Sunday, June 14, 2015

Eine schlumpfabhängige Zeitung, worin ein Einhorn interviewt wird.

Rosaflauschige Einhörner erfolgreich ausgewildert! 

Nachdem in den letzten Jahren immer wieder Nutellasümpfe trockengelegt und ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit vollkommen ausgebeutet wurden, haben viele rosaflauschige Einhörner ihren natürlichen Lebensraum verloren und irren ziellos durch die Einöden, die sich inzwischen an diesen Stellen befinden. Deswegen mussten viele dieser Einhörner vorübergehend in Flüchtlingslagern rund um Bohemia untergebracht werden. Um der Heimatlosigkeit der Einhörner entgegenzusteuern, die leider nicht alle an einem Ort leben können (zu viel Puscheligkeit und Flauschigkeit auf einmal und leider muss man auch Rücksicht auf die Marshmallows in den Nutellasümpfen Rücksicht nehmen, die unter Puscheligkeitsallergie leiden).
Darum wurde in mehreren Verhandlungen mit Einhörnern, Flauschies, Pommelchen und Marshmallows schließlich beschlossen, dass Wuscheligkeit in seiner natürlichen Umgebung gehalten werden muss, und die Flauschies der Insel Wuschel erklärten sich bereit, den rosaflauschigen Einhörnern Asyl zu geben, bis endlich wieder Normalität oder sowas ähnliches in der Nutellaine eingekehrt ist. Inzwischen wurden erste Einhörner erfolgreich in den Kuschelbeerhainen und Wuschelbeerwäldern der Insel ausgewildert. Der Sprecher der Einhörner, Ernst, das Einhorn, erklärte sich bereits da sehr glücklich über diese Lage. Unsere Reporterin Schlumpfine von "Das Schlumpfblatt -die schlumpfabhängige Zeitung" hat ihn interviewt.





Schlumpfine: "Guten Tag, Herr..."

Ernst: "Ernst Einhorn. Sie dürfen mich Ernst nennen"

Schlumpfine: "Also Herr Ernst-Einhorn, was verschafft mir die Ehre ihres heutigen Besuches?"

Ernst: "Ähm... also, du hast mich eingeladen, oder? Weil wir über Flauschigkeit reden wollten. Oder so" Schlumpfine: "Ja, ähm, genau... eigentlich über Schlumpfigkeit. Was ich sie fragen wollte: Wie schätzen sie ihr Lage im Vergleich zu vorher ein? Schlumpfiger? Oder unschlumpfiger?"

Ernst: "Meinen sie vor und nach meiner Auswilderung oder vor und nach der Trockenlegung der Nutellasümpfe? Die Auswilderung war natürlich flauschig, aber das ist immer noch nicht zu Vergleichen mit der freien, fluffigen Wildnis der Nutellasümpfe"

Schlumpfine: "Sie meinen also, alles sei eigentlich jetzt ganz schlumpfig?"

Ernst: "Nein! Auf keinen Fall! Vorher war es viel puscheliger!"

Schlumpfine: "Das heißt sie sind gar nicht glücklich über ihre Auswilderung? Wo wären sie denn lieber?"

Ernst: (genervt) "Ach kommen sie doch. Ich meinte schon, dass es ganz puschelig ist, ich freue mich aber eben ehrlich gesagt schon darauf, dass endlich einmal jemand Herzogin Nisi de Nutellaine das Handwerk legt und ich zurück kann. Verstehen sie?"

[...]

Schlumpfinia (flüstert Schlumpfine zu): "Themawechsel! Sonst kommt er ins schwafeln."

Schlumpfine: "Okaaay... versuchen wir doch einfach mal ein anderes Thema anzuschlagen. Was sind denn eigentlich ihre Aufgaben als Sprecher der Einhörner?"

Schlumpfinia: (besorgt) "Mama, hast du dich nicht vorher darüber informiert?"

Ernst: "Ich nehme an, zu sprechen?"

Schlumpfine: "Oh... ähm, das heißt also, sie nehmen diese Bezeichnung Ernst?"

Ernst: "Ich nehme alles Ernst! Ich meine doch, dass ich meine Aufgabe als Sprecher sehr ernst nehme! Oder spreche ich etwa nicht?"

Schlumpfine: "Hmm, ähm... (kichert nervös) ich hätte ja nicht gedacht, dass sie die Bezeichnung so wörtlich nehmen..."

Schlumpfinia: (leise, aber energisch)"Mama! Diese Bezeichnung ist wörtlich gemeint!"

Schlumpfine: (kichert)

Ernst: (ironisch) Hihihi.

Schlumpfine: (hat sich wieder eingekriegt) "Sie sind also Sprecher der Einhörner."

