Saturday, May 09, 2015

Domenique Colline und die Nutellaphilosophie des anbrechenden einundzwanzigsten Jahrhunderts

In der Nutellaine des einundzwanzigsten Jahrhunderts, geht es so wenig romantisch zu wie im Rest der Welt: da wird konsumiert, da wird geschlemmt und natürlich sind die meisten Menschen in der wohlhabenden, lebensmittelüberfluteten Nutellaine übergewichtig (was kein Zufall ist, ich berichtete) und dadurch wird auch viel Kritik an der nutellainischen Gesundheitspolitik genommen, die quasi nicht existiert. Abgesehen davon, dass man natürlich auch weder seinen Zahnersatz noch Krebsmedikament noch Unfallhilfe bekommt, wenn man nicht selber zahlt, herrscht zu allen Überfluss auch noch die Praxis, dass es keine ordentliche gesundheitlich Aufklärung über Süßigkeiten gibt. Und das, in einem Land, das vor Süßigkeiten nur so überquillt. So ist die Mehrheit der menschlichen Bevölkerung übergewichtig und ein großer Teil leidet an Karies. Während der Organismus der einheimischen Daseinsformen, der Zuckerelfen, Bonbonzwerge und anderen hervorragend an den Überfluss der Süßigkeiten angepasst ist und sie auch die allerletzten Vitamine ausquetschen und gleichzeitig den Überschuss an Zucker wieder ausscheiden, der zwangsläufig bei den natürlichen Lebensmitteln der Nutellaine auftritt, sind die meisten Menschen der Nutellaine mindestens übergewichtig, wenn nicht gar fettleibig.

Da kam allerdings der Sportphilosoph Domenique Colline angerannt und entwickelt seine Nutellaphilosophie:
  1. Nutella hält das Brötchen zusammen
  2. Das Brötchen hält den Menschen zusammen.
  3. Mit zu vielen Brötchen im Magen fällt der Mensch zusammen
Seiner Ansicht nach war Nutella eindeutig eine gute Sache, allerdings wurde sie viel zu oft gegessen, besonders in der Nutellaine. Er veröffentlichte auch als erster kritische Berichte, die offenlegen, dass Herzogin Nisi de Nutellaine aufrgund ihrer hervorragenden Gesundheit und Fitness keinesfalls so viel Nutella konsumiert wie sie es immer propagiert und wie sie ihren Untertanen immer "empfiehlt" zu konsumieren und immer wieder in Propaganda bewirbt, während sie selbst großen Aufwand betreibt um ihre schlanke Taille zu erhalten, mit der sie ihre Nutella innerhalb der Nutellaine verkauft, aber ebenfalls mithilfe einer geheimen Schmugglerorganisation in alle Ecken Französiens und Lateiniens exportiert.
Dieses Konzept war bereits vielfach in Deutschland mithilfe von Fußballern erprobt worden und hatte also in der Nutellaine, in der die Herzogin beliebter ist, als sie es wäre, würde man nicht über sie berichten (denn was macht sie eigtentlich?) einen durchschlagenden Erfolg zur Vermarktung einer Nougat-Schokoladen-Creme, um sie als Frühstücksaufstrich zu verkaufen, obwohl sie doch eigentlich eine Süßigkeit war.

Später begann man in Jungingen-Jergersheim dies endlich als kriminelle Tat zu registrieren und zu verfolgen, als man allerdings Herzogin Nisi de Nutellaines Festung durchsuchte, fand man nichts, das auf illegale Aktivitäten hinwies, denn die gesamte Festung stand in einem Nutellasumpf, aber die tatsächlichen Abfüllanlagen und Werbestudious wurden nicht entdeckt.
Neueste interne Gerüchte in französianischen Regierungskreisen besagen, dass der Geheimdienst SNÜFF mit diesem Fall betraut ist, näheres konnte allerdings noch nicht bestätigt werden, ebenfalls ist unklar, ob es nicht einfach tatsächlich Gerüchte sind.

