Saturday, June 13, 2015

Ich "praktiziere" Journalismus

Wie hunderttausende andere Zehntklässler in ganz Baden-Würtemmberg durfte auch ich dieses Jahr ein BoGy-Praktikum machen. Endlich habe ich auch mein erklärtes Ziel erreicht, nämlich meinen Praktikumsbericht fertgzustellen, bevor ich meinen Blogpost schreibe, weil letzteres deutlich mehr Spaß macht und ich diesen Bericht dann... gar nicht geschrieben hätte. Morgen muss ich ihn abgeben und er ist tatsächlich sachlich, nüchtern und nur mit den wichtigsten Inhalten ausgestattet worden. Faszinierend, vor allem für mich. Meine Notizen für den Bericht waren eigentlich so gar nicht sachlich und sie handeln von ganz anderen Dingen als der nüchterne Bericht. Den kriegt ihr hier nicht zu lesen, denn wen interessiert schon ein Bericht, in dem es um meine Bewerbung und die Prognosen für die Zukunft des Journalismus geht (schließlich sind Blogs auf gewisse Art und Weise die Zukunft des Journalismus)? Also erzähle ich euch auf meine vollkommen unsachliche und unfokussierte Weise, wie ich die ganzen fünf Tage eines Praktikums bei der Zeitung erlebt habe. Vor allem in Ausschnitten und Fetzen, denn das ganze drumherum ist eher uninteressant


Es gilt als No-Go eine Geschichte mit dem aufwachen zu beginnen, weil es nicht originell, aber es gibt ja auch hunderte Geschichten, die mit einem Prolog beginnen und trotzdem originell sind. Ich wachte also am Montag morgens um sieben Uhr auf und es war praktisch himmlisch. Niemand hetzt mich, nicht einmal meine Mutter, die seit ich fünfzehn bin und wir beide die Rollen, in der ich ursprünglich die Frühaufsteherin war, die ihre eigene Mutter eine Viertelstunde vor sieben geweckt hat, getauscht haben. Sieben Uhr, das ist für mich auch herrlich, weil es auch nicht übermäßig spät ist, sondern eine akzeptable Uhrzeit. Zumindest für mich, weil ich noch die Zeitung lesen will. (Die gleiche Zeitung, bei der ich mein Praktikum hatte. Genau deswegen hatte ich mich dort beworben, im Nachhinein frage ich mich, ob es nicht im überregionalen Bereich interessanter gewesen wäre, bei einer Zeitung in Ulm etwa. War aber auch so okay).

Was wirklich seltsam war, war als letzte das Haus zu verlassen, wirklich alleine zu sein und vollkommen für mich verantwortlich. Ich hätte auch einfach zu Hause bleiben können und keiner hätte es gemerkt. Habe ich natürlich trotzdem nicht gemacht, dafür bin ich viel zu... naja, sagen wir, ich befolge Regeln. Am Bahnhof treffe ich drei Schulekameraden, mit denen ich sonst eigentlich nichts zu tun habe, aber immerhin kommen wir ins Gespräch und reden darüber, wer wo welches Praktikum macht. Die zwei  die schick angezogen sind(ein Junge, ein Mädchen), gehen zur Bank, der in dem eher legeren Aufzug zu einem Ingenieursbüro. Ich habe auch eher normale Klamotten, weil ich mir deswegen keine Sorgen mache. Braucht man sich bei einer Zeitung einfach nicht. Als ich bei der Zeitung ankomme (eine ganze Stunde früher, weil ich mich bei den Zugzeiten verschätzt hatte) ist noch alles dicht und ich traue mich noch nicht so recht, durch den Redaktionseingang zu gehen. An den anderen Tagen sollte das der Eingang sein, an dem

"Ah, du bist die Praktikantin, woher kommst du nochmal?" der Redakteur ist zuständig für Praktikanten, es sieht aber so aus, dass er mich gleich an einen anderen loswerden will. Ich nenne den Namen meiner Heimatstadt und werde prompt direkt in das Ressort gesteckt, das genau für die eine Seite im Lokalteil zuständig ist, das von meiner Stadt berichtet. Nicht schlimm, aber eben kurioser, alltäglicher Wahnsinn, der mich immer wieder amüsiert. Selbst wenn man kaum in Schubladen gesteckt werden kann, wird man es. Der Redakteur ist derjenige, der die Antwort auf mein Bewerbungsschreiben mit "Sehr geehrter Herr Mulan..." angefangen hat, obwohl es, selbst wenn man keine Disneyfilme kennt, genügend Verweise auf mein Geschlecht in meiner Bewerbung gab. Gründliche Arbeit und Recherche, also wirklich.