Ernst: "Deswegen haben sie mich doch eingeladen, oder? Weil ich der Sprecher der Einhörner bin"

Schlumpfine: "Schlumpfiziell?"

Ernst: "Selbstverständlich. Es steht sogar in meiner Geburtsurkunde"

Schlumpfine: "Verzeihung... in ihrer...?"

Schlumpfinia: (windet sich, kaut auf ihrem Bleistift herum und stöhnt)

Ernst: "Geburtsurkunde. Das Sprechergen wird genealogisch höchst kompliziert vererbt. Deswegen heiße ich übrigens Ernst. Meine Urgroßmutter war auch Sprecherin der Einhörner und hieß auch Ernst"

Schlumpfine: "Ich dachte nur, das sei eine schlumpfizielle, amtliche Bezeichnung..."

Ernst: "Amtlich?" 

Schlumpfine: (verzweifelt) "Naja, dass das schlumpfiziell ist... das das ein Amt ist. Eine Art Beruf. Sprecher der Einhörner hört sich doch großartig an"

Ernst: "Ist es aber nicht"

Schlumpfine : "Wieso denn?"

Ernst: "Nun, das liegt doch auf der Hand: Ich kann mit niemand anderem sprechen."

Schlumpfine: "Warum denn? Wo sie doch Sprecher sind!"

Ernst: "Sind sie sich der Bedeutung dieses Begriffes überhaupt bewusst?"

Schlumpfine: "Ähm... nun ja..."

Ernst: "Es bedeutet, dass ich offiziell das einzige Einhorn bin, das sprechen kann"

Schlumpfinia: (leise und verzweifelt) Mama, das hättest du schon vorher wissen müssen!

Schlumpfine: "Oh."

[...]

Schlumpfine: "Aber ich nehme an, sie fühlen sich dennoch für ihre Artgenossen verantwortlich?"

Ernst: "Nicht wirklich. Ich bin Sprecher der Einhörner, aber ich bin das wahrscheinlich unflauschigste Einhorn auf der ganzen Welt."

Schlumpfine: "Der ganzen...? Also mal ehrlich, verspüren sie nicht wenigstens ein kleines bisschen Pflichtgefühl?"

Ernst: (trocken) "Nein." [...]

Schlumpfine: "Wie sieht es denn mit Privatleben aus?
Haben sie vielleicht eine Partnerin? Oder Kinder?"

Schlumpfinia: (flüstert) Mama, das ist überhaupt nicht wichtig!

Ernst: "Nein."

[...]

Schlumpfine: "Was ist denn ihre Lieblingsfarbe? Schlumpfblau? Einhornrosa"

Schlumpfinia: (flüstert) Interessiert keinen!

Ernst: "Diese Farben werden überbewertet"

Schlumpfine: (aufdringlich) "Grasgrün? Blütenweiß?"

Schlumpfinia: (flüstert eindringlicher) Das interessiert keinen!

Ernst: (augenrollend) "Großstadtgassengrau wenn's recht ist."

[...]

Schlumpfine: "..."

Ernst: "..."

Schlumpfine: "...ähm..."

Schlumpfine: "..."

[...]

Schlumpfinia: (nun ziemlich laut) "Mama, solltest du nicht den Themenfokus auf das Asyl der rosaflauschigen Einhörner legen?"

Schlumpfine: "Pfiniaschätzchen, du hast mir versprochen, mich nicht zu unterbrechen, wenn ich mein allererstes Interview führe! Jetzt tust du das schon zum x-ten Mal!"

Schlumpfinia: "Aber Mama! Das was du da machst kann man ja kaum als Ernsthaften Journalismus verkaufen! Sowas machen vielleicht die Klatschblätter die du liest!"

Schlumpfine: "Nenn du sie bloß Klatschblätter und lach du nur! Du verstehst sie bloß nicht!"

Schlumpfinia: "Das ist gerade das geringere Problem. Mama, du hast gesagt du bist vorbereitet, stattdessen lieferst mir diese Schmierenkomödie!"

Schlumpfine: "Ich habe mich vorbereitet! Ich habe extra geduscht, ein frisches Kleid angezogen und mich sogar geschminkt! Du kannst nicht behaupten, ich hätte mich nicht vorbereitet!"

Schlumpfinia: (stöhnt) "Ich meinte doch nicht diese Art von Vorbereitung!"

Ernst: "Meine Damen, was ist mit mir jetzt eigentlich?"

Schlumpfine: "Schlumpfinia, ich bin deine Mutter und ich verlange dass du mir Respekt erweist statt mir mal wieder mit solchen haltlosen Vorwürfen zu kommen!"

Schlumpfinia: "Mama, du kannst mir doch nicht gerade ernsthaft jetzt damit kommen! Wir müssen gerade ein Ernsthaftes Interview führen!"

