Wednesday, September 17, 2014

Zweiter Schultag, Dritter Schultag und eine kleine Ergänzung zum ersten Schultag

Eigentlich wollte ich einen Teil dieses Beitrags schon vorgestern bringen. Und diesen Beitrag im speziellen gestern. Aber vielleicht lest ihr einfach selbst:

(Dienstagabend, kurz vor Neun)
Grr. Ich sollte endlich mal etwas beichten, das ich ziemlich lange unterm Tisch gehalten habe.

Ich habe nämlich meine Eltern selber gebeten, bei mir eine Kindersicherung für's Internet einzustellen. Einfach, weil ich sonst nicht dazu komme, Nachts zu schlafen, oder einfach zu merken, wie lange ich eigentlich schon am PC war. Und auch wenn es inzwischen ziemlich nervig ist, da ich nur die Zeit bis um Neun Uhr zur Verfügung habe, um meinen Blog zu betreiben, funktioniert es recht gut. Nur leider hatte ich gestern das kleine Problem, dass ich noch gar nicht fertig war, als  es schon neun war. Trotzdem habe ich dann den Beitrag erstmal rausgehauen, denn nur am ersten Schultag kann man über den ersten Schultag berichten (Es sei denn, man macht einen Wochenbericht, aber das wäre zu viel auf einmal gewesen und hätte nie funktioniert.)

Also habe ich heute aber gemerkt, dass einiges von dem, was ich berichten wollte, in dem Beitrag von gestern fehlt. Also haue ich jetzt, etwas zwanzig Minuten vor Neun Uhr und bevor meine Mutter mich zum Zähneputzen schickt (ja, ich schäme mich nicht dafür) noch einen Artikel raus. Hoffen wir mal, dass ich innerhalb von zwanzig Minuten etwas ordentliches zusammenkrampfe.

Was mir gestern vor allem wohl gefehlt hat, war wohl Organisation. Ich habe angesichts meines Kurzurlaubs im Allgäu ;-) total verpennt, irgendwie Tinte für meinen Füller und ein Hausaufgabenheft zu kaufen. Das mit dem Füller war schon die ganzen Sommerferien ein von mir selbst konsequent ignoriertes Problem, aber in der Schule kann man anders als bei Notizen nicht einfach einen Bleistift nehmen und ohne Hausaufgabenheft fühle ich mich total verplant. Erst als ich gestern am Nachmittag in Schreibwarenladen stand und die wichtigsten Schulsachen schon hatte, insbesondere mein geliebtes Hausaufgaben-Häfft (Ich mache hier schamlos Werbung, denn für Häfft muss man sich nicht schämen) und da fühlte sich der erste Schultag einfach großartig an. Da war ich selig, denn ich hatte aufheiternden Dummsinn, Organisation und jede Menge frisches Papier, das nun vollgekritzelt werden darf (Es kann schon passieren, dass ich in meinen Schulheften nebenbei noch irgendwelche anderen Geschichten unterbringe)

Was die Lehrer angeht, bringe ich wohl noch einen ausführlicheren Artikel, jeder Lehrer wird hier einen Ehrenplatz bekommen, besonders mein Lieblingslehrer Herr F.

(Ab diesem Moment weiß ich, dass ich es nicht mehr schaffe, den Artikel beizeiten zu Ende zu schreiben, weil ich mich schon viel zu sehr von Mira Bluhm und Julie habe ablenken lassen. Aber ich schreibe einfach weiter, jetzt im Editor)
Heute war eigentlich nichts besonderes. Ich war wieder etwas müde und zerstreut von der durchlesenen Nacht und die meisten Fächer knüpfen beinahe nahtlos an das letzte Schuljahr an, was mich im Gegensatz zu einigen meiner Klassenkameraden nicht so sehr stört, da es beruhigend ist, angesichts der Änderungen, die inzwischen eingetreten sind. In den meisten Fächern sitze ich allein oder ich saß in den letzten Jahren nicht mit ihr zusammen, aber in Latein saß ich neben meiner Freundin, die jetzt aber für ein Jahr in den USA ist und nun ist sie eben weg. Und ohne sie ist es furchtbar einsam. Klar, ich habe noch andere. Aber sie war eine ganz besondere, das sage ich ganz offen und ohne sie fehlt hier was.
Ballettraining war heute endlich mal eine weitere Routine, die gefehlt hat und die ich vermisst habe (Ja, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, auch wenn er sich an alles gewöhnt, aber er ist ein Gewohnheitstier, der auf Veränderungen reagiert...) und da war es wirklich mal gut, dass ich mich ein wenig bewegen konnte, ein wenig schwitzen (Ballett ist anstrengend. Allen Leuten, die Ballet für Kinderkram halten und sich Ballerinas in rosa Tutus vorstellen empfehle ich eine Balletstunde bei meiner Lehrerin. Ballett ist kein Barbiefilm und unsere Trikots und Schläppchen sind im übrigen Schwarz. Da kriegt man nämlich die Schweißflecken besser raus) und am Ende einfach mal den Kreislauf in Schwung bringen konnte, denn das fehlt mir in den Ferien am meisten von allem. Wie es morgen wird? Da wird morgen nachgetragen. Und dann hoffentlich endlich mal veröffentlicht ;-)