Der erste Redakteur in dem Ressort in dem ich bin, ist so ein jüngerer Redakteur, dessen Volontariatsordner noch hinten im Regal steht, auch wenn das, schätze ich, auch schon ein, zwei Jahre her ist.
"Hast du heute schon die Zeitung gelesen?" fragt er mich
"Nein"
"Schade, sonst könnte ich dich damit beschäftigen"
Es ist ein bisschen blöd, dass praktisch alle feste Sitzplätze haben, dadurch fühle ich mich wie ein Eindringling, wenn ich mich an einen Tisch setze, der voller Zettel, Briefe und anderem Zeug ist, das nicht mir gehört, also sitze ich wohl ziemlich steif da, als der Redakteur mir den Aufbau einer Zeitung erklärt, auch wenn ich den schon grob kenne. Das werde ich allerdings die ganze Woche tun, denn die Chefsessel in der Redaktion sind so supergemütlich und modern, dass die Rückenlehnen nach hinten nachgeben, sobald man sich zurücklehnt, wenn man sich schon einmal mutig genug gefühlt hat, dass zu tun.

Der Redakteur zeigt mir auch, wie er seine E-Mails kontrolliert und die meisten davon löscht, weil es eher unwichtiges Zeug ist, das eigentlich keinen interessiert. Und einen Leserbrief, den ich gleich lesen darf, über ein Flüchtlingsheim, das bei uns in der Stadt gebaut werden sollte und wegen dem es viel gestreite und Protest gab, weil die Flüchtlinge alle auf wenige Quadratmeter zusammengestopft werden sollten und die Gegner des Bauprojekts (Nicht S21)  gleich als "Pegida" abgestempelt wurden, obwohl das ganze Ding ziemlich nach Einpferchung gerochen hat, dann auch noch in einer Wohngegend, die vielen Leuten sowieso praktissch schon als Ghetto gilt. Eine ziemlich interessante Sache, auch wenn ICH da natürlich nichts in der Zeitung dazu geschrieben habe.

"Kaffeepause"
Es ist gerade mal zehn Uhr und noch habe ich keinen wirklich arbeiten sehen, aber der Redakteur, der nicht wirklich mein Betreuer ist (aber derjenige, der sich um mich kümmern sollte ist immer noch nicht da) macht schon Pause und ich darf auf die Dachterasse mitkommen. Der erste Eindruck von dieser Dachterasse it ziemlich cool, man hat von dort aus eine großartige Aussicht über die Stadt und die Straßen, außerdem ist das Wetter an dem Tag einfach prima. Allerdings sind die ganzen Redakteure, die sich dort um diese Uhrzeit herumtreiben nicht nur Koffein- sondern auch Nikotinabhängig und so ist auch der Traum von frischer Dachluft nach wenigen Sekunden passé. Ich war dann vielleicht für eine Minute oder so Gesprächsthema und alle haben mich angeguckt und natürlich über meinen Namen geredet (das tun sie alle, war wie immer erfrischend). Erst danach, es war halb elf, kam endlich mein Betreuer an.

Eine Lokalzeitung bringt jährlich fast immer wieder die gleichen Themen. Natürlich, es ist langweilig, aber es sind eben immer die gleichen Volksfeste, die gleichen jährlichen Veranstaltungen und Personen, die für die Zeiung befragt werden (wie bei den Kommunalwahlen, bei denen fast immer die gleichen Kandidaten aufgestellt werden) und so ist die jährliche Eröffnung des Freibads in meiner Stadt auch Thema der Zeitung. Ich lese solche Artikel eigentlich nicht einmal selber, und den Redakteuren ist es offenbar auch nicht sonderlich wichtig, was sie machen. Der Redakteur, de mich betreut, fährt also erstmal in meine Stadt, leert den Redaktionsbriefkasten der Zeitung (ja, so etwas gibt es tatsächlich heutzutage noch) und dann geht es weiter zum Freibad, wo ihn der Schwimmmeister (Nicht Bademeister) begrüßt und einen Kommentar darüber macht, die gleiche Geschichte wie jedes Jahr zu bringen. Wer kann es ihnen auch verdenken, schließlich ist das einzige, was die Leute wirklich interessiert nur der Eröffnungstermin.

