Tuesday, November 03, 2015

Nach der Schreibnacht


Ich hatte das hier schon einmal gepostet und zwar an dem Tag, als ich an der Schreibnacht teilgenommen habe. Damals habe ich ihn in aller Hast hingetippt, aber ich muss ehrlich sagen, der Mehrwert für mich oder sonst irgendjemanden war gleich null. Also rausgenommen. Und deswegen tippe ich heute nochmal das ganze nach, wie ich die Schreibnacht erlebt habe und was ich dabei aufgenommen habe.
Schließlich war es meine allererste Schreibnacht und falls ihr euch fragt, was zum Teufel eine Schreibnacht ist, ja, nicht einmal das habe ich vor anderthalb Wochen ordentlich erklärt. Es gibt da so ein Forum für Autoren und alle die es werden wollen namens Schreibnacht und seit einiger Zeit bin ich also da angemeldet, auch wenn ich ehrlich gesagt doch nicht so aktiv bin, wie ich es mir erhofft hatte. Andererseits, besser schreibe ich mehr, als meine Zeit nur dort zu verbinge, also... :D
Abgesehen davon, dass Schreibnacht und das Schreibnacht Magazin wirklich nützlich und hilfreich sind, oder auch mal Anstöße geben und einen motivieren, wenn man sein Schreibprojekt mal wieder schleppen lässt, gibt es mindestens einmal im Monat an einem Samstag. eine Schreibnacht, bei der von 20.00 bis 3.00 die ganze Nacht lang geschrieben wird. Praktisch, weil Samstag der einzige Tag in der Woche ist, an dem ich mir die ganze Nacht durchgängig Internet erlaube. Außerdem sinnvoll für Leute, die ein Leben haben und deswegen keine Zeit für Hardcore Schreibveranstaltungen wie den NaNoWriMo, für den man das kostbare Gut Zeit benötigt, das ich kam aufbingen kann. Ich bin schon glücklich, wenn ich es an einem Tag schaffe, überhaupt etwas zu schreiben.

Und ja, um ehrlich zu sein war es die Tatsache, dass diesmal Cornelia Funke Special Guest (Cornelia Funke war der Grund, weshalb ich überhaupt mit dem Schreiben angefangen habe, aber das soll eine andere Geschichte für ein andermal sein) war, der Hauptgrund, weshalb ich mich endlich mal dazu aufraffte, teilzunehmen. Wie immer lasse ich meine Schreibprojekte (woran auch immer ich gerade bastle und was ich doch nicht fertigbringe) schleifen, sobald ich mich in der Schule unter Druck gesetzt fühle, sobald ich vier Klausuren schreibe oder was auch immer. Weil ich das absolute Nicht-Genie in Zeiteinteilung bin, und zwanzig Sachen auf einmal machen möchte.
Ich will drei Büchern gleichzeitig schreiben, während ich es noch nicht mal schaffe, ein einziges Buch auf einmal zu beenden und bin einfach extrem langsam, weil ich zwischendrin auch mal mein Projekt komplett vergesse und dann, wenn ich mich wieder daran setze, das Gefühl habe, den größten Scheiß aller Zeiten vor mir zu haben. Aber dann habe ich an der Schreibnacht teilgenommen. Und hey, ich bin zwar immer noch bei der Megageschwindigkeit die so manch andere Schreibnächtler an den Tag legen, aber das brauch ich auch gar nicht, solange ich feststelle, dass ich in einer einzigen Nacht ein Kapitel komplett zu Ende bringen kann, statt mich wie üblich durchzuquälen, weil es nicht meine Lieblingsstelle ist und ich beim Plotten so viele Kleinigkeiten nicht bedacht hatte, die mich dann beim Schreiben plötzlich überfallen. Normalerweise fange ich dann stundenlang, drüber zu meditieren, dann wahllos Stellen aus meinem Text zu editieren (was man doch eigentlich nciht tun sollte) und schließlich zu surfen an (und die Hausaufgaben, die ich eigentlich machen sollte, wegen denen ich mir so viel Stress gemacht hatte? Vergesst es.)
Das meiste der Schreibnacht habe ich dann während der Schreibpausen auf Twitter unter #Schreibnacht dokumentiert. Ich glaube, ich habe erst in der Schreibnacht Twitter wirklich verstanden gehabt. Insgesamt finde ich die Schreibnacht jedenfalls ein tolles Konzept und werde auch künftig teilnehmen. Ich bin nämlich total zufrieden, wie viel mehr ich da in einer einzigen Nacht geschafft habe, als sonst jemals, und auch, wie sehr es mich täglich wie ein Wecker daran erinnert, doch heute mal zumindest etwas zu schreibe, auch wenn gerade nicht Schreibnacht ist. Auch wenn ich im Forum bisher kaum Beiträge schreibe, egal, das Konzept Schreibnacht ist jedenfalls toll :-)

eure Mulan
P.S. Eingebettet Tweets: Gut oder Mäh? Gebt mir doch mal einen Tipp in den Kommentaren!

