Saturday, May 23, 2015

Fantastische Wanderungen


Kuckuck. Ich habe vor einiger Zeit im Rahmen des Wander-TAGs einen mit Fantasyfragen gespickten Tag kreiert und neulich hat das das Fellmonsterchen die Fragen auf ihre unterhaltsame Weise beantwortet. Da es mich sowieso schon wie verrückt in den Fingern gejuckt hat, die Fragen zu beantworten (auch wenn ich darauf praktisch nichts richtig beantworten kann, dafür ist Fantasy meiner Meinung nach einfach vieeel zu Facettenreich) mache ich das sehr gerne. Here we go:

Was für eine Figur wärst du in einem Fantasyroman?

Sehr schwierig. Ich will immer alles mögliche sein. Aber, ich denke eine Figur aus einem meiner Schreibprojekte trifft es ziemlich gut: Sie heißt Thea und ist Gestaltwandlerin, kann sich also in alles mögliche Verwandeln, Menschen, Tiere und Bäume, nur Gegenstände gehen nicht. Sie kann sich auch in Elfen, Zwerge und Trolle verwandeln, ihr Geschlecht ändern, entscheiden, ob sie schön oder hässlich ist, sportlich oder etwas dicker, etc. Nur ihr Alter kann sie nicht ändern. Und ist dann aber, obwohl sie wunderschön aussehen könnte, am liebsten eine dicke kleine Trollin. Sie ist eine der Nebenfiguren, aber nicht Sidekickmäßig, sondern die, die die Hauptfigur ständig aus der Patsche holen muss und gerade weil sie aussehen kann wie sie will, ist ihr ihr äußeres nicht so wichtig.
Ansonsten wäre ich als Fantasyfigur sehr ich selbst. Ich hätte auch ein bisschen was von Hermine und Luna aus Harry Potter, die Klugscheißerei und Streberei und das Außenseitertum. Beziehungsweise, ich bin ja so. Ich finde mich darin wieder, weil ich in der Hinsicht. Nur, dass ich eben eine Gestaltwandlerin und keine Hexe wäre, weil ich nicht weiß, was für ein Wesen ich eigentlich sein will.


Wohin fliehst du wenn du gejagt wirst?

Baumhausbibliothek hört sich gut an, oder? Gut. Ich bin Baumhausbibliothekenfetischistin. Das Baumhaus wäre dann total sicher, weil ich meine Feenarmee und mein Einhorn Ernst in den Ästen des Baumes stationiert hätte. Und jeder, der das nicht kapiert, wird vom Baum geschmissen, klar?

Wer wäre in einem Fantasyroman dein Erzfeind? Was hätte er für einen Charakter und mit welchen Waffen würde er dich bedrohen?

Hmmm, schwierig, weil bei mir eigentlich immer alles Friede-Freud-Eierkuchen ist und mich (fast) alle mögen. Aber ich nehme an, so ein rechtsextremer Idiot. Er wäre dann aber in etwa so ernst zu nehmen wie Heintz Doofenschmirtz aus "Phineas und Ferb" und würde wahrscheinlich dummerweise ein paar ziemlich mächtige Waffen besitzen, irgendwas in Richtung Todessternlaser und Atombombe. Bloß im Fantasystil, das heißt, es wäre natürlich irgendein magischer Gegenstand, der sie Welt vernichten würde.
Ansonsten habe ich in meinen Geschichten eigentlich gar keine richtigen Erzfeinde. Meistens sind es die inneren Ängste und Zwiste zwischen den Hauptcharakteren, die viel mehr hergeben und einen im echten Leben auch eigentlich mehr fertigmachen.

Mit welchen Waffen würdest du dich verteidigen?

Laserschwertern? Okay, nein, mit Büchern. Die ich von der Baumhausbibliothek runterschmeißen würde. Und meiner Feenarmee, wie gesagt.
Vielleicht auch mit meinen magischen Gestaltwandlerfähigkeiten, ich würde mich dann in ein katzenartiges Raubtier verwandeln und meine Feinde zerfleischen. Oder mit Wasserbändigerfähigkeiten. Um genau zu sein würde ich aber einfach aus praktischen Gründen einen Werkzeugkasten nehmen, dann könnte ich die gefährlichen Superwaffen meines Erzfeindes einfach außeinandernehmen und damit außerdem verhindern, dass er die Welt wie wir sie kennen vernichtet. Oder so ähnlich. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Mein Einhorn Ernst wäre natürlich meine Geheimwaffe...

Wer wären deine Begleiter, deine Gemeinschaft?

