze Welt war und irgendwie fühlte ich mich mit dieser anderen Welt verbunden.
Miniaturwelten faszinieren mich, egal ob es fantastische Welten sind oder reale, denn ich versuche mir immer vorzustellen, wie die Welt aus der Perspektive winziger Lebewesen aussieht.

Today I was walking on the fields. The sun was jut setting and it was warm, but the field was wet from the last rain. As I walked along the field, I always heard strange sounds. First I thought it was my zipper that chattered or maybe wet grass that was moved by the wind, though unlikely because of the wet, but then I stopped to listen and heard, that the sounds came out of the soil. Under the soil there were hundreds f worms, bugs and other creatures, who stirred down there and lived and reacted on my feet shaking their world. In the soil there was life. It was a fascinating thought, that in the soil over whch my feet were stepping was a whole world and somehow I felt connected to this world.
Miniature worlds fascinate me, whether they are fantastic or real, because I always try to imagine, how the world may look out of the perspektive of such tiny creatures.