4 Kommentare -gib deinen Senf dazu:

  1. Das klingt ja mal ziemlich fabelhaft! Ich hatte, um ehrlich zu sein, auch keine Ahnung, was genau die Schreibnacht nun ist, aber wo ich so davon lese - das sollte ich mir auch mal antun. Ich habe gerade bestimmt schon sechs Wochen nicht geschrieben, weil ich Abends einfach entweder weg bin, Unizeug mache oder total fertig bin vom Tag - und das tut mir total leid! Zumal ich mein Geschichtchen direkt an einem Plot-Höhepunkt allein gelassen habe, und man ist eigentlich nie so beschäftigt, dass man gar keine Zeit hat, das sind meistens nur Ausreden.

    Tja. Da sitze ich gerade in einem Tutorium, in dem wir eh immer nur das Gleiche machen und schreibe dir einen Kommentar (nicht, dass du verhungerst!), statt aufzupassen ... da hätte ich auch mal wieder ein Seitchen schreib können.

    Ich glaube, eines dieser vielen Foren schaue ich mir mal - klingt so, als könnte ich das gebrauchen.

    Alles Liebe und Grüße von den Fans der mittelhochdeutschen Lektüren,
    Mara

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    1. Stimmt, man ist nie beschäftigt genug aber auch nie frei genug. Wenn man auf die wirklich perfekte Gelegenheit warten würde, ein Buch zu schreiben, dann würde man jede Gelegenheit weiterzuschreiben verpassen, weil irgendetwas ist immer, das einem schlechtes Gewissen macht. Aber statt zu shreiben lenkt man sich dann mit etwas ab, das weder Schreiben noch Arbeit ist, dann wäre Schreiben doch immer noch die bessere Prokrastination, finde ich :D

      Mjam! Danke ;-)
      Was ist ein Tutorium eigentlich denn genau? Ich habe ja gerade Ferien, aber dabei natürlich mehr Zeit als mir gut tut, denn ich habe deinen Kommentar schon vor Stunden gelesen, aber nicht mal den pünktlich zu beantworten schaffe ich :D

      Schreibnacht ist Klasse, außerdem bin ich da ;-) allerdings finde ich halt vor allem die Schreibnächte toll, weil es einen wirklich einma in einen Zeitplan beim Shreiben einbindet, den man ja sonst nie hat.

      Mittelhochdeutsche Lektüren. Hab noch nie eine gelesen. Glaube ich. Ist Walter von der Vogelweise auch Mittelhochdeutsch oder was anderes? Fragt die Ahnungslose.

      lg Mulan

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    2. So kann man's sagen - heute Abend hätte ich es vermutlich auch irgendwie geschafft, aber irgendwie bin ich gerade einfach gar nicht in Stimmung, ich könnte gerade höchstens irgendwelche höchstnostalgischen Szenen schreiben und so genau weiß ich jetzt auch nicht, wann die nächste im Plot kommt.

      Ich beantworte auch immer viel zu spät, also von daher ... Tutorien werden von älteren oder ehemaligen Studenten geleitet, meistens wird da noch mal alles aus der Vorlesung erklärt, wenn's Fragen gab, oder es wird zusätzlich geübt, einer, den ich habe, zieht einfach grundsätzlich seinen Stoff durch und gut ... Ist teilweise ganz hilfreich und teilweise eher langweilig. Der neben mir ist immer fast eingenickt. :D
      Walther von der Vogelweide ist so der bekannteste, aber ich kannte da auch fast keinen, das liest man ja normalerweise nicht. Nibelungenlied gehört dazu, andere Heldenepen, ein paar Artusromane ... So Zeugs. Ist ganz interessant, eigentlich.

      Ich lasse mich einfach auch viel zu schnell ablenken, wenn ich denn mal schreibe, das wäre echt eine Idee. Mal schauen, vielleicht bin ich ja nächstes Mal dabei.

      Alles Liebe,
      Mara

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    3. Man muss an eine Arbeit denken, die ätzender ist als Schreiben, dann macht Schreiben wieder Freude... ich bin niemand, der seine Geschichte während des Schreibens entdeckt. Ich plane eher. Aber viel mehr bringe ich dann auch nicht zustande.

      Hochnostalgisch? Was meinst du denn damit? Geschichten, die in historischer Zeit spielen, oder alte Geschichten die du herauskramst und weiterschreibst?

      Hört sich an wie obligatorische Nachhilfe. Oder Hausaufgabenbetreuung...

      Bestimmt interessant, wenn man mal Fantasy schreiben möchte :D
      Also aus der Zeit, als man zumindest theoretisch noch einen "Bericht" über Artus schrieb? Oderwieoderwas...

      Spaß macht es auf jeden Fall. Kannst du ja mal ausprobieren, ob es dir gefällt :-)

      lg Mulan

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