Meine Freunde aus dem realen Leben. Ich muss mir zum Glück keine ausdenken. Wir wären ein Haufen verrückter Nerds, die die Welt retten. Und glaubt mir, auf diese weise sind wir unschlagbar. Wahrscheinlich würden wir aber erst einmal ein bisschen Chaos verursachen, bevor wir wirklich zu einem Ergebnis kommen.

Um welches Artefakt würde sich deine ganze Geschichte drehen?

Kommt drauf an. Vielleicht um ein Buch, vielleicht würde es aber um die magische Superwaffe unseres Erzfeindes gehen, die wir zerstören müssten. Oder es geht gar nicht um ein Artefakt, sondern um ganz andere Dinge. Vielleicht wären wir auch ein magisches Ermittlerteam, das Kriminalfälle löst, oder zumindest vor ein Rätsel gestellt wird.

Würdest du verbissen nach dem Artefakt suchen oder zwischendrin auch mal nah am aufgeben sein?

Vorausgesetzt, es handelt sich wirklich um ein Artefakt. Es könnte schließlich auch jederzeit ein Rätsel, ein Krieg oder irgendein Beziehungsquatsch (menschliche Beziehungen jeglicher Art, nicht bloß Liebe und Partnerschaft) sein, um den sich der Fantasyroman dreht.
Aber ich würde wahrscheinlich manchmal zwischendrin denken: "Scheiß auf die Weltrettung, ich will Schokolade und ein Buch haben und damit in Ruhe gelassen werden"
Letzendlich würde ich es dann trotzdem durchziehen (weil, ohne Welt würde es dann irgendwie auch keine Schokolade mehr geben und das wäre traurig) und hinterher denken: "Nie, nie wieder!"

In was für einer Welt würde sich das ganze überhaupt abspielen?

Ha, da kommen wir wieder zu einem Knackpunkt. Ich erfinde dauernd neue Welten und jede davon mit Besonderheiten, die sie von den anderen abhebt. Und ich kann dabei eigentlich auch mal länger in einer einzigen Welt leben, aber irgendwie wechsle ich trotzdem zwischen verschiedenartigen Welten hin- und her. Da gibt es Steampunk-Weltraumwelten, in denen die Leute mit Holzschiffen durch den Kosmos segeln (hab ich mir von "Der Schatzplanet" und der Marswelt aus "Otherland" von Tad Williams abgeguckt) und diverse High Fantasy Welten, von denen überraschenderweise in keiner einzigen Welt Elfen und Orks vorkommen. (Wow, dabei bin ich eigentlich ein Herr der Ringe und Eragon Freak. Aber irgendwie nix mit Elbenelfen, zumindest nicht die klassischen) auch wenn eine oder zwei davon durchaus ans Mittelalter angelehnt sein dürften (Inklusive Ritterinnen. Damit mein Waisenmädchen auch irgendwie von der Straße runterkommt, habe ich den Ritterinnenorden so eingerichtet, dass es allein nach können und nicht nach Geburt geht. Ähm, also Mittelalter? Keine Ahnung). Ja, ich glaube es ist das beste, ich zähle mal auf, was es alles nicht wäre: Es wäre keine klassische High Fantasy Welt. Es wäre kein Urban Fantasy mit Werwölfen und Vampiren und Liebesgeschichte. In den wenigsten Fällen (außer in einer einzelnen Geschichte) wäre die magische Welt vor der "normalen" Welt verborgen. Aber da wir von einem bösen Overlord sprechen, gegen den ich kämpfe (ja, es ist eigentlich eine Mischung aus meinem Naziklassenkameraden und Heintz Doofenschmirtz aus Phineas und Ferb) nehme ich an, dass wir in einer Welt wären in deres böse Overlords gibt. Aus welchen Gründen auch immer. Es gäbe auf jeden Fall  fliegende Flatterfeen, Einhörner und Baumhausbibliotheken. Ganz wichtig.

Welche soziale Stellung hättest du in der Welt in der du leben würdest?

