Saturday, September 20, 2014

"Jeanne" -Ursula Flacke

Ich hätte echt nicht gedacht, dass mich ein historischer Roman mal soo langweilen kann. Vor allem, es geht um Jeanne d'Arc, das kann doch nicht so langweilig sein, oder? Und ich mag Geschichte. Geschichte ist interessant und aufregend, wenn es darauf ankommt.

I'd never thought that a historical novel can bore me so much. Especially since it's about Jeanne d'Arc, that can't be boring, can it? And I like history, history is interesting and exciting when it's about that.

Sorry für das verwaschene Bild... ich habe das
Buch leider nicht mehr, sonst würde ich ein
neues machen.
/Sorry for that washy picture... I don't
have the book anymore, otherwise I'd take
a new picture.
Aber das hat dieses Buch mich einfach gelangweilt. Problem: Überall sind Fußnoten. Ich hätte sie einfach ignorieren können, aber das habe ich nicht. Stattdessen habe ich auf jede einzelne Fußnote einen Blick geworfen. Vielleicht war das auch der Fehler, ich weiß es nicht. Jedenfalls, in den Fußnoten standen Zitate aus irgendeiner historischen Quelle. Als Beweis, dass alles sauber recherchiert war. Naja, auch wenn, soweit ich das verstanden hatte, alles einer einzigen Quelle entnommen war? Das Problem war, dass wenn in der Handlung irgendetwas passierte, dass dann in den Fußnoten eine Zeile aus irgendeiner historischen Quelle stand, in der exakt das gleiche drinstand. Nicht wortwörtlich. Aber um den Inhalt des Buches wiederzugeben, hätten die Fußnoten beinahe gereicht.

But this book simply bored me. Problem: Footnotes everywhere. I could have ignored them, but I didn't. Instead I looked up every sigle footnote. Maybe that was he mistake, I don't know. Anyway, the footnotes contained quotes from some historical source. To proof that everything had been researched properly. Well, even though, as far as I've got it, everything had been taken from one single source? The Problem was, that anytime when there was action, in the footnotes there was something from that historical source in which it by meaning said exactly the same. Not verbatim. But to depict the book's content the footnote could have already been enough.

Die gute Frau Flacke versucht sehr wohl, sich in Jeanne hineinzuversetzen und die Sprache ist schon recht bilderreich, aber man fragte sich stellenweise schon fast, ob es ihr wirklich Spaß gemacht hat, diesen Roman zu schreiben, denn was ist mit den wildesten Theorien die manche Pseudohistoriker manchmal aufgreifen, um Jeanne d'Arc noch interessanter zu machen? Ich meine jetzt nicht, dass Ursula Flacke die hätte aufgreifen müssen. Wenn es "historisch korrekt" zugeht, dann eben so. Aber das ist mir fast schon zu langweilig. Ein bisschen Spekulation gehört zur Geschichtsschreibung dazu (auch wenn Historiker behaupten, dass sie das ja niee tun) und das hier liest sich größtenteils fast wie ein ganz normales Geschichtsbuch (Eigentlich nicht, aber bei der Länge ist das letztendlich schon wieder anstrengend) und der Wert als Roman (Es wird immer nur bschrieben, was Jeanne fühlt. Aber es wird nicht erklärt, was sie wirklich denkt, das wird eher nur angerissen) ist meine Meinung nach eher gering. Ich hätte vermutlich die Fußnoten weglassen sollen, aber ich hätte, wie schon gesagt, genausogut die Fußnoten lesen können um die wichtigsten Aussagen des Buches zu erhalten. Anders als bei Walter Moers oder Jonathan Stroud (kein Vergleich) waren die nämlich nicht besonders unterhaltsam :D

Good old Ms Flacke actually tries to put herself in Jeannes position and the language is quite picturesque, but at some passages you wonder, if it really was fun to write this novel, because what about the wildest theories that some pseudo-historians sometimes pick up to make Jeanne d'Arc even more interesting? I don't mean Ursula Flacke should have picked them up. If it's about being "historically correct", then this may be. But this is almost too boring. A bit of speculation always comes with historiography (Even though some historians tell, that the never ever do that) and this is like reading some normal history book (actually not, but the length is by and all already exhausting) and the value as a novel (It described what Jeanne feels. But never, what she really thinks, that's only touched on) in in my opinion little. I should have let away the footnotes perhaps, but as I wrote, I could also have read the footnotes to get the most important states of the book. Different to Walter Moers or Jonathan Stroud (That's no match for) they weren't really entertaining :D

2 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Geschichte finde ich auch ziemlich spannend. Historische Romane mag ich erst seit kurzem, aber dafür liebe ich sie jetzt! Von dem Buch hab ich noch nie was gehört, aber dann lass ich auch besser die Finger davon ;)

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  2. Danke für die Rezension. Dieses Buch wäre sonst sicherlich bei mir im Einkaufskorb gelandet. Gerade Jeanne d'Arc ist ja eine interessante Persönlichkeit. Schade, dass das Buch kein Glücksgriff ist.

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