Ernst: "Eben, meiner Damen, ERNSTHAFT es geht hier um mich!"

Schlumpfine: "Siehst du, wie du mit deinem unmöglichen Verhalten dieses Interview störst?"

Schlumpfinia: "Bislang hatte dieses Interview die Qualität der SCHLUMPF der Frau! Mit diesem Material können wir doch nicht das Schlumpfblatt verschandeln!"

Schlumpfine: "Verschandeln? Verschandeln nennst du das?"

Ernst: "Interessiert sich hier eigentlich überhaupt noch irgendjemand für mich?"

Schlumpfine & Schlumpfinia: "Nein."

Schlumpfine: "Ich finde es ist doch einmal etwas anderes als diese immergleichen, gestelzten Themen! Es hat doch eine deutlich persönlichere Note, findest du nicht?"

Schlumpfinia: "Aber dann passt es thematisch nicht rein! Mama, das ist einfach Pfusch! Und eine persönliche Note kann man auch subtiler einbringen als mit 'Was ist deine Liebelingsfarbe?' Das ist doch Holzhammerlogik!"

Ernst: "Will mich überhaupt noch jemand interviewen?"

Schlumpfine: "Holzhammerlogik? Ich geb dir gleich einen Holzhammer!"

Schlumpfinia: "Zwecklos. Ich möchte anmerken, dass das gerade ein Diktiergerät ist, das du in der Hand hältst. (greift nach dem Diktiergerät und versucht, ihr es wegzunehmen) Ich glaube, es ist Zeit, dass doch ich dieses Interview übernehme."

Ernst: "Hallo! Ich gehe von euch!"

Schlumpfine: (reißt das Diktiergerät zurück und packt es fester) "Siehst du, das ist doch etwas ziemlich persönliches, das könnte man doch auch in einem Interview verarbeiten: 'Ernsts tiefste Sehnsucht nach dem Tod'! Von wegen, ich habe keine Ahnung "

Schumpfinia: "Das meinst du doch nicht Ernst!"

Ernst: "Doch, ich meine das Ernst"

Schlumpfinia: "Mama, das ist die widerlichste Art von Journalismus die es gibt! Die psyhologischen Probleme eines einzelnen vor der ganzen Öffentlichkeit derat auszubreiten! So etwas würde nicht einmal die SCHUMPF-Zeitung wagen!"

Ernst: "Ich habe nur gesagt dass ich jetzt gehe. Nix Selbstmord?"

(Schlumpfinia überhört ihn)

Schlumpfinia: "Er will doch bloß Aufmerksamkeit! Damit solltest du ihm auf gar keinen Fall entgegenkommen!"

Schlumpfine: (irritiert) Warte mal, Pfiniaschätzchen, ich glaube, du hast da was falsch verstanden..."

Schlumpfinia: "ICH habe etwas falsch verstanden? Ich glaube DU hast da etwas nicht verstanden! Du bringst diese ganze Sache mit dem Journalismus einfach nicht hin!"

Schlumpfine: "Es geht hier doch gar nicht um Journalismus..."

Schlumpfinia: "Bei dir wohl nicht! Bei mir aber schon! Es geht hier sehr wohl um den Ruf und Kern des seriösen Journalismus! Es geht hier um die Ehre, um alles! Hörst du mir überhaupt zu?"

Schlumpfine: "Hörst DU mir überhaupt zu?"

Ernst: "Hallo? Ich will doch gar nicht Selbstmord begehen! Ich wollte nur sagen, dass ich jetzt GEHE" (geht ab)

Die Redaktion von "Schlumpfblatt -die schlumpfabhängige Zeitung" möchte anmerken, dass Ernst keineswegs dem typischen rosaflauschigen Einhorn entspricht, schon allein, weil er als Sprecher der Einhörner nicht rosa und flauschig ist. Ebenso möchten wir anmerken, dass Selbstmord jeglicher Art eine ziemlich dumme Idee ist und was immer auch man sich von dem erhofft, was danach geschieht, nicht kalkulierbar ist und man es nicht leichtsinnig darauf ankommen lassen sollte. Und dass dieser Artikel deswegen doch weniger von Tierschutz handelt, als von ihnen erwartet.

2 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Haha, ein toller Post & super Idee! :-) ♥ lass mich raten, äh.... du magst Schlümpfe und Einhörner? Aber das passt doch gar nicht zusammen *-* rosa und blau........ :D
    Hast du vielleicht Lust, bei meiner Blogvorstellung teilzunehmen? ^^
    LG. <3

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    1. Nee, ich simuliere wirklich nur dass ich Einhörner und Schlümpfe mag ;-)
      Ich finde dass rosa und blau prima zusammenpassen :-)

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