Domenique Colline indes hat in Bohemia, einer kleinen Küstenstadt Französiens, die hauptsächlich von Künstlern, Musikern, Philosophen, Schriftstellern, Lebenskünstlern, Aussätzigen, Homosexuellen, HIV-Infizierten, Schlümpfen und anderen am Rande der Gesellschaft bewohnt wird, in einem Wort: Der Bohéme Französiens, eine kleine Aktionsgruppe gegründet, um den Süßigkeitenschmuggel in und um Französien genau unter die Lupe zu nehmen, und außerdem aufklärende Flugblätter zu Gesundheit zu verteilen, da in der Nutellaine wie bereits erwähnt, kaum eine Gesundheitspolitik existiert. Mit kleinen Schrittchen höchstens strampeln sie sich voran, aber auch ihnen ist höchster Respekt für ihre Arbeit zu zollen.

5 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Das wird ja ein schwieriger Prozess, vielleicht sollte man versuchen, die Kinder zu beschützen und an einen Ort ohne Süßigkeiten aufwachsen lassen, dann würde das immerhin einen Teil der Bevölkerung retten! Aber die Kinder würden mir leid tun :D Ein bisschen Schokolade könnte an denen ja geben :D So einen Nutella-Sumpf stelle ich mir irgendwie schlimm vor. Ich meine du möchtest etwas davon essen, hast aber im Hintergrund den Gedanken, dass da schon irgendwer mit dreckigen Schuhen reingelaufen sein könnte... Nichts schönes meiner Mein nach :D Kennst du Charlie und die Schokoladenfabreik? Da muss ich grade dran denken. So ein Schokoladenfluss, auf dem man mit einem Lollipop-Boot fährt wäre schon was schönes... :D

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    1. Hmm, ich denke es ist doch auch eindeutig unmenschlich, Kinder von ihrer Familie zu trennen... zumal es tatsächlich so ist, dass die meisten von ihnen gar nicht mehr ohne Schokolade auskämen, schließlich haben sie die Schokopampe schon als Babys gelöffelt. Mann bin ich grausam :P
      Wie auch immer, die Menschen der Nutellaine brauchen dringend eine Gesundheitspolitik...
      So einen Schokoladenfluss gibt es übrigens tatsächlich allerdings ganz ohne Lolliboote. Allerdings entspringt er, glaube ich, in einem Schrotthaufen... Vielleicht nicht ganz so romantisch ;-)

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    2. P.S. Das mit dem Dreck habe ich mir auch schon gedacht. Aber genau genommen IST die Nutella ja der Schlamm der Nutellaine, wenn man Dreck an den Füßen hat, ist es in der Regel die braune Zuckerbrühe...
      Und die Schuhe die man trägt, sind meist aus Fruchtgummi, keine Spur von Dreck. Das EINZIGE worüber ich mir Gedanken machen würde, sind menschliche Exkremente (Igitt! Wie widerlich!) schließlich kacken selbst die rosaflauschigen Einhörner der Sümpfe bloß Regenbogen...

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  2. Vielleicht ist Monsieur Colline auch einfach zu voreilig, kann ja sein, dass das funktioniert wie bei Lamarck und dass die Evolution und ihr inneres Bedürfnis die Menschen der Nutellaine dazu antreibt, sich den Umweltfaktoren anzupassen. Oder halt Darwin, Variation und natürliche Selektion, wenn es denn auch bei den Bonbonzwergen geklappt hat ... Aber daran sieht man nur mal wieder, dass in den letzten Jahren eindeutig zu viel Bio hatte.
    Ansonsten wünsche ich ihm natürlich viel Glück bei seiner Aktion, auch wenn ich bezweifele, dass die lieben Leute im Nutellasumpf joggen gehen und plötzlich fit wie Kängurus durch die Gegend hopsen oder sich von der Nutellaphilosophie überzeugen lassen, obwohl sie so logisch ist - man ist halt mit dem Aberglauben aufgewachsen, was soll man machen?

    Alles Liebe,
    Mara

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    1. Wer weiß, wer weiß, wer kann das schon wissen? Möglicherweise könnte es auch sein, dass eine Hungersnot aufgrund einer Dürre in der Nutellaine auftritt und sich es als Positiv herausstellt, dass die Menschen nicht hundertprozentig angepasst waren? Ist ja oft so, dass zu spezialisierte Arten aussterben, sobald die speziellen Bedingungen an die sie angepasst waren nicht mehr vorhanden sind... Und die armen glukoseabhängigen Wesen leiden unermesslich...
      Tja, mit modernen Denkweisen haben ja so manche ihre Probleme. Die meinen ja auch, die Nutellaine sei das wichtigste Land der Erde ist. Erzähl ihnen bloß nicht, dass sie nur ein Teil von Lateinien sind ;-)

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