(Mittwochnachtmittag, verschwitzt, war gerade in der Stadt im Schreibwarenladen und habe außerdem eine erstaunliche Entdeckung gemacht, aber davon später)
Durch die Schule geschlafwandelt...
Heute bin ich am morgen total durch die Schule geschlafwandelt, ich musste mich ständig strecken und recken und gähnen damit ich überhaupt wach blieb. Dafür, dass ich kaum noch konnte, habe ich mich aber wacker durch den Schultag geschlagen :) Allerdings sollte ich endlich mal die Info in mein Gehirn prügeln, dass es nicht klug ist, bis Mitternacht aufzubleiben, weil man da unter Garantie noch eine ganze Stunde bleibt, bis man überhaupt einschläft. (Seltsam, ich bin trotzdem um 5:30 aufgewacht. Wie ich das geschafft habe ist mir selbst ein Rätsel.) Ein kurzer Schultag und ich fühle mich immer noch alleingelassen. Ohne etwas erwähnenswertes. Zu Lehrern jeglicher Art schreibe ich vielleicht einen Extrapost für jeden Lehrer. :)
Heute vorm Schreibwarenladen habe ich eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Es gibt da nämlich so eine ältere Frau, die oft bei uns an der Schule vorbeiläuft und sich dann immer beklagt, dass die Schüler so unhöflich sind, obwohl sie sich selbst ständig unter aller Sau benimmt. Jedenfalls, sie motzt ständig Schüler an, und natürlich machen sich manche Schüler auch einen Spaß drauß. Deshalb habe ich immer gemischte Gefühle, wenn sie mal wieder total unhöflich ist, weil ich vermute, dass sie einfach geistig nicht mehr ganz fit ist und es unverdient ist, wenn sich meine Mitschüler über sie aufregen.
Heute kam ich in der Stadt an ihr vorbei und begrüßte sie mit einem "Hallo". Ich weiß eigentlich, dass an nie höflich genug für die Frau ist. Sie regt sich immer auf. Und so war es wieder. Sie murmelte abfällig "Hallo" und "Was soll ich mit Hallo" und blickte düster umher.

(Um viertel vor acht mit zittrigen Fingern, weil es schon wieder so spät ist)
"Guten Tag noch" sagte ich und hob die Hand. Da erstrahlte das Gesicht der Frau plötzlich und sie lächelte mich an.
"Guten Tag." sagte sie und war plötzlich ganz zufrieden und mir wurde klar, dass alles, was die Frau vermutlich irgendwo in ihren verqueren Gedanken stört die moderne Sprache war. Sodass ihr Hallo schon zu unhöflich erscheint, so wie ich auch nicht "Hi" zu meiner Oma sagen würde (okay, andere als ich vielleicht schon, aber ich nicht.)
Interessant, oder? Da denkt man, die ist doch besheuert und dann ist alles was sie braucht ein "Guten Tag" statt einem "Hallo". Schräg.

Und hiermit lasse ich endlich mal meine Post los... Und morgen muss ich endlich mal eine Rezi zu Ende kriegen. Macht's gut Leute :)

2 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. warum kommt mir das, was du beschreibst, so bekannt vor? :D kein Zeitgefühl im Internet, abends zu lange wach bleiben und so weiter :D ich hab mir dieses Jahr vorgenommen, in der Schulzeit abends immer um 8 ins Bett zu gehen, weil ich neun Stunden Schlaf brauch... bisher hab ichs durchgezogen, heute ist aber auch erst Tag 3 und gestern war es eigentlich schon halb neun.... schlimm, schlimm....
    Das mit der alten Frau finde ich interessant. In Frankreich ist es so, dass man nur zu den Freunden und innerhalb der Familie "Hallo" (also "Salut") sagt, zu allen anderen sagt man "Bonjour". Als ich nach einem sechsmonatigen Schüleraustausch wieder nach Deutschland gekommen bin, war es richtig seltsam zu allen möglichen Leuten "Hallo" zu sagen... aber "Guten Tag" oder "Grüß Gott" war mir dann auch wieder zu hochgestochen...

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    1. Tja, so ist das eben mit dem Internet. Mit dem genialen, verdammten Internet. Aber bei älteren Leuten habe ich weniger ein Problem "Guten Tag" zu sagen. Ich meine, für die ist das "Guten Tag" das, was bei uns noch Hallo ist und Hallo ist für die schon "Hi" und das sagt man ja auch nur zu Freunden :-)

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