Das erstaunliche ist, dass die meisten, die diesen Tag bisher beantwortet haben, mit "normal" geantwortet haben. Okay? Was ist normal überhaupt? Offenbar findet jeder, dass seine eigene soziale Stellung normal ist. Aha. Dazu muss ich allerdings einwerfen, dass ich vermute, dass diejenigen, die ihre soziale Stellung als normal bezeichnet haben, anders leben als ich. Irgendwelche Wissenschaftler teilen Haushalte in bestimmt Kategorien ein... aber am Ende finde ich, dass jeder Haushalt eigentlich anders ist. Gerade weil die Mittelschicht so groß ist, ist es ja auch schwer zu sagen, was typisch für sie ist. Ja, ich meine Eltern arbeiten beide und haben zwei Kinder, meinen Bruder und mich. Wir haben zwei Autos und leben in einem Einfamilienhaus mit Garten. Ist das normal? Auf jeden Fall ist es spießig, das gebe ich zu. Andererseits gibt es auch Dinge an uns, die übehaupt nicht mehr normal sind, die eindeutig nicht typisch sind und... halt, es geht hier doch eigentlich bloß um eine triviale Tag-Frage aus dem Internet, die ich mir zu allem Überfluss selbst ausgedacht habe, oder? Krrk.
Nochmal von vorne. Ich muss mir zumindest keine Sorgen um Geld machen (Gedanken schon, aber keine Sorgen) und weil ich etwas seltsam bin, schauen mich die Leute immer etwas schief an. Aber ich bin nicht arm und hab ein paar Freunde, habe so etwas wie ein Sozialleben. Ich gehe wahrscheinlich nicht zu Partys außer aus Zufall und hätte, abgesehen davon, dass ich heimlich (wie einige Superhelden: Im Alltag Nerds und Außenseiter, aber zwischendrin Kick-Ass) ab und zu die Welt rette. Wobei dann letzterer Punkt mit der Rettung der Welt nicht mehr der Realität sondern meiner Fantasie und meinem Wunschdenken entspricht.

Hätte deine Geschichte ein gute, schlechtes oder mehr oder weniger offenes Ende?

Der böse Overlord darf jedenfalls noch nicht sterben, es muss schließlich noch zig Fortsetzungen geben ;-)
Also, ja, ein mehr oder weniger offenes Ende. Alles ist soweit gut, allerdings sind ein paar Leute gestorben und es wird nie wieder so sein wie vorher. Und es gibt immer noch Gefahren, die ausbrechen könnten. Schließlich hat es in der Realität keine echten Enden, vom Tod mal abgesehen. Gibt es eigentlich Bücher, in denen am Ende der Protagonist friedlich in seinem Bett stirbt?

Auf einer Skala von eins bis drölf: wie dämlich und sinnlos findest du den Wander-TAG? (Und wie sehr nervt es dich eigentlich, dass ich den Wander-TAG gerade mit so viel Fantasy angefüllt habe?)

Ähm... *nervös kicher* ich habe mir die Fragen selbst ausgedacht. Tähä. Und ich merke mit jeder Frage, die ich hier beantworte, dass ich offenbar gerade deshalb Geschichten schreibe, weil ich selber nicht weiß, was ich sein will oder was für eine Geschichte ich bin. Und wenn ich schreibe, kann ich ja alles mögliche gleichzeitig erfinden. Bähm.

So, das war's. Ich habe damals, als ich die Fragen erfunden habe, fast alle möglichen Leute getaggt, aber irgendwie haben bis jetzt nur drei oder vier Blogs die Fragen beantwortet. Tja... wer von euch Lust hat, die Fragen zu beantworten, nachdem er sie hier gelesen hat, der möge es tun, aber ich habe momentan nicht das Gefühl, dass es sich lohnt jemanden zu verlinken, weil dann eh die Hälfte nicht antwortet. Bleibt trotzdem so schlumpfig wie ihr seid :-)

eure Mulan

2 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Keine Ahnung, wann du die Fragen erfunden hast, aber hast du mich damals auch getaggt? Bitte sag nein, weil sonst muss ich dringend an meinem Gedächtnis arbeiten :D Falls ich irgendwann mal den Stapel ungelesener Posts, der sich in den letzten Tagen aufgebaut hat, durchhab, muss ich aber mal meine Fantasie ankurbeln und diese Fragen auch beantworten. Könnte aber etwas dauern, weil ich meine Fantasie nicht sonderlich spontan ist :D

    Liebe Grüße, Lioba

    ReplyDelete
    Replies
    1. Also falls nicht, bist hiermit jedenfalls getaggt :D
      Tsst! Also wenn du schon frägst... und da ist es auch schon wieder egal, wie spontan deine Fantasie ist, wirklich. Ich würde nämlich seeehr gerne wissen, was du auf diese Fragen antworten würdest ;-)

      lg Mulan

      Delete

Ich will Kommentare! Je mehr desto besser! Diese Bloggerin ernährt sich von Kommentaren, also lasst sie nicht verhungern! Haut in die Tasten! ;-)