Habe ich während des Praktikums überhaupt gearbeitet? Ja, eigentlich schon. Viel habe ich die ganze Zeit über nicht gemacht, hauptsächlich habe ich Meldungen bearbeitet. Einmal durfte ich Fotos schießen, einmal habe ich sogar einen kleinen, zweispaltigen Artikel geschrieben und eine Kleinigkeit recherchiert... am Ende jedes Tages war ich immer verwundert, wie anstrengend es war, obwohl ich eigentlich hauptsächlich den Kleinkram bearbeitet habe. Ich finde es ziemlich krass, wie extrem so eine Zeitung am Layout orientiert ist. Passt der Artikel nicht auf die Zeile genau? Kürzen! Und umgekehrt. Und ich will ja nichts sagen, aber könnte sich diese Layoutguckerei nicht eventuell auf die Qualität der Artikel auswirken? Klar, das Layout sieht dann vielleicht komisch aus -aber wäre das nicht vielleicht ein kleiner Gewinn für den INHALT? Aber klar, die Journalisten wollen vor allem eine Zeitung verkaufen, die Tipptopp aussehen muss.

Interessant war es, als ich für das Jugendmagazin der Zeitung recherchieren durfte (auch wenn die ganze Recherche am Ende im Sande verlief und kein Artikel daraus wurde)  und was mich am meisten amüsiert hat, war an diesem Tag wohl, als die eine Redakteurin, die die Onlineausgabe des Jugendmagazins betreut, mir gezeigt hat, wie sie das macht und ich festgestellt habe, dass die Software, die sie dafür benutzt, WordPress ist. Nicht verwunderlich, aber interessant war es schon.

Ach ja, ich hatte täglich eine Mittagspause. Die viel zu lang war, um damit täglich etwas anzufangen, weil ich in fünf Minuten beim Bäcker, bei der Pizzeria oder beim Crepesstand war und ebenso lange gebraucht habe um mein Mittagessen zu verputzen, und dann den Rest der Zeit lesen, schreiben und andere Sachen machen konnte, bloß, dass man sich da manchmal ein wenig unwohl fühlt, wenn man liest, während irgendwo hinter dir der neben dir jemand am PC hockt und fleißig tippt, während du selbst ganz versunken in eine Fantasywelt eintauchst.

Ich bin fast täglich (außer Dienstags, als ich Ballet hatte) bis Redakionsschluss dageblieben, was meistens um sechzehn Uhr, einmal aber auch beinahe um 18:00 war, und das hat mich ehrlich gesagt schon ziemlich fertiggemacht. Es war noch nicht dunkel, wenn ich heimgekommen bin, aber wenn man so spät zurückkommt (Das habe ich zwar auch von der Schule her einmal in der Woche, aber eben nur einmal) hat man irgendwie so ein ziemlich düsteres Gefühl, besonders, wenn der Tag insgesamt wunderschön war und die ganze Zeit die Sonne geschienen hat... und man praktisch nichts davon hatte. Warte, ich bin zu negativ. Es hat schon Spaß gemacht, alles, aber ich bin froh, dass man als Schülerin nicht jeden Tag im Büro sitzt und dass ich freie Nachmittage habe, an denen ich machen kann, was ich will. Und dafür stehe ich auch gerne täglich um 6:00 auf

Lest ihr eigentlich Zeitung? Wenn ja, lest ihr je den Lokalteil eurer Zeitung? Und wie war eigentlich euer "erster Kontakt mit der Arbeitswelt"?

eure Mulan

10 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Das klingt echt gut. Ich habe dieses Jahr auch mein bogy gemacht in einer Redaktion. Es war suuper aber der bogybericht muss echt nicht sein, ich hab ihn glaub 2 Wochen zu spät abgegeben mit der Entschuldigung mein Computer ist kaputt gegangen und ich musste ihn ein 2. mal schreiben, was gelogen ist, ich aber zum Glück doch keinen Abzug bekommen habe:D
    Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich sehr selten Zeitung lese, obwohl wir die Stuttgarter Zeitung abonniert haben und die auch recht gut sein soll, lieber lese ich blogs oder wenn etwas wichtiges auf der Welt passiert Spiegel online. Jaja, generation Internet und so :)

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    1. Ist es auch ;-)

      Ähm, nee, ich habe meinen Bericht pünktlich abgegeben :D auch wenn es schon ein wenig knapp war...
      In der Zeitung sind halt nicht nur die puren Nachrichten und nicht nur die neuesten Sachen, sondern auch mal etwas ruhigere, literarischere Berichte, so etwas mag ich auch, und die gibt's im Internet nicht. Und Spiegel.... naja, für die pure Nachricht ist es wohl egal, woher sie kommt und auch der Spiegel macht mal gute Artikel... aber es gibt besseres :D ohne jetzt überheblich sein zu wollen, ich mag den Spiegel nicht so.

