Thursday, October 29, 2015

"Die Musik der Stille" -Patrick Rothfuss

Dieses Buch hat ja schon ein bisschen Ärger gesorgt. Da warten alle gespannt auf eine Fortsetzung der Königsmörder-Chroniken und dann erscheint ein schmales Bändchen über eine Nebenfigur, das so gar keine epische Erzählung ist, sondern eine ganz stille, ruhige, fast verschlossene Geschichte. Nicht über Monate und Jahre wie seine großen Geschwister, sondern über sieben gewöhnliche Tage und statt quer über die gesamte bekannte Welt zu streifen verbringt es Tage an einem engen Ort, unter der Erde, nur etwas geweitet durch einen einzigen nächtlichen Ausflug zur Oberfläche.
Voll mit komischen Namen, die sich keiner merken kann, aber sich dadurch hervortun, dass sie nicht vollkommen abstrus-fantastisch sind, sondern Wortspielereien. Und mit einer einzigen Figur, die fast die ganze Zeit allein für sich ist, ganz ohne Dialoge, wirkliche Handlung, oder selbst einen Spannungsbogen. Nichts davon. Nur Auri, ihre kleine unterirdische Welt und sie seltsame Welt in ihrem Kopf.


Ich bin natürlich etwas geduldiger. Wenn ich ein offenes Ende lese, das auf eine Fortstzung hinweist bin ich höchstens zwei Tage lang wirklich heiß drauf, sofort den nächsten Band zu lesen. Deswegen macht es mir auch vielleicht auch weniger aus eventuell ewig auf einer Fortetzung zu warten (ich finde es im Gegenteil anstrengend, wenn Auoren innerhalb von wenigen Jahren einr fünfbändige Serie auf den Mart schmeißen. Da kann ich schlecht folgen und ärgere mich, weil dnn eigentlich jeder über den neuesten Band schreibt, den ich gerade erst anfange zu lesen. Ich kann einfach nicht drüber jammern.

Man kann die Erzählweise blöd finden, weil es wirklich nur von Alltag handelt. Vom Sammeln und Sortiern von nutzlosen, unvollkommenen Dingen und dem Finden von Vollkommenheit in unvollkommenen Dingen. Vom Seifemachen, vom Herumstreifen im Dunkeln und von lauter kleinen Dingen. Von Foxen, dem Licht im Dunkeln, das manchmal störrisch sein kann.
Und ich mag Auri. Sie ist irrational und ihre Gedanken sind verworren und schwer zu verstehen, weil sie eine eigene Sprache hat und über Dinge nachdenkt, die andere nicht einmal beachten. Gerade ihre Sprache und ihre Art über Dinge nachzudenken und sie darin zu beseelen. Das finde ich ehrlich gesagt klasse.

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