Saturday, February 15, 2014

Die Galionsfigur #5

Am selben Tag als der junge Mann und seine Frau in die Stadt kamen wurde endlich das Kind des Wirtes geboren. Es war eine weitere Tochter. Damals galt eine Tochter weniger als ein Sohn. Der nun eigentlich nicht mehr arme Mann war enttäuscht. Er hatte einen Sohn gewollt. Aber nun also eine zweite Tochter. Sowie er erfuhr, dass es ein Mädchen war, war die Geburt für ihn keine große Sache mehr. Er ging wieder hinab in die Schenke und wollte von seiner Tochter nichts wissen.
Die Mutter liebte ihre Tochter sofort, wie sie es auch bei der erste Tochter getan hatte. Sie war ein wunderschönes Mädchen, mit dunklen Haaren, die man schon bei ihrer Geburt sehen konnte. Und sie hatte klare Rehbraune Augen, die sie insgesamt zu einem kleinen Reh machten. Sie war so unterschiedlich von der ersten Tochter, die blaue Augen, blonde Haare und Sommersprossen hatte. Wie die Mutter ihre zweite Tochter bekam, sorgte sie sich weniger um ihre erste. Ihre erste Tochter schloss sich den Kindern ihres Viertels an, den Kinder all jener, die zwar nicht reich waren, aber ein Dach über dem Kopf und Ersparnisse hatten. Was zu jener Zeit manchem ärmeren schon wie Reichtum erschien. In ihrer Bande legte sie sich oft mit den Straßenkindern vom Rande der Stadt an.
Ihre kleine Schwester hingegen wuchs die ersten Jahre ihres Lebens behütet bei ihrer Mutter auf.
In dieser Zeit wurde der Wirt des Schollenwirtes dutzende Male betrogen, sodass sein Herz sich noch mehr verhärtete und er den Ärmeren Menschen alles zutraute, was es an Verbrechen und Schändlichkeit gab.

At the same day when the young man and his wife arrived the city, finally the child of the tavern keeper was born. It was another daughter. Back then a daughter counted less than a son. The man, who actually wasn’t poor anymore was embarrassed. He had wished for a son. But now he had a second daughter. Just as he heard, that it was a girl, the birth was no greater matter for him anymore. He went down to the tavern and didn’t want to hear a single word about his daughter. The mother loved her daughter from the first moment, just like she had loved her first daughter. She was a beautiful girl, with dark hair, already visible at birth. And she had plain, deer-brown eyes, which altogether made her a little deer. She was so different from the first daughter, who had blue eyes, fair hair and freckles. As the mother had born her second daughter, she cared less about her first. Her first daughter strayed around with the kids in the district, children of those, who weren’t rich, but had a roof over their heads and savings. This was for many of the truly poor still wealth. In her gang she often took the street kids on. Her little sister on the other hand grew up sheltered by her mother. In this time the keeper of the Clod was deceived dozens of times, so that his heart even more hardened and he didn’t put even the most dishonorable things and crimes past the poorer people.

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