Tuesday, October 27, 2015

Because the people who are crazy enough...

Ich hatte ja diese Zitatesammlung in der Sidebar, in der ich meine liebsten Zitate aus allen Richtungen gesammelt habe... jetzt habe ich angefangen, Bilder zu dem Zitaten zu erstellen, als allererste ein animiertes GIF:

Erstellt aus einer Finelinerzeichnung, die ich vor fast einem Jahr gemacht habe. Weil das Zitat von Steve Jobs ist, habe ich kleine Äpfelchen als Gänsefüßchen genommen, im Nachhinein kommt mir das ganz schön bekloppt vor, aber das ist ja gut so :D


Ergänzung am 27. Oktober 2015:

"Because the people who are crazy enough to believe, they can change the world, are the ones who do."

Lassen wir mal beiseite, dass es von Steve Jobs ist und eines dieser goldenen Zitate von Menschen, die es eh geschafft haben, abgesehen davon, dass ich kein großer Apple-Fan bin, kein iDepp, der sich jedes neue teure und schicke Gerät kauft* und ganz davon abgesehen, dass dieses Zitat so typisch amerikanisch ist, dass es juckt. Dann finde ich diesen Satz richtig schön und herrlich motivierend, weil er mich daran erinnert, einfach weiterzumachen, einfach zu machen und erst hinterher darüber nachzudenken, was man eigentlich getan hat. Ich meine, jeder zweifelt einmal an seinem Werk, was auch immer es ist, womit man sich beschäftigt. Man reflektiert darüber, das ist klar und irgendwann beginnt man, mehr zu reflektieren als man tat. Weil man nicht mehr daran glaubt, dass man es schaffen wird, wei man über Bedingungen nachzudenken beginnt, unter denen es getan werden muss, oder immer höhere Erwartungen an das Ergebnis hat, ohne mehr dafür zu tun.

*Auch wenn mir das Apple-Konzept seit es von Microsoft die  Schnappsidee: "Windows as a Service" gibt und es Microsoft Office für iOS Geräte geben soll, mit von Tag zu Tag sympathischer wird.

Um es von der abstrakten Ebene herunterzubrechen, das hat sehr vielmit dem Schreiben zu tun. Wenn ich mit einer Geschichte anfange, dann habe ich so viel Optimismus dabei und bin furchtbar enthusiastisch darüber. Die ersten Seiten einer Geschichte schreiben sich immer fast wie von selbst. Ich denke kaum nach, ich schreibe einfach. Dann fange ich an, zu planen. Und klar, planen ist etwas sinnvolles. Selbst wenn man seinen Weg während des Schreibens findet, sollte man zumindest wissen, warum man schreibt und in welche Richtung. Aber wenn ich anfange zu planen, höre ich irgendwann auf, tatsächlich einfach zu schreiben. Ich beginne zu sehr darüber nachzudenken,wie ich schreiben muss, statt es einfach zu tun. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger glaube ich noch an meine Geschichte, irgendwann ist vom Gefühl her nur noch Schrott, verrostet an all den Selbstzweifeln. Dabei ist das doch genau das, was mich zuallererst zum Schreiben brauche, was mich dabei voranbringt: Den Glauben, dass es möglich ist und die Tatkraft meine Idee erst umzusetzen und eventuelle Fehler erst später zu korrigieren. Es ist echt hart, mich selbst daran zu erinnern. Schreib einfach. Lies es später. Denk an das nächste Kapitel, nicht an die Unstimmigkeiten des jetzigen mit dem vorigen, die sich bereits ergeben.
Das ist es nämlich. Wenn man die Zweifel erstmal auf niedrige Lautstärke schaltet und anfängt, die Ideen erstmal unzusetzen, mit der Überzeugung, dass die eigene Idee gut ist, dann kann man auch sehr verrückt, fast abstruse oder einfach nur sehr schwierige Dinge auf die Beine stellen.