      Ich bekomme ja auch vieles online mit, manches sogar eher über Twitter, aber ich bin jetzt nicht so auf eine einzelne Onlinezeitung fixiert :-)

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  2. Oh, das Schülerpraktikum....
    da habe ich auch noch Erinnerungen dran. Bei uns heißt es einfach "Berufsptraktikum" und erfolgt in der 10,Klasse für 2 Wochen (Gymnasium).
    Ich habe mich zu dieser Zeit sehr für die Rechtsprechung interessiert und hatte mich beim Amts- und Landgericht in der Stadt beworben, wo ich zur Schule ging.
    Sehr gut war, dass ich neben den beiden Gerichten auch in die ortsansässige Staatsanwaltschaft schauen konnte.
    "Selber arbeiten" war echt schwierig und ging meist über das Akten lesen nicht hinaus. Einmal durften meine Mitpraktikantin und ich Zeugen in einem Landgerichtsfall aufrufen, zwar hätte man das auch übers Mikro machen können, aber ich glaube der Richter hatte Mitleid mit uns und wollte uns was zu tun geben :D
    Aber alles in allem, war mein Praktikum doch sehr gut. und konnte auch in Gesprächen vieles durch sehen und lesen mitnehmen.

    Einmal war ich beim Girlsday bei der Zeitung, da waren wir wirklich mit dem Regionalredakteur unterwegs.s und konnten bei mehreren Veranstaltungen mit.

    Eine Freundin hatte bei unseren "Regionalzeitung" Prakikum und durfte sehr viele Beiträge selber schreiben und ist nun immer noch der Zeitung als Freie Redakteurin erhalten gebliebten.

    Ich habe in unserer Zeitung allerdings oft das Problem, dass Artikel, die z.B. von unserer Schule anhandeln oft nicht in unserer "Ortszeitung" vom gleichen Verleger ist, da von der größeren Stadt nur eine Seite (Landkreis) in der Zeitung ist und nicht der Stadtteil.

    Eine Seitlang habe ich wirklich jeden Tag die Zeitung gelesen, zwar nicht alles, aber einmal grob durch- jetzt fehlt mir da leider die Zeit zu :(

    LG Julia
    Ich hab oft d

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    1. Ups, da ist dir am Schluss wohl was übrig geblieben das gar nicht mehr gebraucht wurde ;-)

      Ja, das Kürzel "BoGy" gibt es wirklich nur in Baden-Württemberg...

      Etwas ähnliches haben mir meine Freundinnen, die beim Anwalt und Richter waren auch erzählt :-) ich glaube das ist allgemein so, dass man da halt nicht viel praktisch tun kann.

      Echt, ich hätte nicht gedacht dass es in der Journalismusbranche so einen Frauenmangel gibt. Ich habe eher den Eindruck dass Journalisten einander relativ gleichberechtigt gegenüberstehen. Ich hätte nicht gedacht dass man dort am Girls Day hingehen kann. Ich war vor zwei Jahren bei Osram.

      Ich will lieber an eine Journalistenschule gehen... Da kann ich mich dann auch gleich bei großen Zeitungen bewerben. Und meine Bücher an einen Verlag zu geben wäre auch ein Kinderspiel...

      Eine... Seite lang? ;-)

      Ich schaffe es auch nie ganz, aber Hauptsache ich erfasse die wichtigsten Informationen :-)

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    2. Oh verdammtxD
      da hat man wohl gemerkt, dass mein PC mich etwas geärgert hat...

      Ich meinte natürlich "eine Zeit" lang habe ich regelmäßig Zeitung gelesen :D

      Naja, bei uns muss man nicht zwingend in Berufe reinschauen am Grilsday, was ein "typischer Männerberuf" ist- daher war es mir möglich zur Zeitung zugehen.


