Saturday, April 04, 2015

Warum ich die lustigen kleinen Bewertungsdelphinchen abschaffe und Ergebnisse meiner Zwitscherumfrage

Ich habe meiner Bewertungspunkte abgeschafft. Wer unter meiner letzten Rezension nachguckt, wird feststellen, dass da keine kleinen Delphinicons mehr sind und meine Rezension einfach nur aus Text besteht.
So, wie, warum jetzt überhaupt? Eigentlich ganz einfach. Schon als ich mit dem Rezensieren angefangen habe, habe ich mir überlegt, was mir das bringt. So ein Bewertungssystem. Schließlich fällt es mir generell schwer, meine Meinung in Zahlen zu pressen (Auf einer Skala von eins bis drölf?) aber ich wollte ein paar blaue Delphinchen auf meinem Blog unterbringen und siehe da, das war meine nächstbeste Lösung, obwohl ich vorher Bücher immer nur in lesenswert-nicht lesenswert unterteilte. (Was übrigens eine Option wäre: ich schreibe nur, ob es empfehlenswert ist oder nicht und gebe ansonsten keine Punkte. Aber selbst darauf habe ich eigentlich keine Lust)

Gut war die Idee deswegen nicht. Bei meiner allerersten Rezension habe ich deswegen knallhart die volle Punktzahl gegeben. Kein Kommentar. Bei jeder folgenden Rezension habe ich mich dann immer schwerer getan und gefragt, was das eigentlich soll, was ich da an Bewertungen gegeben habe. Schon das Geschriebene könnte ich nochmal überarbeiten, aber die Bewertungen... katastrophal. Ich habe eigentlich überhaupt keine Übersicht mehr, was gut ist, was schlecht ist, wie ich etwas finde und was ein Buch haben muss, damit ich ihm eine gute oder schlechte Bewertung gebe. Was nicht Sinn der Sache ist.

Es gibt da verschiedene Probleme. Zum einen hatte ich überhaupt keinen Plan, als ich damit angefangen habe. Ich habe einfach gedacht: "Joa, mach ich mal."
Und also habe ich einfach mal bewertet wie es mir gerade einfiel, je nachdem an welchem Tag ich eher positiv sein wollte und wann eher negativ. Okay, nicht ganz so, aber doch in diese Richtung. Und dadurch sind meine Bewertungen einfach nichts wert. Ich lese so unterschiedliche Bücher: Fantasy, Science Fiction, Sachbücher, Comics, Contemporary und den einen oder anderen Klassiker. Wie kann man die unter einen Hut bringen? Mir fällt das außerordentlich schwer.


Aber es kommt noch schlimmer. Mir ist mal aufgefallen, dass sich meine Meinung über vorher gelesene Bücher ändert, wenn ich andere Bücher lese, die ein ähnliches Thema behandeln, ändert. Ich könnte jedes Jahr eigentlich eine neue Rezension schreiben, eine neue Meinuung darüber, wie mir ein Buch gefällt. Also, klar ist dann der Blog sowieso nur ein Tagebuch darüber, wie die Bücher mir in dem Moment gefallen haben, kurz nachdem ich sie gelesen habe. Trotzdem, das macht es nicht besser. Meiner Bewertungen bleiben noch sinnloser. Könnte ich nicht viel besser ein Buch mit unterschiedlichsten Dingen abstempeln? Fantasybücher bekommen Einhörner oder Drachen, Comics kriegen Schlümpfe, Liebesromane bekommen Herzchen... Wäre das eine Lösung? Aber das würde das ganze noch komplizierter und unübersichtlicher machen als es schon ist. Ich bin der Meinung, dass mit den ganzen Texten die ich zu meinen Rezensionen schreibe, eigentlich schon alles gesagt ist. Und dann brauche ich keinen Zusatz mehr.

Kommen wir zu etwas anderem. Ich habe euch gefragt, ob ich mir einen Twitteraccount anlegen sollte. Und Folgendes waren die Ergebnisse:


Sechs potenzielle Follower bevor ich überhaupt einen Account habe? Oh. Nicht schlecht. Aber danke, ihr seid Klasse! Dass ein Großteil von euch nicht twittert überrascht mich auch nicht. Ich hatte ja bis vor kurzem auch keinen Account :-)
Und wie beruhigend: es gibt genügende Leute, die keine Problem haben, dass ich haargenau so bleibe wie ich bin. Leider muss ich euch mitteilen, dass ich pro Minute um sechzig Sekunden altere.
Was mich überrascht sind vier Leute die mit erhobener Waffe hinter mir stehen und sagen: "Du! Twitter! Sofort!"
Interessant. Ist jemand von euch so mutig sich zu melden?
Ich frage ich außerdem, wer eigentlich die interessante These aufgestellt hat, Twitter sei doof.
Eine Person hält mich für bekloppt, einer weitere bekundet ihr Desinteresse und eine dritte sagt, sich sei bekloppt aber trotzdem flauschig.
Aber, wie dem auch sei. Ich war jetzt tatsächlich mal so bekloppt, mir einen Account zu erstellen. Klickt euch durch, falls es euch interessiert. Primär geht's mir je eigentlich drum, auf Twitter meinen Blog zu bewerben :D also könnt ihr auch genauso gut hier bleiben. Ich verziehe mich jedenfalls für's erste.