In der Schule bin ich momentan in einem Projekt drin, bei dem wir gemeinsam ein Unternehmen gründen sollen. Und wir haben noch absolut keine Geschäftsidee. Es scheint noch gar nichts zu funktionieren.
Egal was irgendeiner von uns als Geschäftsidee vorschlägt, es gibt immer jemanden, der Gründe aufbringt, warum es nicht geht. Wer kauft das überhaupt? Wie stellen wir es überhaupt her? Machen wir damit Gewinn? Und rechtliche Bedenke, jede Menge rechtliche Bedenken. Die alle gewissermaßen berechtigt sind. Aber der wirkliche Grund, warum wir nicht weiterkommen ist Überzeugung. Wenn einer mal eine Idee hatte, trug er sie halbherzig vor, die anderen stöhnten und die Idee wurde durchgestrichen. Wie sollten wir auch die anderen überzeugen, wenn wir es selber kaum waren? Und wir sind gruppengezwängte Teenger, die sich sofort mutlos fühlen, wenn die anderen ihre Idee zerfetzen. War wohl doch nichts. Selbst wenn man sogar ein bisschen dran geglaubt hat.
Natürlich wurde  auch meine Idee gnadenlos zerrissen und ich war ziemlich enttäucht, aber im nachhinein kann ich ehrlich gesagt keinen einzigen der Einwände mehr verstehen. Alles, was an Zweifeln dahintersteckte, war in Wahrheit ein gutes Stück Faulheit und fehlende Offenheit, weil es jedem zweiten in unserem Seminar nur darum geht, den Kurs dieses Jahr abzusitzen und dann eine mittelmäßig gute Note in ihrem Punktekonto verbuchen zu können. Und ein Recht darauf haben sie meinetwegen. Aber es geht halt auch anders.

Vielleicht schaffe ich es ja doch, die anderen von meiner Idee zu überzeugen. Nach zehn Minuten meditieren habe ich wieder fest daran geglaubt, dass es zwar einige Mühe ist, ein Kartenspiel zu konzipieren, aber dass ich doch bestimmt die Idee irgendwie meinen Mitschülern verkaufen kann. Warum? Weil ich bekloppt, verrückt, crazy und durchgeknallt bin.

eure Mulan

P.S. Falls euch dieser Post bekannt vorkommt: Ja, ich hbe ihn schon einmal gebracht und zwar am 21. Februar diesen Jahres und ich war im nachhinein ziemlich unzufrieden damit, wie wenig ich dazu geschrieben hatte. (Damals nur das GIF weshalb das nicht der intellektuellste Post aller Zeiten war. Da mich das Thema immer noch beschäftigt, reposte ich das hier mir jeder Menge neuen Wörtern.
Ich werde das wahrscheinlich in Zukunft öfter machen: Alte Posts ausgraben, neue Gedanken hinzufügen und die Dinge aus neuen Perspektiven betrachten, so wie man in Notizbüchern nochmal den Rand vollkritzelt oder die überschlagenen, freigelassenen Seiten später füllt. Wie findet ihr es? Schnappsidee oder würde ihr gerne öfter Posts neu lesen? Ich werde nur hinzufügen und nichts auslöschen, was bereits da war, versprochen :-)

Ursprünglich veröffentlicht am 21. Februar 2015, ergänzt am 27. Oktober 2015.

8 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Schönes Zitat :) Und auch noch so bunt - gefällt mir.

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    1. Ja, ich mag es total :-) Ja, ich glaube ich habe vermutlich beinahe alle Fineliner in meinem Mäppchen damals dafür benutzt... :D

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  2. Die Äpfel hätt ich nicht als Anführungszeichen erkannt. Das sieht aus wie normale Verzierung :) Ist aber ein schönes Zitat und ein hübsches GIF :)

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    1. Ja, irgendwie habe ich mir das gedacht... vor allem, da man die letzten beiden Äpfel nur kurz sieht, jetzt da das ganze animiert ist... aber das spielt keine Rolle, hauptsache, es gefällt allen :-)

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  3. Ich spreche wenig Deutsch, aber ich lerne Deutsch in Schule. I kenne du hast ein Englische Blog, aber vielleicht kann ich von diesem Blog lernen. Ich mag ihre Zeichnung, und ich mag Apple.

    Hehe. I hope that made sense. My German isn't that great, but I really admire you for being able to speak two languages fluently. For some reason your comment was put in my spam folder, but I fixed that. Thanks for telling me about it!

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  4. Oh, and don't be afraid to tell me if I make any mistakes. (I'll probably make a lot. :( ) I won't get mad at you because it'll actually help me.

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    1. Cool, you speak German :-) Well, why shouldn't I answer in the same bilingual manner? :D
      So: it's einen englischen Blog, because it's Dativ case. And probably you mean: Ich weiß, du hast einen englischen Blog :-)
      "Kennen" in German rather refers to knowing a person and not knowing something, while "Wissen" is knowing a fact...
      Also I think you mean: "Ich mag deine Zeichnung"
      "Deine" is your, while "ihre"... well, you could mean that formally, but then I don't think that fits on a blog. "Ihre" is usually plural...

      I have to admit, that I don't like Apple (did you refer to the company or the fruit?) in all aspects, because of the bad compatability to other software... I like apples much more ;-)

      Also, I applause for you being so awesome to learn German :-) I've been at an international school and learned English very early, so it almost doesn't count that I speak it, because I didn't have the hard learning experience I'd have had, when I'd been older when I learned the language. So, applause!

      your Mulan

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