      Bist du dir sicher, dass Journalismus das richtige ist? Ich habe mich mit mehreren unterhalten, dass sie es einem nicht merh empfehlen können...
      es wird wohl kaum noch eingestellt und ganz viel über "freier Redakteur" gearbeitet- sprich du bekommst dein Zeilengeld. (kein Artikel, kein Geld)- dein Job ist also nicht mehr sicher. Auch verlieren ja leider Printmedien immer mehr an Onlinemediean- wo ja leider oft sher investigativ geschrieben wird und man nur auf die "Gute Story" aus ist- traurig, aber war.

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    3. Und wieder, dein PC meinte offenbar, dass du zum Grilltag gegangen bist ;-) aber ich weiß schon.

      Ach so. Ich finde es schon eher spaßig, wenn man den Sinn von Girlsday reingeht. Auch wenn das in der Firma, in der ich war, kuriose Blüten getrieben hat, dass Mädchen kommen. Wir durften unter anderem Herzchen löten und bei allem Respekt davor, dass sie sich auch Gedanken machen, dass Mädchen kommen, fand ich es ehrlich gesagt kitschig und klischeehaft.

      Ja, ich habe mir schon Gedanken gemacht. Und je nachdem wie man es macht, kann Journalismus glaube ich, schon ertragreich sein, man muss dafür aber entweder gleich bei einer größeren Zeitung sein, oder es ganz lasssen. Ich glaube, Journalisten haben fast IMMER das Problem, dass sie nicht frei schreiben dürfen, was sie wollen, aber davon kann ich leben. Ich glaube, die meisten Zeitungen wird es künftig immer noch geben, dann aber als Online-Zeitungen.

      Ich glaube auch, es ist nur natürlich, wenn man seine Leser nicht unbedingt mit langweiligem Kram überladen will und schon drauf achtet, ein bisschen darauf achtet, de Zeitung interessant zu halten. Nach Sensationen zu jagen ist andererseits natürlich ziemlich erbärmlich...

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  3. Sehr geehrter Herr Mulan, :D

    das klingt nach einer sehr witzigen Woche, die dir wahrscheinlich gezeigt hat, dass du keinen Dorfjournalismus betreiben willst? :D
    Wie du weißt, hab ich auch ein Regionalzeitungspraktikum hinter mir und ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich das auf jeden Fall nicht machen möchte. Mir war das irgendwie zu... anspruchslos :)

    LG Lioba :)

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    1. Der dachte bestimmt auch, dass ist ein ähnlicher Name wie Murat oder Milan ;-) ist nämlich auch sooo nachvollziehbar :D

      Ja, genau. Und die Arbeitsmoral der Journalisten... kannst du vergessen. Zehn Uhr, Elf Uhr ankommen und dann Fotos von Baustellen und Aufbauten und Volksfeste machen, bis 18:00 da sein, obwohl man mit ein bisschen mehr Mühe viel schneller fertig sein könnte, zumindest meiner Ansicht nach. Aber ich glaube, nach zehn Jahren bei der Zeitung sind die wahrscheinlich einfach alle viel zu zermürbt davon, um sich noch darüber Gedanken zu machen...

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    2. Bei mir wars nicht so krass, da waren sogar immer schon alle da, wenn ich um 9 angekommen bin :D Das einzig Bemerkenswerte war die Mittagspause, dass Punkt 12 alle gegangen sind :D Wenn ich tief in der Arbeit stecke, muss ich mir selbst immer einen Wecker stellen, damit ich nicht zu spät irgendwohin komme, weil ich es immer vergesse, auf die Uhr zu sehen...

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    3. Bei der Zeitung, bei der ich war, waren die Ankunfts- und Abgangszeiten der Redakteure total unteschiedlich. Es gab einen, der für die Online-Redaktion zuständig war und um 12 Uhr ankam und dafür (ich hab's natürlich nicht nachgeprüft, sondern nur gehört) angeblich zum Teil erst um Mitternacht erst wieder ging.

      Bei mir geht's eigentlich, ich habe allerdings auch eine Armbanduhr. Wobei ich glaube, dass wir in einer Welt ohne ständig verfügbare Uhren und Wecker (wenn es wieder nur noch Wanduhren und Turmuhren gäbe) besser dran wären, weil wir, von Unsicherheit getrieben unter Garantie stets pünktlich wären...

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