eure bekloppte, aber flauschige Mulan

2 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Hey,

    Mir fällt auf, dass ich echt mal häufiger hier vorbeischauen sollte (ich habe ja jetzt auch ein System angeschafft die Blogs, die ich gut finde, öfter mal zu besuchen, also wir sehen uns ab jetzt öfter mal - ansonsten darfste mir gerne auf die Flossen klopfen :D)
    Die Disskusion rund um Twitter finde ich sehr interessant. Ich selbst habe Twitter und schaue auch regelmäßig. Man kann dort perfekt Listen anlegen und dort Leute reinpacken, die z.B. das selbe lesen wie man selbst oder ne andere Liste von Leuten, die man gerne hat oder neu kennen lernen möchte. Twitter bietet da recht viele, überschauliche Möglichkeiten und ich hatte mal ne Phase, da habe ich sehr viel getwittert und auch über sehr persönliche Dinge. Man macht es irgendwann automatisch, wenn man es bei anderen mitbekommt. Ist zwar nicht der größte Brüller und interessiert die meisten nicht, aber manchmal kann es doch viel Spaß machen^^
    Ich möchte auch mal wieder regelmäßiger twittern, aber irgendwie sitze ich dann da und bin zu demotiviert um ein paar Eindrücke in die paar Zeichen zu quetschen, also lasse ich es sein. Twitter ist in meinen Augen ein launisches Miststück, dass aber auch viel Spaß machen kann.

    Was Dein bewertungssystem betrifft fände ich Drachen/Einhörner für Fantasy und Herzen für Romance ne perfekte Idee :P Aber das wäre wirklich seeeeeehr zeitintensiv und würde bestimmt weniger das ausdrücken was Du möchtest. Schließlich hinterfragst Du ja selbst, ob es einen Sinn hat.
    Ebenfalls eine sehr interessante Frage, vorallem wenn Deine Bewertungen von Laune zu Laune und Zeit zu Zeit wandelbar sind. Natürlich gibt es so gewisse Bücher, die man einfach zu falschen Zeiten liest - da könnte man vielleicht eine Kategorie/Aktion "Zweitmeinung" draus machen. Das habe ich zumindest vor, wenn ich meine große Re-Read-Aktion in Angriff nehme (was aber noch ein bisschen dauern kann!)
    Ich persönlich finde es ja eine Schande, dass die Bewertungsdelfinchen verschwunden sind, aber verstehen kann ich das absolut. Vielleicht wäre aber ein Daumen hoch (super bis gut), zur Seite (mittelmäßig gut/schlecht, 50/50) oder runter (schlecht, langweilig, grottig) hilfreich? Ich schaue eigentlich immer zuerst auf die Bewertung, die das jeweilige Buch bekommen hat, damit ich mit der Rezi nicht überrascht werde. So oder so lese ich es, aber wenn es sich bei der Rezi um ein Buch handelt, was ich unbedingt selbst noch lesen möchte und dann sehe es hat eine schlechte Bewertung, dann achte ich mehr auf das wieso. Kann ich schwer erklären, aber ich gehe auf jeden Fall gewappneter an die Rezi heran :D

    Liebe Grüße ♥

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  2. Ich hab jetzt auch mal bei deinem Twitter vorbeigeguckt :-)

    Ich habe mich von vornherein entschieden, den Account primär dazu zu benutzen, über meinen Blog zu informieren und weniger für privates.

    Eine zweite Rezension zu Büchern? :D Für mich kommt das eher nicht in Frage.
    Ich hatte noch ein paar andere Ideen, allerdings fand ich die meisten davon nicht ganz so sinnvoll und meine jetzige Lösung ist eben die simpelste. Ich habe schon Monate hin- und her überlegt und es war einfach nie ganz Ideal...

    Ich lese eigentlich entweder eine Rezension komplett und schaue mir dann vielleicht noch die Bewertung an, aber meistens ist die mir inzwischen einfach unwichtig und deswegen merke ich, dass sie eigentlich nur einen winzigen Anteil an einer Rezensionen hat... So sehe ich das :-)

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