Monday, April 14, 2014

"Divergent" -Veronica Roth (Auf Deutsch: "Die Bestimmung")

Ich hatte Angst vor Dystopien in letzter Zeit. Angst davor, dass der Autor mir wieder eine depressiven Mist verkaufen würde, dass die Geschichte zu weltfremd wirkt, weil die angebliche Zukunft viel zu mittelalterlich und das Szenario zu unrealistisch ist, und ich nur sehr wenig von dem Buch haben würde. Eigentlich war es ja nur weil der Film rauskommt und ich ihn auf jeden Fall im Kino sehen wollte. Als Rubinrot rauskam, war das das erste Mal in meinem Leben, dass ich zu einer Buchverfilmung die Buchvorlage nicht gelesen hatte (für mich einfach unvorstellbar) und das habe ich damals bereut, weil das Buch sich als besser herausgestellt hat und der Film als nicht so gut, ich aber das Buch nicht mehr unvoreingenommen bewerten konnte. Ich habe nicht wirklich irgendetwas erwartet, ich habe das Buch gelesen, weil ich den Film jetzt in den Osterferien angucken wollte. Und es hat mich total überrascht. Positiv.

I was afraid of dystopias lately. Afraid they would sell me again just a depressive manure, that the story appears to be too unworldly, because the reportedly future is to midage-like and the scenario is too unrealistic and I wouldn't have much of the book. Actually it was only the movie coming and Iwanted to see it in any case. When Ruby Red came, it was the first time in my life that I watched a movie, without having read the book (to me it's just unthinkable) and then I regretted it, because the book turned out to be better and the movie as not so good, but I couldn't rate the book impartial anymore. I didn't really exspect anything, I read the book because I wanted to read the book now in my easter holiday. And it surprized me totally. Positively.

Das Buch hat mir all das gegeben, was mir in letzter Zeit an Büchern gefehlt hat: Spannung, Action und eine unaufdringliche, aber präsente Liebesgeschichte. Eine interessant Zukunftsvision, bei der es auch um wirklich existenzielle Fragen geht, darum, über die Entscheidung, wie man leben will. Damit greife ich nicht so weit vor, das steht auch auf dem Klappentext, nur dass sich auf dem deutschen Klappentext anhört wie bei jeder x-beliebigen Dystopie, sodass es  mich erst einmal für ein halbes Jahr abgeschreckt hat. Hörte sich nach nichts an, weil es einfach viel zu kryptisch und Aufmerksamkeit heischend, aber nicht informativ ist. Erst eine Leseprobe hat mich eigentlich einmal dazu veranlasst, dem Buch etwas mehr zu vertrauen.
In den meisten Dystopien ist die Welt ganz anders geworden und von dem was war, ist nicht mehr viel übrig. Hier dagegen spielt die Geschichte in Chicago und die Figuren essen Hamburger. Irgendwie sind das nur Details, aber für mich ist so etwas wichtig, weil ich nicht glaube, dass Dinge einfach so verschwinden können, auch wenn nur Ruinen zurückbleiben und ich reale Anhaltspunkte in einer Dystopie brauche. Das ist für mich spannender, wenn der Autor Realität zulässt als wenn ein Autor eine dystopische Welt so unrealistisch gestaltet, dass man eigentlich nicht glaubt, dass es je so kommen könnte. Wenn eine Dystopie depressiv und unrealistisch ist, bekommt man davon nur schlechte Laune. Divergent dagegen hat mich gefesselt und befeuert und ich konnte mühelos eintauchen, ich konnte kaum aufhören. Ich lese bei manchen Büchern irgendwann nur noch mühevoll weiter, obwohl mich das Buch gar nicht mehr interessiert. Aber das hier war einfach toll.

The book gave me everything I missed lately of books: thrill, action and a inconspicious, but present love story. A interesting vision of the future also about existential questions, about the decision how you want to live your life. I'm not even anticipating anything, it's how it says on the (German) blurb, only that the German blurb sounds like any old dystopia, so first it put me off this book for half a year. Didn't sound like much, because it was much too cryptical and begging for attention but not informative. At last it was an excerpt that let me trust the book more.
In most dystopias they world has changed totally and from the things that were there isn't much left. Here the story is set in Chicago and the charakters eat hamburgers. Somehow these are only detais, but for me something like that is important, because I don't believe that things simply disappear, although only ruins remain and I need real evidence in a dystopia. That's more interesting for me, when an author allows reality, than when an author creates a dystopian world so unrealistic that you actually don't believe that it will ever come that far. When a dystopia is depressive and unrealistic, you only get a bad mood. Divergent in contrast gripped me and fueled me and I could dive in without difficulty. In some books from a point I only read on hardly, although it doesn't interest me anymore. But this was simply great.

Die Figuren sind ziemlich cool und mutig, sind aber authentisch, sind detailliert gezeichnet und ich konnte mich mit ihnen gut identifizieren. Ich habe auch gemocht, dass die Fraktionen wirklich alle sowohl eine Schwäche als auch eine Stärke haben, etwas das für sie und etwas das gegen sie spricht und es keine "beste" Fraktion gibt. Ich fand die Initiation interessant, dass es nicht nur um Kämpfe und Liebe, sondern auch um Selbstüberwindung ging. Es klang wie eine seichte Geschichte, aber Divergent hat sehr tiefgängige Ideen und ich fand das Buch einfach großartig.

The charakters are really cool and brave, but they are genuine, detailed drawn and I could identify with them. I also liked, that the factions all have a strength as well as a weakness, something that argues for them and something that argues against them and there is no "best" faction. I found the Initiation interesting, since it wasn't just about fights and love, but also about self-conquest. It sounded like a shallow-brained story, but Divergent has very deep-going thoughts and I just found the book great.

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